Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551187
500 
APM  
PAP. 
11474 
1149. 
Sollte das Monogramm auf landschaftlichen Radirungen und Ge- 
mälden vorkommen, so ist es dem Philipp Augustin Immenraet zu vin- 
diciren. Wir werden über diesen Meister unter  ausführlich handeln. 
 AIIdTOßS Paul Multz, Maler und Kupferstecher von Ober- 
Ä? M  schönfeld, war um 1650-1680 in Nürnberg thätig. 
 ja; Sein früher unbekannter Geburtsort geht aus der 
Aufschrift des Blattes mit dem Bildnisse des Herzogs Friedrich Albrecht 
von Braunschweig von 1679 hervor. Der Künstler zeichnete unter der 
Dcdication: P. Multz von Oberschoenfcld. fol. In früheren Werken über 
Knpferstecher wird der Künstler kurz A P., oder P. Multz genannt. 
Seinen vollen Taufuamen enthält aber ein aus zwei gr. qu. fol. Bogen 
zusammengesetzter, dem Kaiser Leopold I. gewidmeter Wandkalender 
in Schabmanier. Unter der Dedication steht: Jac. Bernhart et Andr. 
Paul Multzij fratrcs Noriberg. ille invenit, hie delin. et fecit. Bernhart 
Multz war uns früher unbekannt. 
A. P. Multz hinterliess eine bedeutende Anzahl von Bildnissen in 
schwarzer Manier, welche zu den frühen Produkten dieser Kunst ge- 
hören, und als solche grosse Beachtung verdienen. Auf mehreren Blüt- 
tern stehen obige Zeichen, wie auf jenen mit den Bildnissen des Ste- 
phan Behaim, Friedrich Behaim dzc. Auf anderen Bildnissen, und den 
meisten, ist der Geschlechtsname ausgeschrieben, aber in Verbindung 
mit dem Monogramme. Im Künstler-Lexicon X. S. 30 sind Blätter 
dieses Meisters verzeichnet. 
Die ersten Birchstabexi in derselben Verbindung, etwas kleiner und 
mit beigefügtcm d. findet man auch auf einem Kupferstiche, welcher 
vermuthlich einem anderen Künstler angehöret. Das Blatt stellt die 
hl. Maria mit dem Kinde in einem ovalen Rosenkrauze vor. lhr zur Seite 
rechts sitzt Gott Vater, und der hl. Geist als Taube fliegt von der linken 
Seite auf sie herab, einen Ring im Schnabel bringend. Engel kuieen 
anbetend ringsum in den Wolken. Die Gruppe schwebt über einem 
Garten, in welchem rechts vorn Leute in Anbetung kuieen. Diess ist 
das Titelblatt zu J. M. Fuchs von Herrnau "höchst nutzliclzer Marianisclzer 
Lust- oder Historien-Garlen. Sulzbach 16.97, 4. Die Fortsetzung gibt 
der folgende Artikel.  
 Andreas Paul Multz, Maler und Kupferstecher, fand unter 
AP dem vorhergehenden Monograxnixie bereits eine 
Mlö-Tf Stelle, und daher erwähnen WlI' hier nur, dass 
auch die Initialen auf einigen Schnbhlättern des Künstlers vorkom- 
men. Dass sie zu den seltenen Erstlingen dieser Kunst gehören, 
ist bemerkt. Folgende Blätter sind im Künstler-Lexicon nicht auf- 
gezählt. 
1) Rudolphus Buchner, in Profil mit dem Buche. P. Juvenell pinmit. 
A. P.1ll.fe. 1675. H. 10 Z. 3 L. B1". 7 Z. 2 L. 
2) Jodocus Wilhelm Ebner, in ovaler Einfassung. A.P. M. ad vi- 
vum del. et fe. 8. 
3) Johann Leonhard Heil d. A. Sizend in halber Figur 1675, fol. 
1149. Alessandro Gircignano, genannt Pommeranzio, lieferte viele 
A P d! Zeichnungen, welche von J. Troschel, _C. David, Fr. 
 0"" c  Greuter 8m. gestochen wurden. Auf diesen Blattern 
A. PomaJn. steht der abgekürztekName des lgünsltlers,lerveliehei' wiohl 
selten vollständi vor ommt. u an eren up erstic 1011 
A' Pomen nach Zeichnungän des Alessandro Circignano steht Ant. 
Pom., oder Pomm. wie oben N0. 1075 angegeben ist.
        

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