Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550806
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ANTGA 
1065 
1068. 
 AmDIOS Gabler, Kupferstecher und Maler, welcher 1764 zu 
Mürnberg geboren wurde, radirte nach der Zeichnung von 
kg? P. Troger ein Blatt mit zwölf Köpfen und einer grossen Hand, 
alles in gekrizter Weise. Oben rechts ist der abgekürzte Name 
3 PD mit Trogefs Monogramm. H. 5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 6 L.  
' n Das Zeichen des P. Troger geben wir unter T. P. 
- Diese Inschrift steht auf einem 
106a Aßthonälq Seputa kleinenPGemiilde im Hause des 
i 3a _ Graten ietro diManiavo zu Ma- 
de Opas  niago. Es stellt die hlaäonna mit 
dem Kinde in den Armen vor, und vereint alle Schönheiten und Fehler 
der Zeit. Ein Maler A. Seputa war in der Kunstgeschichte bisher 
nicht bekannt, und wir führen ihn daher in dieselbe ein. 
1067. Antonio Maria Zanetti? Nach der Angabe im Catalog 
Winckler II. N0. 5430 findet man diese Abbre- 
AnL MZ deL et 30' viutrlr auf einem Blatte in Helldunkel nach der 
Zeichnung von Francesco Parmegiano. Es stellt die heilige Jungfrau 
mit dem Kinde in Wolken zwischen zwei Heiligen dar. ,Oval, 4. 
Dieses Blatt ist wahrscheinlich von Anton lllaria. Zanetti. Viel- 
leicht wollte der Verfasser des ewähnten Cataloges nur das Monogramm 
Zanettiäs andeuten, welches aus den Buchstaben AM Z besteht, N0. 990. 
1068. ANTO CREMONENSIS F. Früher erkannte man 
ANTONIVS CREMONENSIS 1547. "Pierßmfnljlwctemgiersiß 
. einen un e ann en 0rm- 
ANTONIVS CREMONENSIS I. V, 1550. Schneider, jetzt aber wird 
ANTONlVS CKEMÜNES" F. er mit Antonio Campi von 
Gremona identificirt. Dieser A. Campi war Maler und Architekt, und 
mag allerdings Zeichnungen zum Formschnitt geliefert, und vielleicht 
selbst in Holz geschnitten haben; auffallend bleibt es aber, dass 
diese Bestrebung gerade in eine Zeit fällt, in welcher A. Campi sicher 
noch in der Ausbildung begriffen war. Das Blatt von 1547 zeigt aber 
bereits einen reifen Meister in Composition und Schnitt, wie wir es 
von einem jungen Künstler kaum erwarten dürfen. Antonio Campi 
lebte noch 1591, und wenn er ein noch so hohes Alter erreichte, so 
fallen die Blätter von 1547 und 1550 doch in eine Zeit, in welcher 
A. Campi die Technik des Formschnittes wohl kaum geübt hat, da jene 
der Malerei seine Zeit in Anspruch nehmen musste. Ein älterer Zeit- 
genosse A. Campüs war Antonio Imperiale Cremonese, über welchen 
wir unter den Initialen A. I. C. gehandelt haben. Man zahlt ihn zu den 
Formschneidern; allein als solcher könnte er auch Maler und Zeichner 
seyn. Wie so hauüg bei alten Künstlern, so möchte er mit Umgehung 
des Familiennamens Antonius Cremonensis sich genannt haben. Nian 
könnte uns aber einwenden, dass jener A. Imperiale nicht vollkommen 
erwiesen sei. Desswegen betrachten wir dasjenige, was unter A. I. C. 
gesagt ist, als eine unmassgebliche Meinung, wenn sie nicht mehr seyn 
sollte. Unter AN T. Cli E. haben wir ebenfalls über diesen Künstler 
gehandelt.  
1) Die Ruhe der hl. Familie auf der Flucht. Maria sitzt in der 
Mitte mit dem Kinde auf dem Schoose, und letzteres streckt beide 
Hände nach den Früchten aus, welche Engel sammeln und darreicheu. 
Links bringt Joseph ebenfalls Früchte im Mantel herbei. Links unten 
steht weiss auf schwarzem Grunde: Antonios Cremonensis 1547. Hell- 
dunkel von drei Platten, 8 Z. 6 L. ins Gevierte.
        

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