Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550768
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ANNI- 
1053 
10516. 
drücke die Adresse Rossi's haben. Davon erwähnt Bartsch nichts. 
Die Abdrücke mit dieser Adresse sind daher dritter Gattung.  Es 
gibt auch eine Ccpie mit der Bezeichnung: C. F. C. earcurL, gr. qu. 8. 
Eine andere Copie hat ltlariettds Adresse, und eine dritte ist von D. Custos. 
2) Merkur reicht dem Paris den goldenen Apfel. Rechts unten: 
Armi. Carr. in. fc. H. 11 Z. 6 L. Br. 8 Z. 4 L.  Heineckc zählt 
dieses Blatt zu den zweifelhaften Radirungen des Annibale Carracci, 
und andere glaubten, G. A. Podesta habe es nach einer Zeichnung des- 
selben bearbeitet. Bartsch, P. gr. XXI. p. 49 No. 40, schreibt das Blatt 
dem G. B. Galestruzzi zu, obgleich in der Behandlung ein für diesen 
Meister fremdartiger, mehr dem A. Carracci zusagender Charakter herrscht. 
Annibale hatte die Darstellung in der Gallerie Farnese gemalt. 
1053- Annibale Oarracci hinterliess ein treffliches Blatt, welches 
  Bartsch No. 9 unter dem Titel der hl. Jun frau 
Annlh Gut z? l mit der Schale beschreibt. Maria sitzt rechts,gum1 
Annlb- Car- "w-l reicht dem Kinde aus der Schale zu trinken. Oben 
rechts steht: Annib. Carrucius inv. et fec. 1606. H. 4Z.7L. Br. 6Z_ 
Dieses Blatt hat ein Unbekannter von der Gegenseite copirt, so dass 
Maria links sitzt. Links unten steht: Annib. Car. in. 
J. Episcopius radirte nach diesem Meister die bekannte Vorstellung 
der Samariterin am Brunnen mit dem Heilande, und bezeichnete das 
Blatt: Armib. Car. inu, fol. Das von A. Carracci radirte Blatt ist mit 
dem Namen Anibal Car. bezeichnet, und wurde daher oben N0. 1040 
aufgezählt. 
1054. Andrea Splnelli. Bildhauer von Parma, blühte in der ersten 
AN_ SP_ F, Hälfte des 16. Jahrhunderts, und machte sich 
AND SPINQ E durch schöneBronzewerke bekannt. Als Münz_ 
ANDREAS SPIN F meister der Stadt Venedig fertigte er auch 
  einige Medaillen, welche mit der Abbreviatur 
des Namens bezeichnet sind. Auf der schönen Bronzemedaille mit dem 
Bildnisse des Dogen Andreas Gritti von 1533 steht: AN. SP. F. Der 
Revers dieses Stückes stellt die Kirche S. Francesco della Vigna vor. 
Mit AND. SPIN. F. bezeichnet ist die Medaille auf den Senator Giro- 
lamo Quirini, und AND. SPIN". F. steht auf jener mit dem Bildnisse 
des Antonio Mula, zehnten Herzogs von Creta. 1538, u. s. w. Die 
Zahl der Medaillen SpinellPs ist indessen nicht gross. 
1055. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 
1:1. Jahrhunderts in Deutschland lebte. Er 
. ' stammt wahrscheinlich aus der Familie der 
' Tomann, oder Thoman, welche in Ulm, Augs- 
' burg und Nürnberg Mitglieder zahlte. Obigeg 
Zeichen steht auf Gemälden mit biblischen Darstellungen auf Goldgrund 
mit eingepressten Verzierungen. Wir erhielten Kunde von einer Ver- 
kündigung des Engels an Maria, und von einer Anbetung der Könige 
im Stalle. Diese Gemälde kamen in Württemberg zum Vorschein, unser 
Berichtgeber kannte aber den Fundort nicht. 
 1055. Cäsar Antßn Accius, Landschaftsmaler und Radirer, war 
Ä „ um 1609 thätig. Zani nennt ihn Accius, Accer, Accfer und 
71,4" Accker, ohne Angabe des Geburtsortes, und zählt ihn übrigens 
zu den geschickten Künstlern. 
Obige Namensabkürzung fand Börner auf einem radirten Blatte, 
welches eine Landschaft mit Staffage vorstellt. Links sieht man neben 
dem breiten Wege einen Wasserfall, der zu dem im Mittelgrunde be- 
iindlichen, theils mit hohem Buschwerk, theils mit alten Gebäuden be-
        

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