Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550855
ANTOT  
1074 
1076. 
467 
1074. Antonio Tempesta, Maler und Kupferstecher von Florenz, 
bezeichnete auf solche Weise mehrere ra- 
AMO- Tßmp- IIÜT- dirte Blätter, welche Schlachten, Jagden 8m. 
vorstellen.  Unter AE AET un AETF 
Ama Tenlp'florent'  N0. 475, 506 und 508 haben wir ausführ- 
lich über diesen Meister gehandelt, und dabei auf den Peintre-graveur 
hingewiesen. 
1075. Antonio Oirciguano, von seinem Geburtsorte Pommeranzio 
Am 130m genannt, war der Sohn des Nicole Circigxiano, und Schü- 
A t' P  g ler des Cav. Roncaläi. Er hege als MalerhRuf. Uelier 
n  0m - dem Portikus von rt. Maria ovela zu i orenz ma e 
er den Jesusknaben unter den Sehriftlehrern, gest. von F. Gregorl In 
M. LastrPs Etruria pinrice. Callot stach das Wunder der Todtenerweck- 
ung durch St. Dominicus. Dieses Blatt ist aus der kleinen Suite der 
Gemälde von Florenz, Heinecke No.13. Ein grosscs Blatt von C. Cun- 
gius stellt die Häupter des Medicäischen Hauses in der Glorie dar. 
Auch Ciaßierlano, F. Greuter, O. David, J. Troschel dtc. haben alle- 
gorische Blätter und Thesen nach seinen Zeichnungen gestochen. Auf 
diesen Blättern steht obige Abbreviatur. Pommeranzio starb 1630. 
1076. Antonio Salamanca brachte in der ersten Hälfte des 16. Jahr- 
J hundertsFin Rom den Kunsthandel zu 
V _ grossem lore. Zu seiner Zeit hatte die 
uAH S EX G  RafaePsche Schule ihre schönsten Blüthen 
w C entfaltet, aus demHause des grossen Sanzio 
  von Urbino waren aber die vollkommen- 
sten Abdrücke der Platten des Marc Anton durch Baviera bereits ver- 
breitet. Viele andere Blätter kamen unmittelbar aus der Druckerei 
des Marc Antonio in die Hände von Kunstfreuxiden und Künstlern, alle 
in ursprünglicher Schönheit und Frische. Endlich erwarb Salamanca 
was er an alten Platten erhalten konnte, und viele derselben gaben 
anfangs noch ganz gute Abdrücke. Zum Zeichen des Besitzes und 
als Firma der Handlung stach Salamanca eines der oben gegebenen 
Zeichen, oder die Abbreviatur: ANT. SAL., ANT. SAL. EXC. auf. Nicht 
selten steht auch der volle Name auf den Blätttern aus seinem Verlage, 
manchmal in Verbindung mit dem ersten Monogramme, welches sich 
dann von selbst erklärt. Diese Adresse nehmen aber die Kunstfreunde 
nur mit Vorsicht auf, und unterscheiden zuerst, ob die Abdrücke von 
den durch Salamanca retouchirten Platten kommen. Jene vor der Ueber- 
arbeitung sind noch sehr leidlich, die retouchirten Abdrücke haben aber 
meist die ursprüngliche Feinheit verloren, und erscheinen einem alten, 
kostbaren Abdrucke gegenüber als hart und steif, als unvollkommene 
Nachbildungen der wundervollen Urbilder. Doch sind nicht alle Blätter 
mit Salamancafs Adresse als spätere Abdrücke zu betrachten. Er hatte 
auch mehrere Platten im xirsprünglichen Verlage, welche aber im All- 
gemeinen von geringerer Bedeutung sind. Die Blätter, welche er 
nach den Platten des Marc Anton, Agostino Veneziano, Marco di Ra- 
venna, Giulio Bonasone, Beatrizet, des sogenannten Maestro del Dado, 
des Nicoleto da Modena, Jacopo Caraglio, Enea Vico 8m. in die Welt 
schickte, sind fast immer als Abdrücke zweiter und auch dritter Art zu 
betrachten. Seine spätesten Verlagsartikel scheinen um 1562 zu setzen 
zu seyn. 
Als Kupferstecher leistete Salamanca nichts Bedeutendes, was auch 
die harten, ziemlich handwerksmässigen Retouchen der älteren Platten 
beweisen. Er scheint indessen selbst keinehohe Meinung von seiner
        

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