Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1551177
APF  
 APJ. 
1143! 
1146. 
499 
anbetet. Gegenüber hält ein Engel Sehweisstuch und Krone, und über 
der Gruppe schweben Engel mit den Leidenswerkzeugen. Auf einer 
Tafel oben liest man: Tuam ipsius animam gladius pertransivit. Unten 
zu den Füssen des Kindes steht auf einem kleinen Steine APENI. 
Dieses schöne und grosse Gemälde ist wohl nicht von Benvenuto 
Garofalo, da das Wort APENI an einer Stelle steht, welche sich der 
Maler füglich auswählen konnte. Selbst in dem Falle, dass vielleicht 
der Buchstabe P undeutlich wäre, und B stehen müsste, kann man 
nicht "Benvenuto" herauslesen, da der Buchstabe A nicht auf Garofalo 
passt. Dieser Meister setzte öfter den Namen auf die Gemälde, und 
schrieb bald Garofalo, bald Garofolo. Auf anderen Bildern dient eine 
Nelke zum Künstlerzeichen. Das Wort APENI ist aber auch nicht auf 
den Schüler und Nachahmer Garofalo's, den Maler Gio. Bat. Benvenuti 
detto Ortolano zu deuten. Ohne vorhergehendes A könnte man viel- 
leicht auf Domenieo Panetti rathen, welchem nach Lanzi verschiedene 
kleine Gemälde angehören, die ohne Bezeichnung der Nelke dem Gare- 
ialo zugeschrieben werden. Panetti malte aber auch grössere Bilder. 
Im k. Museum zu Berlin ist eine 6 F. 3 Z. hohe Pieta mit seinem Namen. 
Benvenuto Tisio detto Garofalo wurde 1481 in Ferrara geboren, 
war bereits 1499 ausübender Künstler, verlor 1531 ein Auge, und er- 
blindete 1550 vollkommen. Ueber Panetti hat man Nachrichten von 
1513-1537, und wenn ihm Bilder von Garofalüs Hand zugeschrieben 
werden, so sind es jene des halbblinden Meisters. 
1143. Giacomo Palma giovane, oder Pietro Antonio Parmese? Bi-nl- 
liot II. N0. 131 erwähnt eines radirten Blattes, welches die 
Aq Kreuzigung Christi in halben Figuren vorstellt, und mit den ge- 
WI gebenen Initialen versehen ist. H. 3 Z. 7 L. Br. 5 Z. 10 L. 
Man will dieses Blatt dem Giacomo Palma jun. beilegen, 
allein es stimmt nicht mit den übrigen Radirungen des Meisters, welcher 
auch gewöhnlich eines anderen Zeichens sich bedient. Nach der Mit- 
theilung eines erfahrenen Kunstfreundes soll: Piano Antonio hbcit zu 
lesen seyn. Dieser P. Antonio stammt aus Parma, und war Maler. 
Auf einer von F. Greuter gestochenen Darstellung des Todes des heil. 
Joseph steht: Romae 1627 Petrus Antonius Farmen. delin.  Unter den 
Initialen PA werden wir auf diesen Künstler zurückkommen. 
1144- Joseph Anton Pichler, der unter A.P. N0. 1130 erwähnte 
A P F Edelsteinschneider, zeichnete etliche Gemmen mit den ganz klei- 
   nen Buchstaben A.P. F. Mehreres s. an der bezeichneten Stelle. 
1145. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 
A? 17. Jahrhunderts in Holland gelebt zu haben scheint. Er 
malte Bilder in der Weise des Gabriel Metzu, gewöhnlich in 
kleinem 'ormate. Ein Gemälde mit einem Knaben und einem Mädchen 
vor dem Vogelbauer ist mit den gegebenen Initialen bezeichnet, welche 
nicht leicht vertilgt werden dürften, da die Färbung für Metzn zu kalt ist. 
1145. Andreas Pauli, oder Philipp Augustin lmmenraett Christ 
deutet dieses Zeichen in seinem Monogrammenbuche S. 103 
auf A. Pauli und meint, das J sei Inventar zu lesen. Der 
Kupferstecher Andreas Pauli bediente sich zwar eines 
' Namenszeichens, welches dem ersten ähnlich ist, wir glau- 
ben aber nicht, dass ihm das gegebene Monogramm angehöre, da es 
Christ auf Kupferstichen wohl nicht gefunden hat. Heller (Monogr._- 
Lexicon S. 34) schreibt es dem italienischen Kupferstecher und Kunst- 
händler Johann Anton de Paulis zu, hat aber vielleicht noch weniger 
Grund für sich, als Christ. i
        

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