Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552268
608 
AVD. 
1441 
1443. 
schnitte, welche Christoph J egher nach Zeichnungen Diepenbeekis hinter- 
lassen hat, und die mit dessen Monogramm versehen sind. Die Dar- 
stellungen sind dem alten und neuen Testamente entnommen, und 
kommen in folgenden Andachtsbüchern vor: 
Perpelua Cruz, sive Passio Jesu Christi, a puncto irwarnationis ad 
ewlremum vitae, iconibus quadragcnis explicata  Antwcrpiae typis Cor- 
nelii Woons 1649, 12. 
Necessaria ad salutem scientia. partim necessitate medii, partim ne- 
cessitate praecepzli, per icones quinquayinta duas repraesentata.  Ant- 
verpiae, C. Woons MDCLIV. 12. 
Die deutsche Ausgabe: Nothwendige Wissenschaft zur Seeligkeit 8m. 
ist datirt: Zu Antorf bey Cornelius Woons 1655, 12. 
Der Verfasser dieser seltenen Gebetbücher ist der Jesuit Jodokus 
Andries. Die Zeichnungen zu den schönen Holzschnitten fertigten Abra- 
ham van Diepenbeek, Anton Sallaert und E. Qucllinns. Ausser Ch. 
Jegher lieferte auch ein unbekannter Formschneider Blätter. Er fügte 
dem Messer eine Art kleinen Kreuzes bei. Viel besser übertrug aber 
Jegher die Zeichnungen Diepenbeek's. Die Holzschnitte sind 3 Z. l L. 
hoch, und 2 Z. 2 L. breit. 
1441- Anton van der Does fand unter dem Monogramm A VD 
A V D No. 1439 bereits eine Stelle, und daher bemerken wir hier 
   nur, dass man die Namens-Initialen auf einigen Bildnissen 
berühmter Männer des 17. Jahrhunderts finde. Sie sind in der Weise 
des P. Pontius gestochen, und gehören in folgendes Werk: Porzrezten 
der vermaarde marmen etc. Amsterdam 1649. 
1442. Alexander Dallinger von Dalling, Landschafts- und Thier- 
Ä Z maler, geb. zu Wien 1793, gest. 1844. Dieser 
.91- . geistreiche Künstler hinterliess keine grosse An- 
Jg Z W zahl von Gemälden, da er sich viel mit der Re- 
'V-    stauration befasste. In der k. k. Gallerie zu Wien 
ist eine Landschaft mit Viehheerde bezeichnet: Alexander Von Dallinger 
Viene fecü 1831. Daraus erklären sich auch die zweiten Initialen. 
Die Anfangsbuchstaben des Namens findet man aber nur auf Radiruxigen 
des Meisters. Unter diesen ist das Blatt mit der Schaafheerde nach 
P. P0tter's Bild in der Gallerie Esterhazy mit Auszeichnung zu nennen, 
da es eben so schön als selten ist, kl. qu. fol. Dallinger radirte 1817 
auch noch vier andere Blätter mit Kühen auf der Weide, qu. 8. Eine 
Folge von 10 Blättern enthält Köpfe von Kühen und anderen Thieren, 
kl. 4. und 8. Auf mehreren Radirungen des Meisters findet man die 
Initialen des Namens mit den Jahrzahlen 1814 und 1817. In seiner 
frühen Zeit stach er für das Wiener Industrie-Comptoir einige Blätter 
in Aquatinta. Sehr schön ist jenes mit der Flucht in Aegypten, nach 
Elzheimer, kl. fol. 
1443- Jan Adrian van der Drift, Landschaftsmaler, wurde 1808 im 
Haag geboren, und von Schelfhout unterrichtet. Letzterer 
 zählte ihn zu seinen bessten Schülern, so wie van der Drift 
überhaupt zu den vorzüglichsten Meistern der modernen holländischen 
Schule gehört. In seinen Bildern oiienbaret sich ein genaues Studium 
der Natur, und ein feiner Sinn für Farbe. Er malt Landschaften, 
Strandbilder, Ansichten von Städten und Dörfern u. s. w. Die schöne 
Umgebung vom Haag bot ihm reichen Stoff zur malerischen Darstellung. 
Seit 1839 ist van der Drift Mitglied der Akademie in Amsterdam. Auf 
einigen Gemälden desselben findet man das Monogramm, besonders auf 
kleineren Bildern in Oel und Aquarell.
        

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