Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550941
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AOTW 
WAR. 
941. 
R. WVeigel l. c. p. 64 beschreibt noch andere Blätter, welche von dem- 
selben Meister herrühren dürften. Unter dem Monogramme A V0 ge- 
ben wir Supplumente zum Peintre-graveur. 
1095. Thomaszoon oder Thomassone von Antwerpen, gehört zu 
denjenigen Künstlern des 16. Jahrhunderts, die kaum dem 
Namen nach bekannt sind. Er wurde 1510 als freier hloister 
Mitglied der Bruderschaft des h]. Lukas zu Antwerpen, scheint 
aber mehrere Jahre auch in anderen Städten verweilt zu haben. 
da er 1529 neuerdings im Register der Gilde vorkommt. Wir 
möchten ihn für den Träger des gegebenen Zeichens halten, welches 
man nach Brulliot I. N0. 657b auf sorgfältig in niederländischer Weise 
gemalten Bisdnissen der Herzoge und Herzoginnen von Cleve findet. 
Das Zeichen würde demnach Tomaszoon Antverpiensis bedeuten. 
Der Name Tomaszoon bedeutet: Thomas, Sohn des Thomas. Der 
Vater ist vielleicht jener Maler Jan Thomas, welcher von 1457-1471 
Mitglied der St. Lukasgilde war. Dieser Meister nannte sich ebenfalls 
Thomas von Antwerpen. 
1997. Adam Petri, Buchdrucker in Basel. Christ (Monogn-Lexicon 
S. 104) sagt, dass man diese Zeichen, welche er 
nur nicht so genau gibt, auf Holzschnitten in Ba- 
seler Druckwerken von 1545 finde, und er möchte 
sie dem Alexis Pirnbaum zuschreiben. Strutt nimmt 
diess für ausgemacht hin, ohne zu bedenken, dass 
ä Christ im Zweifel war, da er auf einem Blatte den 
I I E? Namen Adam Petri ausgeschrieben fand. 
Dieses Zeichen ist wirklich jenes des Buchdruckers Adam Petri 
in Basel, welcher bereits zu Anfang des 16. Jahrhunderts thätig war. 
Der Sohn eines "Bildhauers von Langendorf, welcher unter dem Jahre 
1460 als Meister Peter in das Buch der Zunft zum Himmel eingetragen 
ist, machte er sich wohl schon früh mit dem Meissel und dem Schneid- 
messer vertraut, nnd der Formschnitt dürfte ihn auf die Buchdruckerkunst 
gebracht haben, so wie denn überhaupt mehrere sogenannte Briefmaler 
oder Briefdrucker später Druckoffizinnen und Buchhandlungen errich- 
teten. Man will indessen in Adam Petri nur einen einfachen Buch- 
drucker erkennen, allein es ist an seiner Fertigkeit in Handhabung 
des Schneidemessers kaum zu zweifeln; und wenn auch, so müsste man 
ihn als Zeichner gelten lassen, was wir aber noch weniger glauben. 
Das erste Monogramm ist indessen auch als Verlagsadressc zu nehmen, 
wenigstens auf einer Titeleinfassung der Schrift des Erasmus von Rotter- 
dam: De octo orat-ionis partium constructione libellus. Basilede in offii- 
eine Adae Petri M.D.X.VII. .Die Einfassung ist von Urse Graf ge- 
schnitten, dessen Zeichen unten zwischen der Jahrzahl 1516 steht. Bei 
anderen Blättern ist es schwerer zu sagen, ob das Monogramm als 
Adresse des Druckers, oder als Zeichen des Formschneiders zu nehmen 
ist. In einigen Fällen möchte man für letzteren entscheiden. 
1) Das alte Testament deutsch, 2 Theile. Basel, Adam Petri 1524- 
im Herbstmom, fol. 
Diese seltene, von R. Weigel  
Ausgabe ist mit Holzschnitten reich geziert, welche der Holbeiifschen 
Richtung angehören, und theils von geschickten, theils von ungeschickten 
Formschneidern herrühren. Zu den Zeichnern und Formschneidern ge- 
hört der Meister IF, der Monogrammist HF, oder der sogenannte Fur- 
tenbach, der Monogrammist AH (Ambros Holbein), unser Monogram- 
mist AP (Adam Petri) und jener H L F., welcher Hans Lützelburger oder 
Hans Frank genannt wird. Die Holzschnitte sind in qu. 8.
        

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