Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551509
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1241. 
Früchte 8m. gemalt haben soll. Das zweite Zeichen steht auf einem 
Gemälde der Hausmanmschen Sammlung zu Hannover, welches eben- 
falls die Madonna mit dem Kinde in einem Blumenkranze zeigt. Der 
Gatalog der Gallerie bemerkt, dass die hl. Jungfrau von einem Schüler 
des A. van Dyck gemalt sei, die Blumenkrone wird aber dem P. Breughel 
zugeschrieben, da auch dessen Zeichen angebracht ist. Aus der ziem- 
liehen Aehixlichkeit des Monogramms mit dem ersten Zeichen möchte 
Brulliot ebenfalls auf die A. M. Schurman schliessen, die Malweise des 
Bildes aber, und die Analogie des Zeichens mit jenem des Anton Sal- 
laert stimmen den genannten Schriftsteller jedoch mehr für den letz- 
teren Künstler. 
Nach diesen Angaben schwankt also die Meinung zwischen Schur- 
man und Sallaert. Dass A. M. Schurman schöne Bilder gemalt habe, 
bestätigen ihre Zeitgenossen, allein nur wenige Leistungen derselben 
sind mit Sicherheit zu bestimmen, was namentlich mit den Bildern der 
Madonna in Blumenkranzen der Fall ist. Keines kann man der Schur- 
man mit Sicherheit beilegen. Unter dem Monogramme AMS. N0. 985 
haben wir auf ein Bildniss aufmerksam gemacht, welches von ihr her- 
rühren dürfte. Es zeigt aber eine gewisse Ilärte in den Umrissen, und 
eine weniger geübte Hand, als man sie bei Anton Sallaert, dem Schüler 
des Rubens vermuthen muss. Auch kann P. Breughel nie einen Kranz 
um Schurmaws Madonna gemalt haben, und die Künstlerin wäre einer 
solchen Hülfe auch nicht bedürftig gewesen, da man sie selbst als 
Blumenmalerin rühmt. Für Anton Sallaert sprechen die Gemälde mit 
den gegebenen Zeichen entschiedener, da er der Zeitgenosse und Freund 
des grossen Rubens war. Mit ihm könnte aber nur der jüngere Peter 
Breughel in Berührung gekommen seyn, der sogenannte Höllen-Breilghel. 
welcher wohl keine Blumen malte. Der sogenannte Blumen-Breughel 
heisst Ambrosius, war viel jünger als Sallaert, und bediente sich keines 
Zeichens P. B. Wenn daher auf dem Hausmannlschen Gemälde ein 
solches wirklich vorkommt und acht ist, so könnte es jenem unbekann- 
ten Blumenmaler aus IIanan angehören, welcher seinen Namen unter 
dem Monogramme PB, oder PNB andeutete. Das Zeichen begleiten die 
Jahrzahlen von 1615-1631. In dieser Periode war Sallaert ebenfalls 
thätig, Niemand aber sagt uns, dass der Monogrammist PB. ein Stadt- 
genosse des A. Sallaert war. Es bleibt also auch zweifelhaft, ob die 
Madonnenbilder dem letzteren angehören. Im Museum zu Brüssel sind 
Sallaerüs Gemälde bis auf eines nicht religiösen Inhalts, und man kann 
ihn nur da als Maler kennen lernen. Wir haben diese Bilder im vor- 
hergehenden Artikel namhaft gemacht, und enthalten uns daher der 
weiteren Anzeige.  
Wenn nun die Bilder der Madonna in Blumeukränzen weder von 
Anna Maria Schurman, noch von Anton Sallaert herrühren, so sind 
sie doch sicher Erzeugnisse eines holländischen Meisters aus der ersten 
Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der Annahme, dass sie von Sallaert 
gemalt seien, wollen wir indessen nicht entgegen treten, nur kann 
das Zeichen PB. auf dem einen derselben nicht jenes des Peter 
Breughel seyn. 
1241. Anton Schäfer, Bildhauer und Lehrer an der k. Gewerb- 
schule in Bamberg, machte seine Studien an der Akademie in 
Ä München, und fand 1834 seine Anstellung. Er fertigte Figuren 
für den neuen Altar des Domes in Bamberg, und bezeichnete 
dieselben mit der Jahrzahl 1834 und dem gegebenen Monogramme, 
welches wohl auch an anderen Sculpturen vorkommen wird.
        

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