Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551827
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1333 
1334. 
welche gegen Ende des 16. Jahrhunderts bei Johann Bussemacher in 
Cöln erschien. Mey gab den Martin Schön als Erfinder an, der neuere 
Copist wollte aber die Composition dem A. Dürer beilegen, und be- 
ging daher ein ungeschicktes Falsum. 
1333. Martin Treu, angeblich Knpferstecher von Nürnberg. Die- 
jenigen Kilnstfreuntle, welche mit der Bedeutung dieser 
 m Zeichen nicht bekannt sind, werden die Buchstaben 
, AT darunter vermuthen, besonders unter dem ersten. 
Sie bestehen aber aus MT, und werden nach Christ einem unbekannten 
Martin Treu zugeschrieben. Wir kommen daher unter M T. darauf 
zurück, und bemerken hier nur, dass sich das erste Monogramm, 
welches von jenem bei Bartsch IX. p. 68, X. Tab. des monogr. No. 247 
eben so sehr abweicht, als das zweite, auf einem Blatte mit Goldschmiede- 
Verzierungen ünde. Es enthält Medaillons, Griffe, Schnörkel, Laub- 
werk, Füllhörner u. dgL, Alles auf schwarzem Grunde. Links oben 
auf einer Tafel steht das Zeichen mit der Jshrzahl 540. Dieser Stich 
schliesst sich jenen an, welche Bartsch N0. 39 u. 40 beschreibt. Das 
zweite Monogramm, mit der Jahrzahl 1543, steht auf einem Blatte aus 
der Folge der Hochzeittänzer, B. N0. 24  35. 
1334- Unbekannter Kupfersteoher, welcher um 1525 in Deutsch- 
land thätig war. Bartsch P. gr. VIII. p. 537 kennt 
PTK [Ä von ihm nur zwei Copien nach H. S. Beham, der 
1„ Künstler hat aber auch Blätter von A. Dürer nach- 
 gestochen. Wie viele Copisten, so erreichte auch er 
' das Vorbild nur in geringerem Grade, das Blatt N0. 1 
etwa ausgenommen. Malpe II. No. 56 schreibt das 
vierte Zeichen irrig dem Anton Fantuzzi da Trento zu. 
1) Die saugende Maria, gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. N0. 36. 
Sie sitzt auf der Rasenbank, und halt das Kind im linken Arme, wel- 
chem sie die Brust reicht. Das Haupt umgibt eine Perlenschnur, und 
ist mit dem Schleier bedeckt. Dicht am unteren Rande liegt der Stein 
mit dem dritten Zeichen, da wo sonst I.)ürer's Monogramm ist. Die 
Zahl 155 soll wahrscheinlich 1525 bedeuten, da auch das folgende 
Blatt aus dieser Zeit stammt. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 9 L.  Heller 
kennt diese, und die folgende Copie nicht. Vgl. W. Schorn, Kunst- 
blatt 1830 S. 68. Letzterer beschreibt einen Abdruck, wo zu beiden 
Seiten in der Mitte ein Loch in der Platte sich zeigt. 
2) Die saugende Maria, gegenseitige Copie nach A. Dürer, B. N0. 34. 
Sie sitzt mit dem Schleier auf dem Haupte auf einer Rasenbank, und 
reicht dem Kinde die Brust. Die Bank ist mit einem hölzernen Ge- 
länder umgeben, und in Mitte des Blattes erhebt sich ein Baumstamm, 
woran im Originale ein Tafelchen mit der Jahrzahl 1503 hängt. In 
der Copie ist im Täfelchen 1525, und links in halber Höhe sieht man 
das zweite Zeichen. Rund, Durchmesser 2 Z. 9 L. 
3) [B. No.1.] Zwei Apostel, stehend nach rechts. Der eine hält 
ein Messer, der andere ein Beil. Rechts oben das erste Zeichen mit 
1525. H. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z.,8 L.  Gegenseitige Copie nach H. S. 
Beham, B. N0. 42. 
4) St. Christoph mit dem Jesuskinde, im Wasser nach rechts schrei- 
tend. Er halt mit beiden Händen einen Baumstamm, und unten rechts 
bemerkt man das Zeichen. Copie nach Lucas von Leyden, B. N0. 199. 
H. 3 Z. Br. 1 Z. 1.L. 
5) Eilf nackte Männer mit Schwertern und breiten Säbeln im Kampfe. 
Jener zur Linken vertheidiget sich mit einem Baume, und rechts er- 
fasst ein Mann den anderen beim Fusse. Unten gegen rechts am Steine
        

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