Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550889
470 
1083 
1084. 
8 L. Br. 6 Z. 4 L. Ein zweites Blatt mit landschaftlichem Grunde, 
zeigt den hl. Georg in Rüstung mit der zerbrochenen Lanze. Hinter 
ihm liegt der Drache, in dessen Hals die Spitze der Lanze steckt. 
Unten steht: Macte animo viclor etc. Links liest man: Hiero. W39, 
inuent. Ant. Wie. fecit, rechts: Theodor Galle excudit. H. 7 Z. 6 L. 
Br. 6 Z. 5 L. 
1083. Unbekannter Goldschmied. Dieses Zeichen gibt Brulliot 
m App. I. N0. 87 mit der Bemerkung, dass es nur einigermassen 
 O das Original nachahme, da man die richtige Form schwer heraus- 
finden könne. Es steht auf einem nielloartigen Blatte mit der hl. Jung- 
frau, wie sie nach links an einer Mauer sitzend dem Kinde die Brust 
reicht. Die Wiege ist links vor ihr, und unten in der Mitte bemerkt 
man das undeutliche Zeichen. Rund, Durchmesser 1 Z. 10 L. 
 Dieses Blatt stammt wahrscheinlich aus "dem 15. Jahrhunderte. Es 
1st nach Brulliot etwas roh behandelt, und daher wohl sicher die Arbeit 
eines deutschen Goldschmiedes. Wir sahen nie einen Abdruck, und 
fanden das Blatt auch anderwärts nicht erwähnt. 
1084. Heinrich Aldegrever erscheint hierunter einem Monogramme, 
15'411 welches nur aus Missverständniss in A0 statt AG über- 
ging, wie wir zeigen werden. Das erste Zeichen gibt 
O H Heller in seinem Monogrammen-Lexicon S. 32 mit der 
1 Bemerkung, dass es einem deutschen Kupferstecher an- 
gehöre, welcher nach Heinrich Aldegrever gearbeitet habe. Brulliot I. 
N0. 655 geht ebenfalls darauf ein, und bestimmt eine gegenseitige Copie 
nach Aldegreveüs Adam und Eva, wie sie durch die Schlange verleitet 
von der verbotenen Frucht essen, B. VIII. S. 363 N0. 3. 
Damit lässt es Brulliot bewenden, er hat aber auf Hellerls düchtige 
Zeichnung zu viel vertraut, indem dieser das Monogramm nur nach der 
Angabe des Verfassers des Peintre graveur VIII. p. 405 componirte, 
ohne ein Blatt mit dem ersten Zeichen gesehen zu haben. Bartsch 
sagt unter N0. 136, dass das Blatt mit Adam und Eva von einem mittel- 
mässigen Meister copirt worden sei, dass dieser aber nicht die Jahr- 
zahl 1541 sondern 1542 gesetzt habe. Ueberdiess gleiche das G im 
Monogramme einem 0, so dass man auch dadurch die Copie leicht er- 
kennen könne. Das Monogramm bei Heller und Brulliot ist also un- 
genau, und es muss unser zweites Zeichen an die Stelle desselben tre- 
ten, welches nach der Copie gezeichnet ist. Aus der Citation nach 
Bartsch geht auch hervor, dass es sich nicht um die Folge der Dar- 
stellungen aus dem Leben des ersten Menschenpaares B. p. 363 No.1 
bis 6 handle, sondern um die Folge von acht Blättern von 1541, welche 
Bartsch N0. 135ä142 unter dem Titel der Macht des Todes im Werke 
des Aldegrever beschreibt. Diese Blätter haben das sonderbar geformte, 
wie ein O aussehende G im Monogramme, und sie wurden wahrschein- 
lich alle copirt. Das Monogramm mit der Jahrzahl 1542 ündet man 
nämlich auch auf dem Blatte mit der Erschaffung der Eva, B. N0. 136, 
und ein ähnliches mit dem richtig gestellten G in Form des 0 ohne 
Jahrzahl ist auch auf dem Blatte mit Adam und Eva bei der Arbeit, 
B. N0. 138. Die Vertreibung aus dem Paradiese, B. N0. 137, ist ohne 
Zeichen, aber ebenfalls von der Gegenseite, wie die genannten Blätter. 
Die Vermuthung des A. von Bartsch, dass vielleicht die ganze Folge copirt 
worden sei, dürfte sich bestätigen. Die genannten Copien sind 2 Z. 10 L. 
hoch, und 2 Z. breit. Die Grösse der Originale von 1541 bestimmt 
Bartsch, wie folgt: H. 2 Z. 6 L. mit 5 L. Rand, Br. 1 Z. 11 L. 
Schliesslich bemerken wir noch, dass sich auch auf Originalblättern 
des Heinrich Aldegrever ein dem zweiten ähnliches Monogramm finde,
        

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