Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546347
Initialen. 
lüftet. In der Mitte oben steht das Wort bosche und das erste Zeichen. 
Die oberen Ecken sind mit Laubwerk ausgefüllt. H. 9 Z. 8 L. Br. 6 Z. 11 L. 
2) Das lezte Gericht. In der Mitte oben sitzt der Heiland auf dem 
Regenbogen, und stützt die F üsse auf die Weltkugel. In der Rechten 
halt er die Palme, und neben seiner Linken schwebt das Schwert. Links 
in der Ferne führen Engel auf steilem Pfade die Auserwählten in den 
Himmel, noch aber kämpft ein Teufel mit dem Engel um die Seele 
eines Erweckten. Ueber dem Berge schweben zwei Engel mit Posaunen, 
und auf der sie umgebenden Bandrolle steht: Hcc es! dies qucm fecit 
Dominus. Rechts gegen den Grund zu ist die Burg der Hölle, wo phan- 
tastische Teufelsgcstalten die Verdammten hineinziehen. Oben posaunen 
zwei andere Engel, und auf der Bandrolle steht: Surgile mortui. Venile 
ad iudicium. Den Vorgrund nehmen zahlreiche Teufelsgestalten, phan- 
tastische Thiere und menschliche Ungeheuer ein. In der Mitte oben nach 
links steht: bosche und das Zeichen, wie oben Nr. l. H. 9 Z. Br. 13 Z. 2L. 
Wcigel kennt, wie oben erwähnt, einen äusserst seltenen und kostbaren 
ersten Abdruck vor der Ueberarbeitung am Himmel rechts. Er stammt 
aus Durand's Sammlung. 
3) Ein König zu Pferde mit ritterlichem Gefolge vor einer gothi- 
sehen Kapelle. Von dem Balcon herab spricht ein Engel zu ihm, und 
am Eingange der Capelle stehen vier Männer, welche in Ehrfurcht einen 
Greis mit entblösstem Haupte betrachten. Dieser geht in das Gebäude, 
mit einem ornamentirten Stabe in beiden Händen. In der Mitte oben 
steht das Wort bosche und das erste Zeichen. H. 9Z. 8L. Br. 6Z. 11 L. 
4) Der Elephant mit einem Gebäude auf dem Rücken, in welchem 
Soldaten auf verschiedenen Seiten gegen angreifende Rotten kämpfen. 
In der Mitte vorn sitzt ein Soldat auf dem Ochsen, und ein anderer 
auf einem Löwen. Die Figuren sind alle sehr schlecht gezeichnet, wie 
man von J. Bos nicht erwarten sollte. Oben gegen rechts ist das erste 
Zeichen und der Name HAMEEL. An der Decke eines Thieres, auf 
welchem links vorn ein Bewaifneter sitzt, ist dieser Name wiederholt. 
Oben über der Fahne auf dem Schlosse, welches der Elephant trägt, 
steht: bosche. H. 7 Z. 4 L. Br. 12 Z.  
5) Die Abbildung eines Reliquienkasteus oder Sacramenthausehens 
im gothischen Style mit Laubwerk verziert, ohne Figuren. Auf der 
Bandrolle des Fnssgestelles steht: Deut est es substancia patris anto 
seculo genitus et homo er substancia matris in seculo natus. Links unten 
am gothischen Pilaster: Non dcsino. rechts: hameel. Oben ist der ganze 
Name des Alaert du Hameel mit dem zweiten Zeichen, und gegen unten 
liest man: shertoghenbosche. Das erste Monogramm steht ganz unten an 
der Basis des Reliquariums. Die Abbildung desselben besteht in drei 
Blättern, welche übereinander gelegt werden müssen, so dass das Ganze 
eine Höhe von c. 40 Z. hat. Das untere Blatt ist 16 Z., das mittlere 12 Z. 
3 L., und das obere mit der Spitze 12 Z. 3 L. hoch. Untere Breite 
7 Z. 6 L., mittlere 7 Z. 6 L., obere 5 Z. 8 L. An der Basis ist das 
untere Blatt 9 Z. 6 L. breit, und zieht sich nach oben ein. 
6) Zeichnung zu einem anderengothischen Saeramenthauschen, wie 
sie von Goldschmieden gefertiget wurden. Rechts oben ist ein Theil 
desselben im Profil gegeben, und gegenüber steht der Name HAMEEL 
mit dem zweiten Zeichen. Die Form des Blattes ist das Hexagon, von 
einer Ecke zur anderen gemessen 14 Z. 2 L. hoch. Untere Br. 4 Z. 
8 L., obere 3 Z. 4 L. 
Anhang zum Peintre graveur. 
7) Der Apostel Petrus stehend auf einem Säulenknauf mit Laub- 
werk. Er ist en face in den faltenreicheu Mantel gehüllt, welcher die
        

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