Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1552077
1418 
1422. 
589 
Hr. Börner glaubt, dieses Blatt dem Jan van de Velde zuschreiben 
zu müssen. Letzterer wurde um 1598 in Leyden geboren. Seine ra- 
dirten und gestochenen Blätter sind zahlreich. In obigem Blatte scheint 
er den Grafen Goudt zum Vorbilde genommen zu haben. Unter J. V. V. 
kommen wir auf diesen Meister zurück. 
1418- Adrian van Vianen soll nach Heller, Monogn-Lex. S. 41 
der Träger dieses Zeichens seyn. Der genannte Schriftsteller 
 entnahm seine Notiz wohl aus dem Monogrammenbuche von 
 Christ 8.111, welcher auch noch den Beisatz nenne" gibt, mit 
der Bemerkung, dass einige Schriftsteller den van der Venne irrig An- 
dreas nennen. Allein Christ ist höchst wahrscheinlich selbst im Irr- 
thum, indem das Zeichen jenem des Andreas Vaillant ähnelt. Adrian 
van Vianen bediente sich gewöhnlich eines aus den römischen Buch- 
staben gebildeten Monogramms, und wohl nie der Gursiven. 
1419. Andreas Vaillant, Maler und Radirer, wurde 1629 zu Lille 
Aj geboren, und machte sich durch Bildnisse bekannt. Das Zeichen 
findet man nur auf radirten Blättern des Künstlers. Er sta-rb 
zu Berlin 1693. 
1420. Josse van Winghen, oder Andreas Vaillant? Brnlliot I. 
N0. 760 besass eine handschriftliche Notiz des 
0A] y et  Stephan Baron von Stengel, in welcher das ge- 
m lom" gebene Zeichen auf Josse aWinghen erklärt wird, 
aber ohne Angabe, ob dasselbe auf einem Kupferstiche oder einer Zeich- 
nung vorkomme. Baron von Stengel verdient als Kunstfreund alle Be- 
rücksichtigung, und er wird das Monogramm jedenfalls vorgefunden 
haben, wenn man auch zweifeln möchte, ob es dem J. van Winghen 
angehöre. Dieser Künstler bediente sieh gewöhnlich eines anderen 
Zeichens. Brulliot kennt kein Blatt mit dem gegebenen Monogramme 
A V, es müsste aber biblischen oder allegorischen Inhalts seyn, wenn 
die Composition von J. van Winghen herrühren sollte. Letzterer starb 
1603. Ist die Composition von späterem Datum, so dürfte wohl Andreas 
Vaillailt dafür eintreten. Wenn eine Landschaft zum Vorschein kommt, 
so möchte Abraham Verboom zu berücksichtigen seyn. 
1421. August Visoher, Zeichner und Maler, wurde 1826 zu Kön- 
flj Af deringen in Baden geboren, und auf der Akademie in Carls- 
v  ruhe herangebildet, bis er nach München sich begab, um seine 
Studien zu vollenden. Vischer malt historische Darstellungen und Genre- 
bilder, welche einen sehr gediegenen Künstler verrathen. Die gegebenen 
Zeichen findet man auf Holzschnitten in den fliegenden Blättern, einer 
illustrirten humoristischen Zeitschrift, welche bei Braun und Schneider 
zu München erscheint. 
1422. Unbekannt. Im k. Museum zu Neapel wird ein Gemälde 
AV _  der alt-{iorentinischen Schule aufbewahrt, welches 
' MCCLXXÄVL die thronende Madonna mit dem Kinde, von vier 
Heiligen umgeben, zeigt. In einem zweiten Felde ist die Taufe Christi 
und die Kreuzabnehmung vorgestellt, und in den oberen Ecken sieht 
man die Maria und den verkündenden Engel. An der Basis des pracht- 
vollen Thrones der hl. Jungfrau stehen die Buchstaben A. V. mit der 
Jahrzahl 1336. 0b darunter der Künstler zu verstehen sei, bleibt 
dahingestellt. Man könnte auch AVE lesen. Im 14. Jahrhunderte 
deuteten die Maler wohl nur höchst selten ihren Namen durch Initialen 
an. Namensinschriften finden sich aber auf Gemälden, doch hat der 
Zahn der Zeit den grössten Theil dieser Werke verzehrt.
        

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