Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551976
1391 - 1394. 
579 
F. Villamena starb zu Rom 1626 eines plötzlichen Todes. Ma- 
riette besass 360 Blätter von ihm, worunter aber wahrscheinlich Va- 
rietäten, nnd die Abdrücke -von den durch ihn retonchirten Platten 
älterer Meister waren. 
1391. Unbekannter Kupfer-stechen Man findet sein Zeichen auf 
einer in Stahl radirten Copic des Holzschnittes von A. Dürer, 
m B. No.9. Dieses Blatt stellt die Verspottung des Heilandes dar, 
aber von der Gegenseite des Originals, so dass Christus rechts 
unter dem Thore steht. Unten sind Juden und Kriegsknechte, welche 
den Heiland verhöhnen. Rechts auf einem Zettel steht das obige Zeichen, 
und jenes von Dürer fehlt. Neben dem Monogramme des Copisten liest 
man: Eccc homo m"! dicis: die Ecce Deus. cadet ira. 1592. Nulla, Deum 
an hominem, turba necnre potest. H. 7 Z. Br. 4 Z. 10 L. 
Die Platte kam später in die Hände eines Betrügers, welcher die 
Jahrzahl 1592 ausklopfte, und an die Stelle des obigen Monogramms 
jenes des A. Dürer mit der Jahr-zahl 1512 setzte. Hüsgen, Malpe, 
Gori, Huber und Lepel wurden dadurch veranlasst, das Blatt dem 
Dürer selbst zuzuschreiben. Heinecke setzt es unter die Holzschnitte, 
weil nämlich in der kräftig geätzten Darstellung der Formsehnitt nach- 
geahmt ist. 
1392. Agostino Veneziano soll nach Bryan (Biographical and cri- 
jex tical Dictionary II. p. IV.) der 'l'räger dieses Zeichens seyn, der 
genannte Schriftsteller sagt aber nicht, auf welchem Blatte es 
vorkomme. Auch Brulliot konnte keinen Kupferstich mit demselben 
namhaft machen.  
Man tindet es auf dem Titelblatte der „Imagines et Elogia Virorum 
lllustrium et Eruditorum ex antiquis lapidibus et numismatibu: ezpressas 
cum annotationibus ew Bibliotheca [Pulvii Vrsini. Romae, A. Lafreri for- 
mis 1570, fol. Dieses Werk enthält viele Kupferstiche von einem 
Meister der Marc Antoiüschen Schule, sie können aber nicht von Ago- 
stino Veneziano herrühren, da dieser Meister lange vor 1570 starb. 
1393. Andrea Yaccaro, I-Iistorienmalcr, wurde 1598 in Neapel ge- 
boren, und von Girolamo Imparato unterrichtet. Später 
hielt er aber mehr zu Caravaggio, dessen Weise ihm je- 
doch weniger zusagte, als jene des Guido Reni. In Neapel 
findet man viele Werke von seiner Hand, und auch in 
ausländischen Gallerien kommen solche vor. Guarienti spricht auch 
von einem Andrea Vaccari aus Rom oder Genua, und schreibt ihm eine 
Kreuzabnehmung in St. Maria di Loreto zu Lissabon zu; wir glauben 
aber nicht an einen zweiten Meister dieses Namens, da sich Guarienti 
öfters geirrt hat. Das gegebene Zeichen findet man auf Gemälden Vac- 
caro's. Es ähnelt jenem des Andrea del Sarto, der Kenner wird aber 
die Gemälde beider Meister sicher nicht verwechseln. Vaccaro starb 
zu Neapel 1670.  
1394- Andrea del Sarto von Florenz, angeblich der Sohn eines 
Schneiders, Namens Michel Agnolo Vannuchi, 
fand in Vasari einen Biographen, von welchem 
 man eine um so genauere Geschichtserzählung 
MM erwarten sollte, als er Andreafs Schüler war, 
I  und die wichtigsten Arbeiten des Meisters vor 
  Augen hatte; allein wie so häufig, so herrschen 
' ' auch im Leben del Sarto's Irrthümer, und Un- 
genauigkeit in den Zeitbestimmungen. Vasari ist es, welcher irrig 1478 
statt 1488 als das Geburtsjahr des Künstlers bestimmt, worin ihm Bal-
        

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