Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550931
1094- 
1095. 
475 
I. Probedruck von der unreinen Platte, vor der Einfassung und vor 
den Buchstaben Ao. Weigel 1. c. p. 36. 
II. Von der reinen Platte, aber ohne Einfassung und Buchstaben. 
III. Mit der gestochenen Einfassung und mit den Buchstaben A. o. 
Später wurde in der Gesammtausgabe dieses Blatt durch eine 
sehr gute Copie ersetzt, wie diess bei dem obigen Blatte der 
Fall ist. 
3) Der lachende Bauer mit platter Mütze, in 3A Ansicht nach 
rechts. B. N0. 4. H. 2 Z. 6 L. Br. 2 Z. l L. 
Ueber die verschiedenen Abdrücke dieses Blattes s. unter dem 
Monogramm A V0 N0. 4. Die Buchstaben A. o. kommen nur auf den 
Abdrücken dritter und vierter Art vor. 
1094- Unbekannter Maler, welcher der holländischen Schule an- 
gehört. Im k. Museum zu Madrid ist ein Gemälde mit 
{M1 1632 dieser Bezeichnung, welches im Cataloge des Pedro 
de Madrazo unter A0. N0. 1202 beschrieben ist, so 
dass der Verfasser nicht Anno lesen will. Dieses Bild stellt den David 
mit dem Kopfe und dem Schwerte des Goliath vor, wie ihn die Töchter 
Israels mit einer Siegeshymne begrüssen. Es ist auf Holz gemalt, und 
dem Gegenstande nach zu urtheilen, nicht von A. Ostade. 
1095. Adrian van Ostade fand unter den Initialen A. O. No.1093 
A o s bereits eine Stelle, und unter dem Monogramme AVO. werden 
 ' wir auf ihn zurückkommen. Hier handelt es sich um ein Blatt, 
welches Bartsch nicht aufzählt, und zwar mit Recht, da es von Ostade 
nicht radirt ist. R. Weigel, Supplcnients au Peintre-graveur I. p. 64, 
vermuthet mit gutem Grunde, dass dasselbe von W. Basse herrühre. 
Dieses Blatt ist unter dem Namen des pissenden Bauers bekannt, und 
kam sicher erst in der durch B. Picart veranstalteten Gesammtansgabe 
der Radirungen zu 0stade's Ansehen. Der Bauer steht rechts bei einem 
grossen, halb aus dem Rande reichenden Baume vor dem Fasse, und 
im Grunde sieht man eine kleine steinerne Brücke bei zwei Hütten. 
Links unten auf dem Boden sind die Buchstaben A. 0 S. H. 5Z. 2L. 
1 Z. 2 L. Rand, Br. 4 Z. 1 L. 
Der Vergleich dieses Blattes mit jenem, welches Bartsch unter 
No. 35 dem A. van Ostade beilegt, zeigt, dass beide von einer und 
derselben Hand herrühren. Von Bartsch VEpouilIeztse, von den Vater- 
ländischen Luizeknipserlse betitelt, stellt das Blatt N0. 35 eine sitzende 
Frau dar, wie sie dem Manne die Läuse vom Kopfe sucht. Hinter 
ihnen steht ein Bauer mit dem Krüge, und rechts isst ein Kind neben 
der Katze aus der Schüssel. H. 5.Z. 9 L. Br. 7 Z. 2 L. 
Dieses sehr seltene Blatt zahlt Bartsch unter die Jugendwerke des 
Ostade, wofür kein Grund vorhanden zu seyn scheint. Die Zeichnung 
wollten einige dem A. Brouwer zuschreiben, sie gehört aber höchst 
wahrscheinlich dem Jsaak Ostade an. In J. G. PrestePs Imitations- 
werk ist eine solche unter dem Namen des J. Ostade in Zeichnungs- 
manier gestochen. Diese Zeichnung besass Hüsgen in Frankfurt. Die 
Lauserin hat Ch. Hodges copirt, man lauft aber keineGefahr, die Copie 
mit dem Original zu verwechseln.   
Von demselben Meister, welcher den pissenden Bauer radirt hat, 
ist auch das Blatt, welches Bartsch p. 384 beschreibt. Rechts sieht 
man eine Gruppe von zwei Bauern, wovon der stehende einen Krug 
halt. Am Fasse bei ihnen sitzt ein Weib. Im Grunde, gegen die Thüre 
zu, arbeitet ein Weib stehend am Tische, links steht ein Bauer, und 
im Vorgrunde links sieht man verschiedenes Geschirr, qu. 4. Diesem 
Blatte liegt höchst wahrscheinlich eine Zeichnung von Ostade zu Grunde.
        

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