Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550928
474 
1092 
1093. 
A. Oberman radirte ungefähr 36 Blätter. Eine nummerirte Folge 
von 20 Blättern enthält Studien von Stieren, Kühen, Schafen, Ziegen 8m. 
in Landschaften, 1809, 1810 und1811 datirt, qu. 4. Eine andere Folge 
von 7 Blättern mit Titel stellt in grösserer Ausführung Kühe und Stiere 
in Landschaften vor. H. 3 Z. Br. 5 Z. Dann haben wir von ihm 
auch eine Folge von schönen Studien nach Köpfen von Schafen und 
Widdern, 8. und qu. 8. Auch einige Blätter mit Lämmern und Schafen 
in Landschaften fertigte er, qu. 4. Seine grössten Blätter enthalten 
Figuren und Sceuen aus dem gewöhnlichen Leben, ebenfalls in Land- 
schaften, kl. fol. Ueberdiess kommen auch noch einzelne Blättchen mit 
Figuren vor. Eine Folge von 12 lithographirten Landschaften mit Fi- 
guren und Thicreu erschien bei Portmau in Amsterdam, qn. fol. A. 
Obermann starb um 1850. 
IÜQQ. Ambros Orio, Kupferstecher, war gegen Ende des 17. Jahr- 
A O so hunderts in ltalieu thätig. Er stach perspektivische Ansichten 
' nach Ferdinand Bibiena. Diese Blätter sind mit dem Namen 
oder den Initialen desselben bezeichnet, gr. qu. fol. 
1093- Adrian van Ostade gehört, obwohl 1610 zu Lübeck geboren, 
A  zu denjenigen holländischen Meistern, die mit Teniers im 
OIA" niederen Genrcfache thätig waren. Nicht so wüst und wild, 
wie Brouwer, fasste er seine Volks-Scenen gerne im Wirthshausleben 
auf, und verlieh ihnen in humoristischer Steigerung komisches Interesse. 
Doch ist hier nicht der Ort, von seinen Gemälden zu sprechen; wir 
haben diese Pflicht im Künstler-Lexicon X. S. 393 tf. erfüllt. Es sei 
nur noch gesagt, dass der joviale, in der Schenke glückliche, oft über- 
müthige Maler 1685 in Amsterdam gestorben ist. 
Bartsch P. gr. I. p. 351 ff. beschreibt 51 radirte Blätter von Ostade, 
welche einen interessanten Blick in das Kunstleben dieses Meisters ge- 
statten. R. Weigel gab 1843 Supplemente zum Peintre-graveur (I. p. 46 Hi), 
welche besonders hinsichtlich der Abdrucksgattung wichtig sind. Auf 
mehreren Blättern steht ein aus A V0. zusammengesetztes Monogramm, 
welches auch auf Gemälden vorkommt. Die Buchstaben A 0. findet man 
auf folgenden radirten Blättern, doch nur in gewissen Abdrücken, auf 
welche wir eingehen müssen, da zur Zeit der Bearbeitung des Artikels im 
Künstler-Lex. die Supplemente von RÄVeigel noch nicht erschienen waren. 
1) Der lachende Bauer mit der kleinen schwarzen Mütze, in Profil 
nach rechts sehend. B. N0. 1. H. 1 Z. 3 L. Br. 1 Z. 1 L. 
I. Prcbedruck von der unpolirten Platte, mit Sehmutzllecken in den 
Rändern, vor der viereckigen Einfassung, und vor den Buchstaben 
A0. Aeusserst selten. Von Weigel 1. c. p. 46 erwähnt. 
II. Vor der Einfassung und vor den Buchstaben A. 0., aber von der 
polirten Platte, ohne weitere Arbeiten mit der Nadel. 
III. Mit den gestochenen Einfassungslinien und den Buchstaben A. o. 
rechts im Grunde. Die Platte wurde mit der Schneidnadel vol- 
lendet.  In der ersten, noch vorzüglichen Gesammtausgabe der 
Blätter Ostade's durch B. Picard ist dieses Blatt durch eine sehr 
gute Copie ersetzt. Diese Ausgabe hat den Titel: rWerk complet 
van de vermaarde Schilder A. van Ostade etc., und das Bildniss 
des Künstlers von J. Gele ist beigefügt. In anderen Exemplaren 
ist das Bildniss von P. Oust geschabt. Näheres s. unter dem 
Monogramm A V0. 
2) Die Büste einer lachenden Bäuerin mit weisser Haube, und in 
schwarzer Jacke, das Gegenstück zu obigem Blatte. B. N0. 2. H. 2 Z. 
l L. Br. 1 Z. 1 L.
        

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