Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551292
1177- 
1179. 
511 
Ausgabe von 1660 die Rede seyn, da. Heinrich IV. 1610 starb. Dem 
genannten Schriftsteller war der Stecher unbekannt. 
1177- Alfonso Ruspagiariz Dieses Zeichen deutet einen Medailleur 
jR an, welcher im 16. Jahrhunderte in Italien thätig war. Man ver- 
 dankt ihm das Bildniss des Asdrubale Bambasi, ein Werk in 
Bronze von schöner Vollendung. Der Medaillen hat keinen verzierten 
Revers, auf der Vorderseite nur einfach das geharnischte Brustbild mit 
(llemäiameaäiid Am Arme ist das Zeichen des llledailleurs. Abgebildet 
ei ause i 34. 
Der Verfertiver ist vielleicht Alfonso Ruspagiari welchem wir muth- 
masslich auch eihe Medaille mit einem weiblichen Bdldnisse zugeschrie- 
ben haben, da sie mit den Buchstaben AR. bezeichnet ist. Vgl. N0. 1195. 
1178. A. Rolllliere, Formschneider, war um 1650 in Paris thätig. 
ß In folgendem Werke sind Vignetten mit seinem Zeichen: Tableaua: 
du lemple des Illuses, tircz du cabinet de feu Mr. Favareau pur M. 
de Marolles  Paris 1655, fol. 
1179. August Biedel. Maler, wurde 1800 zu Baireuth geboren, 
und begann seine künstlerische Laufbahn auf der 
Akademie in München. Damals stand Peter von 
Langer am Ruder, und es wurde vorzugsweise der 
l historischen und kirchlichen Richtung gehuldiget. 
Dcsswegen gehören auch Riedelis früheste Bilder 
derselben an, sie tragen aber so wenig das Gepräge der Schule, dass 
sich der Künstler nach seiner 1823 erfolgten Ankunft: in Rom desselben 
sehr bald gänzlich entäusserte. Statt Langefschen Heiligen und Ma- 
dounen malte er jetzt schöne Frauen in der malerischen Tracht Ita- 
liens, und andere Sceueu aus dem Leben des Volkes jenes Landes, 
welches der Künstler noch immer als seine Heimath betrachtet. Wir 
haben im Künstler-Lexicon XIII. S. 151 ff. eine Anzahl seiner reizenden 
Schöpfungen namhaft gemacht, und einige Lithographien nach solchen 
aufgezählt. Die Zahl seiner Werke hat sich aber seit dem Erscheinen 
des betreffenden Bandes des Lexicons (1843) bedeutend vermehrt, und 
Riedel hat während dieser Zeit mehrere Triumphe gefeiert, da seine 
Bilder unübertrefflich in Kraft, Klarheit und Harmonie der Farbe, und 
von vollendeter Durchführung sind. Bewunderung erregte seine Sakun- 
tala, jetzt in der Gallerie des Baron von Lotzbeck zu Weyhern bei 
Augsburg, welche durch den grossen Stich F. Wagner's in weitem Kreise 
bekannt ist. Leider kann das treffiiche Blatt nicht jene Farbenpracht 
bieten, welche dem Gemälde einen wunderbaren Reiz verleiht. Von 
fast gleicher Schönheit ist auch die Victoria aus Albano, welche König 
Ludwig in der neuen Pinakothek zu München zur Anschauung gab, 
wo sich jetzt auch die Judith befindet. Beide Meisterwerke sind durch 
Lithographien bekannt, als Bestandtheile der Sammlung lithographirter 
Abbildungen der vorzüglichsteu Gemälde neuerer Meister aus der Privat- 
Gallerie des Königs Ludwig I. Die Albaneserin kam 1845 dazu. Eine 
der lieblichsten Erscheinungen ist auch das badende Mädchen, welches 
seit 1845 durch das grosse Schabkunstblatt von C. Allais bekannt ist. 
Riedel hat zu. wiederholten Malen Gelegenheit gefunden, weibliche 
Schönheiten in puris naturalibus zu malen. Ein anderes treffliches Bild 
ist jenes der Neapolitauerin am Meeresstrande, welches G. Mittag 1845 
für den schlesischen Kunstverein in gr. qu. fol. lithographirte. Das Bild 
der Neapolitanerin im Besitze des Herrn Brentano-Laroche wurde schon 
1836 von II. Sagert für den Frankfurter Kunstverein in Aquatinta ge- 
stochen. Derselbe Verein bestimmte 1848 auch den Mezz0tint0- Stich
        

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