Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551498
1240. 
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manier gehaltenen vier Blätter mit den Brustbildern der Evangelisten 
sind ebenfalls ohne Zeichen des Formschneiders. Der Holzschnitt mit 
St. Marcus hat das zweite Zeichen. Jenes mit St. Lucas tragt ein klei- 
neres Zeichen, und die beiden anderen Blätter sind mit AS. versehen. 
Analog im Technischen den ltadirungen des Meisters sind einige Blätter 
in dem äusserst seltenen Catechismus des Pater Jodocus Andries, unter 
dem Titel: Necccssaria ad Salutezn scientia   per icones quinqua- 
ginta duas repraesentala. Anwerpiae typis Cornelii Woons MDXLIV, 12. 
Die meisten Blätter sind indessen von J. C11. Jegher, theils auch nach 
Zeichnungen von A. van Diepenbecke und E. Quellinus. Im Jahre 1655 
veranstaltete C. Woons auch eine Ausgabe mit deutschem Teyt: Noth- 
wendige Wissenschaft zur Seeligkeit   In zwei und fünzig Figuren 
fürgehalten etc. Die Auflage scheint nicht gross gewesen zu seyn, da 
der deutsche Catechismus noch seltener, als der lateinische ist. Vier- 
zig andere kleine Holzschnitte mit den kleineren Zeichen Sallaertls und 
jenem des J. C. Jegher (ICI), Scenen aus dem Leben der Maria und 
des Heilandes enthaltend, sind in dem seltenen Gebetbuche des J. An- 
dries: Perpetua crux: sive passio Jesu Christi a puncto incarnationis ad 
extrem-um vitae   Antverpiae lypis C. Woorzs 1649. 12. Besonders 
malerisch behandelt ist das Blatt mit dem Heilande, welcher von Pilatus 
weggeführt wird. Es trägt nur das Zeichen Sallaerüs. Dieselben Blätter 
ündet man auch in einem zweiten Gebetbuche von Andries: Altem per- 
petua crum Jesu Christi  Antverpiae, C. Woons 1649, 12. Diese Gebet- 
bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Altera Crux 
erschien schon 1650 zu Cöln bei Constantin Miinich mit 40 Copien in 
Kupferstich. Der Nachdrueker nahm sogar ein kaiserliches Privilegium. 
Stiche und Holzschnitte nach Zeichnungen von Sallaert findet man auch 
in folgendem Werke: Corona sacratissimorum Jesu Christi vulnerunt 
XXXV- illustrata per G. Guil. de Wael a Vronesteyn. Antverpiae 1649, 8. 
Einige Holzschnitte sind von J. C.Jegher. Das Lamm Christi und der 
Schmerzensmann haben Sallaerfs Zeichen. Dann findet man auch ein- 
zelne Blätter mit dem Monogramme. Das bedeutendste ist jenes mit 
dem gekreuzigten Heilande, wahrscheinlich für ein Missale bestimmt. 
Auf diesem schönen Holzschnitte findet man das Monogramm mit dem 
Namen des bisher unbekannten Formschneiders Ch. Cool. H. 13 Z. 8 L. 
Br. 8 Z. 9 L. Die Arbeit gleicht jener des Ch. Jegher, und somit 
könnte Ch. Cool ein Schüler desselben gewesen seyn. Die holländischen 
Schriftsteller erwähnen seiner nicht. Immerzeel kennt nur einen Kupfer- 
stecher Peter Cool, welcher um 1690 die Kreuztragung nach M. de 
Vos gestochen hat.  
In Brulliofs Catalog Aretin I. N0. 884 wird dem A. Sallaert irrig 
der Todtentanz zugeschrieben, welcher 1555 bei den Erben des Arnold 
Birkmann in Cöln erschien. Wir haben im Künstler-Lexicon darauf 
aufmerksam gemacht, aber nicht angegeben, dass diese Imagines mortis 
von jenem Monogrammisten- herrühren, welcher Antonius Sylvius ge- 
nannt wird, und dessen Zeichen N0. 80 vorkommt. An der betreffenden 
Stelle ist auchdie Ausgabe des Todtentanzes näher bezeichnet.  Ver- 
gleiche auch den folgenden Artikel. 
124D. Anton Sallaart, oder Anna Maria Schurman? Diese beiden 
Zeichen gibt Brulliot I. N0. 709 und App. I. N0. 100. 
Das erste fand er auf einem Gemälde, welches die hl. 
ß Jungfrau in einem Blumenkranze vorstellt, diese in der 
I Weise der Rubenslschen Schule, den Kranz in BreughePs 
Manier gemalt. Brulliot glaubt, dass das Bild der berühmten Anna 
Maria Schurman angehören dürfte, da sie Heilige, Bildnisse, Blumen,
        

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