Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546479
Initialen. 
gestellt war. Die mit Basreliefs gezierten Chorstühle wurden erst im 
16. Jahrhunderte gefertiget. In Landshut lebte um 1520 kein Bildhauer 
von Bedeutung, in München Waren aber zu Anfang des Jahrhunderts, 
und namentlich gegen die Mitte, mehrere tüchtige Maler und Bildhauer 
thätig. Unter letzteren nennen wir den Ulrich Astlinger oder Aesslinger, 
auf welchen sich das Monogramm beziehen könnte.  
72. Anton Tenzel, Maler von Ulm, arbeitete in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts. Er malte Bildnisse und histo- 
rische Darstellungen. Auch Zeichnungen finden sich 
x von ihm. Diese Blätter tragen die Jahrzahlen 1580 
 1590. 
I 
Die Nachkommen dieses Meisters nannten sich Denzel oder Dänzel. 
73 Antoine Bouzonnet Stelle von Lyon soll nach R. de Verloys 
I. p. 241 der Träger dieses Zeichens seyn. Der Sohn 
des Goldschmiedes Antoine Bouzonnet nahm er den Na- 
men seines Oheims Jakob Stella an, und machte sich als 
Historienmaler bekannt. Wir wissen indessen nicht, 0b 
sich das Monograrnm auf Gemälden, Zeichnungen oder Kirpfersticheu 
finde. Der Künstler starb 1682 im 48. Jahre.  
74- Francois Juste Sieurac, Miniaturmaler, wurde 1781 zu Cadix 
von französischen Eltern geboren, und gründete zu Paris 
neben dem berühmten Augustin seinen Ruf. Er malte Bild- 
nisse in Miniatur und Aquarell, und hinterliess auch Litho- 
graphien. Auf mehreren WVerken findet man obiges Mono- 
gramm, welches aus den Buchstaben SF besteht, aber einem 
verschnörkelten A gleicht. Sieurac starb zu Paris um 1840. 
75. Ferdinand Landarer, Maler und Ratlirer, geb. zu Stein in 
Oesterreich 1743, gest. zu Wien als Professor an der 
Ü  k. k. Militär-Akademie 1796. Sein Monogramm möchte 
, man für ein verzogenes A nehmen, besonders das 
erste, von Brulliot I. N0. 9 gegebene Zeichen. Das zweite findet sich 
in FrenzePs Catalog Sternberg II. N0. 2463, in welchem Badirungen 
des Meisters beschrieben sind, deren einige das Zeichen des Künstlers 
tragen. Es handelt sich zunächst um eine Folge von 16 schönen Blät- 
tern mit Charakterköpfen. Auf dem Titel ist die Büste eines Mannes 
mit der Tabakspfeife, und rechts zur Seite steht: Toute sorte de tetes 
qui sont inventees par Mr. Martin Schmidt et ebauchees en cuivre par 
Ferd. Landerer 1769. Leypold exc. 8. Ein Theil der Blätter ist ohne 
Schrift und ohne Monogramm. Landerer radirte auch noch andere 
Blätter nach dem Kremser Schmidt, worunter der Zauberer und der 
Philosoph besonders zu erwähnen sind.  
76- Armand, Schmelzmaler, war in der zweiten Hälfte des 18. 
Jahrhunderts an der Manufaktur in Sevres thätig. Er malte 
naturhistorische Gegenstände, und bediente sich des gege- 
benen Zeichens. 
77. Unbekannt. Dieses Zeichen findet man auf dem Bildnisse 
der Herzogin Anna von Niffen, Gemahlin des Herzogs Stephan 
m mit der Hafte, in J. A. Zimmermanms Series imaginum augustae 
domus Boicae. Monachii 1773, fol. Die Herzogin starb 1380, 
und man darf daher nicht denken, dass das Monogramm auf dem Ori- 
ginal-Bildnisse stehe. Es bezieht sich wahrscheinlich auf einen Copisten 
aus der Zeit Zimmermanifs, wenn nicht das Bildniss den radirten 
Blättern des Jost Amman entnommen ist. Ein altes Bild liegt zu Grunde.
        

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