Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551668
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1285 
1288. 
noch auf anderen Geprägen. Man hielt sie für Arbeiten eines uns un- 
bekannten Aspacher und Stecker, und wollte den A. Schabel aus der 
Geschichte der Stempelschneidekunst streichen. Sein Name steht aber 
auf einer Medaille mit dem Bildnisse des Cardinal Prospero Colonna, 
und der Charitas im Revers. Eine zweite Medaille mit SchabePs Namen 
enthält das Bildniss des Cardinals Giuselßpe Garampio, und denselben 
Revers. Beide Denkmünzen gehören zu den bessten Produktionen aus 
der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 
Wenn auf gleichzeitigen böhmischen Münzen und Medaillen die 
Initialen A. S. vorkommen, so gehören sie dem Medailleur Anton Stehr 
an, welcher um 1767 produeirte. 
1285- A. Stadler, Medailleur, war in der ersten Hälfte des 17. Jahr- 
A S hunderts zu Augsburg thätig, und gehört zu den vorzüglichsten 
 ' Künstlern seiner Zeit. Von ihm ist die schöne ovale Medaille 
mit den Bildnissen und VITappeu der Augsburger Septemviri Hieronymus 
Imhof, Bernhard Rechlinger, H. Walter, G. Peutinger, D. Weiser, 
J. Fugger und Ch. Ilsung. Dieses Schaustück ist mit A. S. bezeichnet, 
und wiegt in Gold 978 Dukaten. 
1286. Adrian van Stalbent, Maler von Antwerpen, wurde 1580 
 geboren, kam 1609 als freier Meister in die St. Lukas- 
A5 k; Gilde, und war von 1618-19 Dekan derselben. Später 
" liess er sich in London nieder, fand daselbst reichen 
Verdienst, und starb endlich im Vaterlande als Greis von 82 Jahren. 
Stalbent malte Landschaften mit Architektur, biblischer und mytholo- 
gischer Staiiage, so wie mit anderen Scenen, und mit Thieren. Die 
Werke seiner früheren Zeit sind unter dem Einflüsse des J. Breughel 
entstanden, in den späteren vereiniget er die Vorzüge der niederlän- 
dischen Meister der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Auf einigen 
Gemälden und Zeichnungen stehen die Initialen AS., seltener findet 
man Werke mit dem zweiten Zeichen. Im Künstler-Lexieon XVII. 
S. 209 haben wir auch ein radirtes Blatt beschrieben, eine Gebirgs- 
Landschaft mit der Ruine einer gothischen Abtei und einer weidenden 
Heerde. Auf diesem sehr seltenen Blatte nenrnt sich der Künstler 
A. v. Stalbant. Es scheint zweierlei Abdrücke zu geben, die einen 
mit dem Beisatzc: fecit in aqua forta, die anderen mit dem richtigen 
Worte fom statt forta. H. 8 Z. Br. 12 Z. 1 L. 
 August Franz Schelver, Genre- und Schlachtenmaler von 
Osnabrück, fand unter AFS. N0. 578 eine 
( ausführliche Stelle, und daher bemerken 
Ä . . wir hier nur, dass sich diegegebenen Ini- 
l tialcn auf lithographirtcn Blättern finden. 
Sie gehören in H. A. Eckerüs Werk über die deutsche Bundesarmee, 
welchem Schelver hülfreich zur Seite stand. Auch auf Zeichnungen 
des Künstlers kommen die Initialen des Namens vor. 
1288. A. Salm, oder van Salm? Diese Initialen gehören einem 
Landschafts- und Marinemaler an, welcher in der ersten 
ÄÄ Hälfte des 17. Jahrhunderts gelebt hat. Wir sahen ein 
' Gemälde mit denselben, worin der Künstler eine Bucht mit 
drei Schiffen und ein naheliegendes Dorf mit F ischerhütten darstellte. 
Im Ganzen erinnert dieses Bild an Willem van de Velde, es weicht 
aber in so ferne von den Werken desselben ab, dass der Künstler auf 
eigenthümliche Weise mit dem Pinsel fast mehr zeichnete als malte. 
Eine derartige Manier ist dem wenig bekannten A. Salm eigen, von 
welchem man einige See- und Hafenansichten mit fern liegenden Dörfern
        

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