Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551449
526 
1226 
1229. 
Es gibt indessen noch eine andere Folge der Propheten in 24 Blat- 
tern, welche Bartsch XIII. p. 168 als Copien nach dem ersten Stande 
des B. Baldini angibt, und sie dem Sandro Botticelli zuschreibt. H. 
6 Z. 6 L. Br. 3 Z. 11 L. Auch diese Platten wurden später aufge- 
stochen, sie tragen aber das gegebene Zeichen nicht. 
1226- Anton Schöpfer? Dieses Zeichen deutet einen Maler an, 
1 welcher in den ersten Deeennien des 17. Jahrhunderts in 
Deutschland lebte. Man findet es auf einem ziemlich gut 
radirten Blatte mit der Marter des hl. Sebastian. Der 
Heilige steht in der Mitte an einem grossen Baume mit nach dem 
Himmel gerichteten Blicke, und oben zeigen sich zwei Engel und vier Che- 
rubim in Wolken. Unten links bindet ein Soldat dem Heiligen die 
Füsse an den Baum, und hinter ihm stehen andere Krieger, wovon 
einer die Standarte trägt. Unten neben dem grossen Schilde mit dem 
Medusenhaupte steht das Zeichen. Das Blatt ist oben abgerundet. H. 
8Z.9L. Br.4Z.9L. 
Ein Gemälde mit dieser, oder einer ähnlichen Darstellung war in 
der St. Sebastians-Kirche auf dem Anger zu München. Es wurde dem 
älteren Anton Schöpfer, einem Schüler des Christoph Schwarz, zuge- 
schrieben. Vielleicht bezieht sich das Monogramm auf diesen Künstler. 
Es scheint nicht aus den Buchstaben AST zusammengesetzt zu seyn, 
wie Brulliot I. N0. 726 glaubt. Das Monogramm ist genau nach dem 
Originale. 
1227. August oder Anton Schleich. Dieses Zeichen steht auf einem 
geistreich mit der Feder auf Stein gezeichneten Blatte, 
E1859 W- welches den aufwärts gerichteten Kopf eines Hühner- 
hundes vorstellt. Der Verfertiger ist wahrscheinlich August 
Schleich von München, welcher im Fache der Thierzeichnung Vorzüg- 
liches leistet. H.  Z. Br. 4 Z. 
In München lebte auch ein Maler Namens Anton Schleich, welcher 
sich durch Landschaften und Thierbilder bekannt machte. Er starb 1851. 
 Ueber August Schleich handeln wir unter N0. 1233 ausführlich. 
1228. Ambros Schaffner? Dieses Monogramm fanden wir auf einer 
mit der Feder und in Bister ausgeführten Zeichnung, welche 
einen vor der Madonna betenden Ritter vorstellt. Sie offenbaret 
Ä einen geübten Künstler, dessen Weise an H. Burgkmaifs 
Richtung erinnert. Unter dem links unten stehenden Zeichen 
steht von alter Hand der Name Schaffner aufgeschrieben. Ein Maler 
Ambros Schaffner lebte in Ulm. Weyermann fand in einem Documente 
von 1559 A. Schaffnerls seeLKinderpfleger genannt. Im Lexicon haben 
wir auch auf einen alten Maler Schaffner aufmerksam gemacht, welcher 
von 1520 an zu München t-hätig war. Er kommt in einem Zunftzettel 
vor, aber ohne Titllfllamßl). Martin Schaffner kann es nicht seyn, da 
dieser von 1508-1539 Bürger in Ulm war. ltlöglicher Weise könnte 
er auch mit irgend einem der hier erwithnten Monogrammisten Eine 
Person seyn, nur nicht mit jenem von 1540. 
1229. Alexander Baron von Schönberg, Kunstliebhaber, geb. zu 
Dresden 1792, genoss in Leipzig den Unterricht des 
Malers H. V. Schnorr, und ging dann zur weiteren 
Ausbildung nach Italien. In Rom schloss er sich an 
I Carl Reinhard an, da er mit Vorliebe die Landschafts- 
Malerei pflegte. Später fand er zu München an Peter Hess einen 
Lehrer, und durch diese günstigen Umstände sah er sich in den Stand 
gesetzt, sehr lobenswerthe Bilder zu malen. Sie bestehen in Land-
        

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