Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551465
528 
1233 
1236. 
Lexicon deren 231 verzeichnet. Obiges Zeichen legt aber Brulliot I. 
N0. 703 einem unbekannten Meister bei. Man findet es auf einem Blatte, 
welches eine unter einem Zelte schlafende Nymphe vorstellt, neben 
welcher ein Liebesgott steht. Links bemerkt man einen Satyr mit dem 
Bocke im Begriffe, den Schleier der Nymphe zu lüften. Unten ist 
der Name des Malers: Christoph Schwanz Inuent, und das Mono- 
gramm folgt. Es wird irrig auf Adam Ghisi gedeutet. H. 3 Z. 3 L. 
Br. 4 Z. 10 L. 
Aegidius Sadeler stach auch andere mythologische Darstellungen 
nach Ch. Schwarz. 
1233. August Schleich, Zeichner und Maler, wurde 1814 zu Mün- 
chen geboren, und mit einem Talente begabt, wel- 
ches zu eminenten Leistungen berechtigte. Schleich 
zeichnet sich in Auffassung der thierischen Natur 
1 aus, hatte aber nicht die nöthige Geduld, in der 
8 k Q Oelmalerei jene Vollkommenheit zu erlangen, welche 
l seinen Zeichnungen eigen ist. Ausser den von ihm 
selbst lithographirten Blättern findet man daher von ihm nur Zeich- 
nungen in Aquarell, selten Bilder in Oel. In den letzteren Jahren fer- 
tigte er eine grosse Anzahl von Zeichnungen, welche mittelst des Bauches 
ausgeführt sind, und worin sich eine merkwürdige Sicherheit in Dar- 
stellung von Thieren offenbaret. Mehrere dieser Rauchbilder sind auch 
mit Farben gehöht, und mit Firniss überzogen, und somit nicht von 
vorübergehender Dauer. 
Obige Zeichen findet man auf lithographirten Jagdstücken, welche 
1844 in zwei Heften erschienen, gr. qu. fol. Die Folge besteht aus 
12 Blättern in Tondruck. 
1234- Abel Stimmer? Dieses Zeichen legt Brulliot I. N0. 571 
einem unbekannten Meister bei, unter welchem wir den 
w Maler und Kupferstecher Abel Stimmer erkennen möchten, 
obgleich dieser Meister gewöhnlich mit dem Monogramme 
AS: signirte. Man findet das gegebene Namenszeichen auf einem Kupfer- 
stiche, welcher Venus und Amor vorstellt. Erstere liegt nackt am Fusse 
einer Baumgruppe, welche rechts bis in den oberen Rand der Platte 
reicht. Links schläft Amor auf seinem Köcher, und ailf den Bergen 
zeigen sich Häiuser und Ruinen. Rechts unten im Bilde steht das 
Zeichen, und im Rande liest man: Vmus vnd ir Kind. sind alle baide 
blind 1592. H. 3 Z. l L. Br. 4 Z. 1 L. 
1235. Unbekannter französischer Kupferstecher, welcher im 17. 
Jahrhunderte lebte. Wir fanden das Zeichen desselben auf 
dem Titelblatte zu A. Gerebrandus Psalmi Davidis. Lugduni, 
Ä Horat. Cardon, 8. Links des Blattes ist David, rechts St. Cä- 
cilia dargestellt. Das Zeichen steht rechts unten. 
1236. Antlm Schleioh, Landschaftsmaler, wurde 1809 zu München 
geboren, und an der Akademie daselbst herangebildet. Einige 
A Bilder aus seiner früheren Zeit, welche mit diesem Zeichen, 
und der Jahrzahl 1830 ff. versehen sind, verdienen Beach- 
tung, da der Künstler nicht ohne Talent war. Später wurde er aber 
von seinen Namensgenossen überboten. Man darf ihn daher nicht mit 
dem Landschafts- und Thiermaler August Schleieh verwechseln, dessen 
Zleichen wir N0. 1233 gegeben haben. Unser Künstler starb zu Mün- 
c ien 1851.
        

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