Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550893
1085 
1086. 
471 
in welchem das anscheiuliche 0 mit dem Zwischenraume nach rechts 
gewendet ist. Es ist aber im Allgemeinen von keinem 0, sondern von 
einem abweichend geformten G die Rede. Vgl. den Artikel über Hein- 
rich Altdorfer N0. 583. 
1085. Adam Ollinger? Ein Zeichen dieser Art gibt Heller im M0- 
H uogrammen-Lexicon S. 32 mit der Bemerkung, dass man es auf 
O einer Copie nach A.Dürer finde, welche er aber in seinem Leben 
Dürer's nicht beschreibt. Brulliot I. N0. 655 gibt dasselbe Monogramm 
mit Bezugnahme auf Heller, als wenn dieser angegeben hätte, dass man 
das Zeichen aufOcpien nach Dürer's Kupferstichen finde. Doch konnte 
auch Brulliot kein Blatt namhaft machen.  
Wir haben durch Herrn Börner von einem Knpterstichc mit obigem 
Zeichen Kunde. Dieses Blatt enthält das Wappen des Rathschreibers 
Lazaras Spengler von Nürnberg. In dem senkrecht in zwei Felder ge- 
theilten Schilde sieht man links eine halbe Rose, rechts eine halbe 
Lilie, und auf dessen geschlossenem Helme die halbe Figur einer be- 
kleideten Jungfrau mitlflügeln. Auf dem datternden Bande oben steht: 
VICTRIX Q FORTVNAE ZI- SAPIENTIA 9. Im ovalen Schilde unten 
ist zu lesen: LAZARVS SPENGLER I AETATIS SVAE XXXIX. l 
ANNO. MDXVIII. II. 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L. 
A. Dürer hat allerdings das Wappen das L. Spengler zum Holz- 
schnitte gezeichnet, doch ist es zweifelhaft, ob der Stich nach diesem 
gefertigct wurde. Im Holzschnitte fehlt obige Schrift, und das lrVappen 
selbst dürfte in den Formen des Schildes und der I-Ielmdeckc etwas 
abweichen. Die beigefügte Schrift scheint auch auf ein Bildniss des 
L. Spengler hinzudeilten, welches ihn im 39. Jahre darstellen müsste. 
Heller beschreibt das in Holz geschnittene Wappen Spenglcr's II. S. 818 
N0. 2149, eines Nachstiches gedenkt er nicht. Er hat daher das er- 
wähnte Blatt wahrscheinlich nicht gesehen. 
Der Mouogrammist A0. begegnet uns auch in R. WeigePs Verzeich- 
niss der Sammlung des Dekan Veith in Schaffhausen. Leipzig 1835, 
N0. 262. Da ist eine Zeichnung in Tusch und Rothstein mit dem Mo- 
nogramme und der Jahrzahl 1516 beschrieben. Dieses merkwürdige 
Blatt stellt ein verfallenes Gebäude in drei Abtluailungen vor. Im ersten 
Fache wird ein Tempel gebaut, in der zwcitcn Abtheilung sieht man 
einen Theil des fertigen Tempels, und in der dritten trinkt ein Mann 
aus dem Ziehbrunnen, qu. fol. Man erkennt hier deutlich den Nach- 
ahmer und Copisten A. Dürer's. Eine zweite Zeichnung von 1516 stellt 
den todten Erlöser im Schoose desVaters dar, nach Dürefs Holzschnitt 
'B. N0. 122. Diese Zeichnung ist mit der Feder ausgeführt, fol. 
DerTriiger _des Monogramms könnte der Maler Adam Offingc-r seyn. 
Dieser Meister gehört der Richtung Dürer's an, und war in der ersten 
Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig. Er stand in Diensten des Bischofs 
Julius von Halberstadt. In der Kirche zu Ampfurt ist ein meisterhaftes 
Bild der Kreuzigung Christi von ihm. Wir haben aber auch Kunde von 
einem Maler Albertus Osnabrugensis, welcher ebenfalls in der früheren 
Zeit des 16. Jahrhunderts lebte. Er war Maler, wir keimen jedoch kein 
Werk von seiner Hand. 
 Adrian Oudendyck, Landschafts- und 'I'hiermaler, wurde um 
R 6-6" 1648 zu Harlem geboren, und von seinem Vater Evert 
"7 Z unterrichtet. Er malte Landschaften mit Thieren, Jagden, 
Pferdestücke 8m, benutzte aber meistens Zeichnungen und Gemälde von 
A. van de Velde, Marc Gerard, Th. Wyck u. A. Man nannte ihn 
desswegen Rapianus. 35W
        

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