Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551483
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seine Aufgabe auf die sinnigste Weise gelöst. Sein Werk sind die 
acht bunten Arabeskenstreifen auf schwarzem Grunde zwischen den 
heiteren und meisterhaften Landschaften Preller's. Die Cartons sind 
im Kunstblatt 1839 N0. 87 und 1840 N0. 27 von A. von Sternberg be- 
schrieben, und daher bemerken wir nur kurz, dass Simon die Geschichte 
von Wieland's Oberon und Titania, und die Folgen ihres Zwistes für 
die Liebenden angedeutet habe. Diese Bilder bezeichnete der Künstler 
mit dem grösseren Monogramme, variirte aber auf den einzelnen Ma- 
lereien etwas in der Form, obgleich immer die Buchstaben AS mass- 
gebend sind. Man findet aber auch andere Gemälde und Zeichnungen, 
auf welchen der Künstler seinen Namen durch ein Monogramm andeu- 
tete. Vielfachen Stoff gab ihm der Sagenkreis der Wartburg, auf welcher 
Simon längere Zeit thätig war. Die genannten Arabeskenbilder aus 
dem Oberen sind von E. Eichens, Gonzenbach, Seidel und Teichel in 
vier Blättern gestochen, so dass sich auch auf diesen Blättern das 
Monogramm wiederholt. Sie erschienen unter folgendem Titel: Oberen 
von Wieland. Eine freie Illustration in Bildern und Arabesken von Ale- 
xander Simon  Nebst deutscher und französischer Erläuterung. 
Berlin (1846), gr. roy. fol. 
1239. Anton Sallaert, Maler, Radirer und Formschneider, wurde 
um 1575 zu Brüssel geboren, und gehört zu den 
CT Cool fruchtbarsten Künstlern seiner Zeit. Der vertraute 
l Ä Freund des P. P. Rubens, folgte er der von die- 
  sem bezeichneten Richtung, ist, aber weniger durch 
' Gemälde, als durch die vielen nach seinen Zeich- 
A ß Ä Ä nungen gefertigten Holzschnitte bekannt. Die im 
' ' ' Museum zu Brüssel vorhandenen Gemälde erwei- 
sen ihn aber auch als tüchtigen Maler. Da sieht man von ihm eine 
allegorische Darstellung des Leidens Christi, eine in Brüssel gehaltene 
Prozession, den Aufzug der Gilden auf dem grosscn Platze daselbst, 
und ein Armbrustsehiessen von 1620. Einige Schriftsteller nehmen 1632 
als sein Todesjahr an, allein der Künstler war noch kurz vor 1649 thätig. 
Die gegebenen Monogrammen kommen gewöhnlich auf Holzschnitten 
vor, wir fanden aber auch Zeichnungen mit einer ähnlichen Signatur. 
Auf die erwähnten Gemälde macht Immcrzeel (De levens m werken. der 
holt. an vlaam. Schilden III. p. 52) aufmerksam, gibt aber nicht an, 0b 
sich ein Monogramm, oder die Initialen A. S. darauf beünden. Hin- 
sichtlich der Namenszeichen ging dieser Schriftsteller nicht weiter als 
Brulliot, so wie er überhaupt mit Sallaert sehr kurz verfuhr. Da es hier 
vornehmlich um Holzschnitte sich handelt, so bemerken wir zunächst, 
dass man gewöhnlich dem Sallaert nur die Zeichnungen zu denselben 
zuschreibt, ihn aber von der Ausführung auf Holz ausschliesst. Allein 
ein Theil der Blätter ist sicher von ihm selbst geschnitten, da. kein 
anderer Formschneider so sehr die zeichnende Hand verräth, als diess 
in einigen Schnitten der Fall ist. Technisch vollendeter sind allerdings 
die Blätter des J. Ch. Jegher, und des C. Cool, eines bisher nicht ge- 
nannten Meisters. Ob auf irgend einem Blatte auch das Schneidmesser- 
ehen mit einem der gegebenen Monogrammen des A. Sallaert vorkomme, 
wissen wir zur Zeit nicht, man findet aber einen Holzschnitt mit einem 
abweichenden Zeichen und dem Messer (N0. 1237), welcher wahrschein- 
lich von Sallaert herrühret, so dass über seine Ausübung der Form- 
schneidekunst kaum ein begründeter Zweifel herrschen kann. Die be- 
sonders malerischen Holzschnitte tragen zuweilen das Zeichen Sallaerüs 
allein, während auf den meisten anderen Blättern auch jenes des Form- 
schneiders ICI. (J. C. Jegher) sich befindet. Die ganz in Zeichnungs-
        

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