Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546426
Initialen. 
49. Unbekannter italienischer Meister, welcher zu Anfang des 
7h 16. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint, und zur Classe der 
Goldschmiede gehören dürfte. An Alessandro Botticelli ist nicht 
zu denken, und auch Altobcllo arbeitete in einer anderen Manier. Der 
Meister A Nr. 14 könnte eher mit ihm in Beziehung stehen. Man 
kennt von diesem Künstler eine gegenseitige Copie des Blattes von 
Peregrini da Cesena oder Cesio, welches Bartsch P. gr. XIII. p. 209 
Nr. 7 beschreibt, und „L'aigle oifert au sacriiice" betitelt. Links steht 
ein nackter Mann mit Helm vor dem Altarc, wo die gegenüber stehende 
Frau dem Adler auf demselben die Libation bringt. Im Originale steht 
unten in der Mitte der Buchstabe P, die Copie ist mit A bezeichnet. 
H. 278 Z. Br. 2 Z. Das Original ist kleiner. 
Bei der Auktion des Cabiuet Sykes erwarb W. Y. Ottley diese 
seltene Copie für 1 L. i Sh. 
5a. Christoph Amberger, Maler, einer der rühmlichsten Nach- 
MDXVII. folger des Hans Holbein, iindct unter CA. einen ausführlichen 
A Artikel, und daher bemerken wir hier nur, dass man auf alten 
. Zeichnungen den Buchstaben A auf ihn deute. Sie stellen 
Bildnisse vor, und sind mit Farben lavirt. Amberger stand als Porträt- 
maler in hoher Achtung, und die Zeichnungen mögen daher als Jugend- 
arbeiten des Künstlers gelten. 
Unter Nr. 47 haben wir aber auch auf die Meister der Familie 
Abt aufmerksam gemacht, welche in dem Falle Berücksichtigung ver- 
dienen, als die erwähnten Zeichnungen nicht für Ch. Amberger stimmen. 
51. Unbekannt. ß Das erste dieser Zeichen erklärte Christ S. 63 
auf Michel Angele Anselmi von Siena, und andere 
5T  wollten darunter einen Maler Anton Helm erkennen. 
l Allein beides ist unrichtig; denn Anselmi kann 
A a  nicht der Verfertiger des Blattes seyn, auf welchem 
das Monogramm vorkommt, da dieses die Jahrzahl 
1590 trägt, während Anselmils Blüthezeit um 1545 
.4 m fallt. Ein A. Helm ist in der Kunstgeschichte 
unbekannt, so wie auch das Zeichen nicht in der 
Form vorkommt, wie Christ, und nach ihm Heller 
es gibt. Brulliot II. Nr. 2799 zeichnete daher den Helm richtiger, doch 
weicht auch dieser von jenem ab, welchen Frenzel im Oatalog Sternberg III. 
Nr. 827 in Abbildung beifügt, und den wir in Parenthese geben. Der 
Helm (le Hauberg) müsste nun den Familiennamen des Künstlers andeuten, 
und somit wäre das fragliche Zeichen höchst wahrscheinlich jenes des 
Malers und Kupferstechers AbrahamHogenberg von Antwerpen, welcher 
sich später in Cöln niederliess. Das Blatt mit dem gegebenen Zeichen 
stellt den Herkules im Zelte sitzend dar, und Omphale steht vor ihm. 
An den Helm schliesst sich das Wort Fecit mit der Jahrzahl 1590 und 
der Adresse: Caimox exc. fol. Die Composition ist von B. Spranger. 
WVenn aber A. Hogenberg dieses Blatt 1590 gestochen hat, so muss er 
ein sehr hohes Alter erreicht haben; denn der Künstler lebte noch 1653. 
Vgl. Merlo, Nachrichten von Cölnischen Künstlern, S. 185. 
52. Unbekannter italienischer Goldschmied, welcher gegen Ende 
x H des 15. Jahrhunderts thatig war, und vielleicht mit dem 
 'a 1' hiiister ANIZäÄ- otder49 in Bfzziehuiigsteht. llilan findet von 
g  i eine in up er gestociene alegorisc c Darstellun 
m! auf den ewigen Frieden nach dem Siege. Rechts stehä 
eine weibliche Figur mit langen Haaren und seltsamem 
Kopfputz neben zwei Altären. Sie löscht mit einer Vase das Feuer auf 
dem einen derselben, und schürt die Flamme, welche aus der Pfanne
        

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