Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551792
AST. 
1324 
1325. 
561 
welche er zum Schnitte unmittelbar auf die Holzplatten ausführte. Eine 
Reihe von grösseren Compositionen enthält die Prachtausgabe der Bibel 
von Dr. M. Luther. Stuttgart und München bei Cotta 1846, gr. 4. 
Dieselben Holzstöcke wurden auch zur Bibelübersetzung des Dr. Allioli 
benutzt. Sie erschien ebenfalls im Cottaischen Verlage, gr. 4. Eine 
Ausgabe der Festlieder von Dr. M. Luther, welche G. Winterfeld 1840 
zur vierten Jubelfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst herausgab, 
enthält 40 verzierte Initialen und ein figurirtes Titelblatt nach Strä- 
huber's Zeichnungen. Auf ähnliche Weise illustrirte er ein Missale, 
welches Bischof Valentin von Regensburg in Druck ausgehen liess. 
Georg Schereids alte und neue Kinderlieder, Trangott Loeschke's Himmel- 
blümchen, verschiedene Bücher zum religiösen Gebrauche, wie eine 
Ausgabe des Thomas aKempis 8m, haben ebenfalls Illustrationen nach 
Zeichnungen dieses Künstlers. In neuester Zeit erschien eine Folge 
von zwölf grossen Holzschnitten mit Darstellungen aus der bayerischen 
Geschichte, welche aus der Anstalt von Schneider und Braun zu München 
hervorgingen. Strähuber lieferte neben anderen Künstlern ebenfalls 
Beiträge dazu. Auf vielen Blättern in den genannten Werken findet 
man das Monogramm des Zeichners. Die gegebenen Zeichen wieder- 
holen sich mit geringen Variationen, sind aber nach Massgabe auch 
kleiner gehalten, und auf Holzschnitten weniger regelmässig gezeichnet. 
Gemälde kommen nur in sehr geringer Anzahl vor, da Strähuber mit 
Aufträgen auf Zeichnungen überhäuft ist. Doch gehören diese Com- 
positionen zu den schönsten Erzeugnissen der neueren deutschen reli- 
giösen Schule. Der Künstler erfasst aber auch andere Aufgaben mit 
gleicher Vollkommenheit. 
1324. Alois Stadler, I-Iistorienmaler, geb. zu Imst in Tyrol 1792, 
gest. zu Sterzing 1841. Anfangs Schüler des bekannten 
Frescomalers Joseph Schopf, machte er seine weiteren Stu- 
dien auf der Akademie in München, wo damals -P.'Langer 
einen weitverbreiteten Ruf genoss. Stadler folgte ebenfalls 
der Richtung desselben, von Welcher er auch in Rom, wo- 
hin sich der Künstler 1'819 begab, nicht weit abkam. 
Weitere Anregung fand er später wieder in München, wo mittlerweile 
P. v. Cornclius eine neue Aera der Kunst erschloss. Stadler blieb in- 
dessen seiner älteren akademischen Manier getreu, wie die zahlreichen 
Altarbilder beweisen, welche man in den Kirchen Tyrols von ihm findet. 
Indessen fehlte es den Werken dieser Art damals nicht an Bewun- 
derern, sie können aber den Massstab der neueren Critik nicht ertragen. 
Auf mehreren Gemälden dieses. tüchtigen Künstlers findet man ein 
Namenszeichen, gewöhnlich in obiger Form. 
1325- Abel Stimmer, der Bruder des Tobias Stimmer von Schaff- 
hausen, brachte die Miniatur- Schmelzmalerei auf 
Q Glas zu einer hoben Stufe der Vollendung. Er 
j  t malte Bildnisse und Wappen, welche das Zeichen 
des Meisters tragen, aber sehr selten geworden 
sind. Bartsch P. gr. IX. p. 559 beschreibt auch 
ym: ein kräftig und geistreich radirtes Blatt von ihm, 
das Bildniss des Lazarus von Schwendi mit alle- 
gorischem Beiwerk, welches unten in der Mitte denabgekürzten Namen 
des Künstlers trägt. Der genannte Schriftsteller lässt ihn jedoch unge- 
deutet, indem er den Abel Stimmer darunter wohl nicht vermuthete. Auch 
hatte Bartsch kein vollständiges Exemplar vor sich. Unter dem Namens- 
zeichen steht eine biographische Nachricht über den kaiserlichen Rath 
L. von Schwendi in 39 deutschen Versen, mit der Adresse: Strassburg
        

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