Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552137
1423. 
595 
III. Mit der Adresse des A. Salamanca und jener des Nicolo van Aelst. 
Die Schattenpartien sind bereits ziemlich ausgedruckt, was sich 
dem geübten Auge merklich macht. 
IV. Mit der Adresse von Salamanca und Giuseppe de Rubeis. Die Platte 
ist retouchirt, u. die Schatten harmoniren nicht mehr mit dem Ganzen. 
10) Elymas durch Paulus mit Blindheit geschlagen, nach RafaePs 
Zeichnung zur Tapete. Oben rechts 1516. A V, das A in gothischer 
Form. H. 9 Z. 6 L. Br. 12 Z. 5 L. Den obigen Titel gibt Bartsch 
N0. 43 dem Blatte, es ist aber die Bekehrung des Sergius vorgestellt. 
In Mitte der Estrade des Tribunal steht: L. Sergivs. Asiae. Procosßhri- 
slizmam FidE. Amplcclitvr. Savli. Predicatione. Vasari erkennt darin 
sonderbarer Weise die wundervolle Heilung eines Blinden, während 
Elymas des Augenlichtes beraubt wird. Der genannte Schriftsteller 
schreibt auch irrig das Blatt dem Marc Anton zu, wenn er nicht die 
schöne anonyme Copie im Sinne hatte, welche an einem Pfeiler folgende 
Inschrift hat: RAPH. VRB. INV. Dieses Blatt trägt kein Künstler- 
zeichen, ist aber so schön als jenes mit A V. Eine gegenseitige, eben- 
falls schöne Oopie hat die Inschrift: RAPHAEL. VRBIN. lNV. AV. 
Agostinds Blatt kommt nicht in gleichen Abdrücken vor. 
I. Mit der Jahrzahl 1516, und vor Salamancah Adresse. 
II. Mit der Jahrzahl 1518, und ohne Adresse. Die Abdrücke dieser 
Art sind noch nicht retouchirt. 
III. Mit Salamancals Adresse und mit der ursprünglichen Jahrzahl 1516. 
In diesem Zustande bemerkt man Retouchen, und die Abdrücke 
gehen meistens in's Grauliche. 
11) Der Apostel und der Franziskaner Mönch. Ersterer steht links 
bei einem grossen Baume mit dem Buche unter dem Arme, und deutet 
nach dem rechts gegen den Grund zu knieenden Minoriten. Rechts 
stehen die Buchstaben A (gothisch) V mit der Jahrzahl 1517. H. 5Z. 
7 L. Br. 4 Z.  Den Titel dieses Blattes schöpfte Bartsch N0. 114. 
Der Apostel ist Paulus aus dem Blatte der Blendung des Elymas, und 
der sogenannte Mönch eine der Figuren, welche ein Wunder erkennen. 
Ein Blatt dieser Art könnte man als Vorstudium zum grossen Stiche 
No. 10 betrachten, welcher aber 1516 erschien. Es ist auch zweifel- 
haft, 0b es von Agostino herrühre, da der Stich nicht so trefflich ist, 
als jener der vollständigen Composition. 
12) St. Dominicus und die Heiligen seines Ordens um den Altar 
versammelt, auf welchem die hl. Jungfrau mit dem Kinde zu sehen ist. 
Ohne Zeichen und Jahrzahl. H. 15 Z. Br. 9 Z.  Bartsch N0. 112 
beschreibt nur die Hauptvorstellung eines grossen Blattes, welches von 
einer Einfassung umgeben ist, die in 17 Abtheilungen Scenen aus dem 
Leben Christi und zwei Apostel vorstellt. Das Ganze ist daher 18 Z. 
hoch, und 12 Z. 9 L. breit. Da diese Gegenstände einzeln vorkommen 
können, so wird ein Verzeichniss derselben an der Stelle seyn. Wir 
beginnen mit der Vorstellung links unten. 
1) St. Petrus, von vorn gesehen, mit den Schlüsseln in der linken 
Hand. Wiederholung des Blattes B. 80, nur erscheint der Heilige in 
einer Nische. H. 3 Z. 1 L. Br. 1 Z. 10 L. 
2) Die Verkündigung Maria. Die hl. Jungfrau liest links im Buche, 
und rechts erscheint der Engel. Links im Grunde steht das Bett, und 
gegen rechts ist ein gothisches Fenster. H. 2 Z. 10 L. Br. 1 Z. 10 L. 
3) Die Heimsuchung. Maria und Elisabeth umarmen sich in Mitte 
des Blattes, und rechts neben dem Gebüsche steht einer der Männer. 
Links im landschaftlichen Grunde sind Häuser. H. 2 Z. 11L. Br. 1Z. 10 L. 
4) Die Geburt Christi. In der Mitte liegt das Kind im Kerbe, und 
dabei sind zwei Engel. Links kniet Maria mit gefalteten Händen, rechts
        

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