Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550795
ANTE 
ANTF. 
1063 
1064. 
461 
eine Orgel hält. Rechts oben ist die Abbreviatur des Namens, welche 
in die Lichtplatte eingeschnitten ist. H. 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 
Dieses Blatt wird jetzt gewöhnlich dem Maler Antonio Campi da 
Cremona zugeschrieben, während frühere Schriftsteller einen unbe- 
kannten Antonius Cremonensis als Formschneider bezeichnen, indem 
sich auch Holzschnitte mit dem vollständigen Namen linden. Antonio 
Campi müsste schon 1547 in Holz geschnitten haben, allein diese Zeit 
ist für ihn fast zu früh, wenn man auch annehmen wollte, er habe 
Zeichnungen aus seiner Jugendzeit zum Formschnitte vorbereitet. An- 
tonio Campi machte nach Oretti erst 1591 das Testament, und da man 
auch von einem alten Formschneider Antonio Imperiale Cremonese wissen 
will, so möchten beide Künstler wohl in Conflikt gerathen. Ueber diesen 
Imperiale haben wir unter den Initialen A. I. C. gehandelt, seine Exi- 
stenz ist aber nicht historisch erwiesen. Sicher ist der Formschneider 
Antonius Cremoneilsis.  
1063- AIIÜOD Eisenhout, Maler und Kilpferstechcr von Warenburg 
Am; Eisen;  Wlin Westphalen, arbeitete gegen Ende des 
 16. Jahrhunderts in Rom. Er war vermuth- 
Anton Ewßnh. f- I lich auch Stempelschneirler, so dass das 1mm 
W: "Waradinus" bedeuten könnte. Wenigstens arbeitete er für MercatPs 
Metallothek. Unter W: könnte aber auch sein Geburtsland Westphalen 
zu verstehen seyn. 
Obige Abbreviatur findet man auf dem von Eisenhout gestochenen 
Bildnisse des Papstes Gregor XIII., welches Bartsch P. gr. XVIII. p. 117 
No. 148 unter den Blättern des Agostino Carracci beschreibt, aber ohne 
es diesem Meister entschieden zuzuschreiben. Bartsch sah nämlich nur 
einen Abdruck vor der Schrift, in welchem auch das Crucifix fehlt. 
Die späteren Abdrücke zeigen dieses und haben die Schrift: AntzEisenz 
War: W: H. 20 Z. 9 L. Br. 15 Z. 8 L, Dieses Blatt ist hart und 
von metalligem Ansehen, und könnte wohl für einen Stempelschneider 
sprechen. 
Ein zweites Blatt dieses Künstlers stellt fünf Amoretten um ein 
Piedestal vor, und der eine von diesen hält ein Notenblatt. Oben liest 
man: Amor docct Musicam, und unten links vom Piedestal: Anton Eisenh. 
f. 15.90. Rechts steht die Adresse: B. Caimox am. H. 4 Z. 9 L. 
Br. 7 Z.  Dieses Blatt beschreibt Brulliot III. No. 89, und es scheint 
ihm glaublich, dass das von Bartsch dem Luca Ciamberlano zugeschrie- 
bene Zeichen dem A. Eisenhout angehöre. Auf diese Ansicht verfiel 
Christ (Monogrammenbuch S. 103), da ausser der Aehnlichkeit in der 
Stichweise der Blätter des Ciamberlano mit jenen Eisenhoufs das M0- 
nogranun die meisten Buchstaben des Letzteren enthält. Allein es zeigt 
auch deutlich ein R, welches für A. Eisenhout nicht passt, für Christ 
aber keinen Anstoss hatte, da er den Künstler Eisenhart nennt, wie 
einige spätere Ghalcologen.  
Schliesslich erwähnen wir auch noch eines seltenen Titelblattes 
zu dem mathematischen Buche des Jobst Burgius, welches Eisenhout 
gestochen hat, 4. 
1064. Antonio Fantuzzi, Maler und Kupferstecher von Bologna, 
welcher gewöhnliclä  Eantttlzzidda 
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"AI: N I-NT-i-Wzllß hier der Rückweis geboten seyn. Das 
Weitere s. No. 1032, mit Bezugnahme auf No. 17 u. 579 dieses Werkes
        

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