Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550736
ANIC. 
1042 
1044. 
455 
Blatt ist ganz mit dem Stichel ausgeführt, und zeigt geringe Uebung 
in Führung desselben. Annibale scheint desswegen das Blatt nicht ge- 
stochen zu haben, da der Stich der sogenannten Madonna della: Ron- 
dinella. von 1581 bei aller Unbeholfexibeit noch besser behandelt ist. 
Das Blatt mit St. Franz scheint im Vergleiche mit letzterem Schüler- 
Arbeit zu seyn. Der Beisatz fe. dürfte erst nach Annibaleüs Tod auf- 
gestochen worden zu seyu.  
"M2. Annibale Uarracoi gab verschiedenen Meistern Veranlassung, 
 C  nach dessen Gemälden und Zeichnungen in Kupfer 
 zu stechen. Auch Originalradirungen Anu1hale's 
Am- Gar- Jn-  wurden copirt. Wir Enden es daher gerathen, 
über die Blätter mit dieser Abhreviatur Auskunft zu geben. 
1) St. Hieronymus in der Wüste, wie er, den Blick nach dem 
Himmel richtend, mit dem Steine in der Rechten seine Brust schlägt. 
Links unten säehlth: ANI. (äAR. IN.,  ÜSIHZMÄlZI-il: S. HIERONYMUS, 
und rechts: A  GAR.  1646.    Br. 6 Z. 1 L.  
Dieses Blatt ist gegenseitige Copie nach der RadirungAnnibalds, B. N0.14. 
Der Verfertiger ist der Maler Carlo Garbieri, der Sohn des Lorenzo 
Garbieri, welcher Nipote dei Carracci genannt wurde. 
2) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde in der Landschaft, wie sie das 
Kind in das Wasser stellt, um ihm die Füsse zu waschen. Links unten 
steht: Ani. Car. Jn., rechts: Luigi Perugino del. e scuL, und im Rande 
ist die Dedication an Domenico Regi, kl. fol. 
3) Die Cananäerin bittet den Heiland um Heilung ihrer Tochter. 
Links unten: An-i. Car. Jn. Pet. del Po del. et scul. H. 15 Z. 4 L. 
Br. 11 Z. '10 L.  Dieses Blatt ist nach AnnibalesGemälde in der 
Capelle des Palazzo Farnese gestochen. Im zweiten Drucke stehen 
rechts nnteäi die Buchstaben G. P., welche die Adresse des Girolamo 
Paciiico bil en. 
4) Dieselbe Darstellung, in gegenseitiger Oopie nach P. del P0. 
Am". Car. in. Co-ypel ex. cum pri. Reg. pres. S. gve. 
5) Dieselbe Darstellung, gestochen von Carlo Cesio, mit Dedication 
an Caspar Moroni, und der Abbreviatur: An-i. Car. Jn. H. 11 Z. 6 L. 
Br. 9 Z. 2 L. 
1043. Annibale Oarracci bezeichigelte auf sollcihe Weisedeines der 
ersten atter, we c e er mit em Grab- 
ANI" CAR' BOL" F' IN' stichel ausgeführt hatte. Er zeigt darin 
noch eine ziemliche Unbeholfenheit, wusste aber die Zeichnung um so 
strenger festzuhalten. Bartsch XVIII. p. 185 N0. 8 beschreibt dieses Blatt. 
La Madonna dclla Rondinella.- Maria sitzt mit dem Kinde auf dem 
Schoosse, und halt eine Schwalbe (Rondinella), welche das Jesuskind 
dem Johannes streitig macht, so dass dieser weint. Im landschaftlichen 
Grunde führt Joseph den Esel. Links in halber Höhe: ANI. GAR. BOL. 
F. IN., und unten 1581. H. 5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 5 L. 
Dieses Blatt soll Annibale. in Concurrenz mit Agostino Carracci 
gestochen haben, was dahin gestellt bleibt. Die späteren Abdrücke 
desselben haben RossPs Adresse, wovon Bartsch schweigt. 
1044. Aunibale Garracci zeichnete mit dieser Abbreviatur ein ra- 
aq  dirtes Blatt, welches die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf 
 Wolken, und oben zu den Seiten zwei Cherubimköpfe zeigt. 
Links unten steht: F. B. V. I. (F. Baroccio 26236212330 Invenit), und in 
der Mitte: Ahi. e. H. 8 Z. 10 L. Br. 6   
Dieses Blattr schreibt man zuweilen dem Agostino Carracci zu. 
Bartsch, P. gr. XVIII. p. 187 N0. 10, hält es aber für ein Jugendwerk 
Annibale's. Agostino hat indessen dieselbe Darstellung geäoqchen, B.No. 33.
        

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