Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550697
ANGF 
ANGK. 
1033 
1034. 
451 
1033- Angeln Faloone, Maler und Radirer, geb. zu Neapel 1600, 
Ang_   gest. 1665. Schüler des Spagnoleto, theilte er 
  mit diesem auch die ganze Wildheit des Charak- 
Ang. [(1160 IÖ 19. ters. An seinen Händen klebte zur Zeit des Ma- 
An in Falw saiiiello spanisches Blut, nach welchem er als 
9' ' Anführer der Compagnia della morte dürstete, 
Gewaltige, meistens kriegerische Vorfälle behandelte er auch in Ge- 
mälden, und die Mitwelt gab ihm den Ehrennanieu des Oracolo delle 
battaglie. In seinen radirteu Blättern nimmt er aber eine andere Rich- 
tung ein, indem er auch religiöse und mythologische Stoffe behandelte. 
Falcone wird indessen zuweilen mit einem älteren Meister, Namens 
Angiolo Falconeto, verwechselt, über welchen wir unter AF. N0. 543 
Nachricht gegeben haben. Bartsch P. gr. XX. p. 95 HI beschreibt 
20 Blätter von A. Falcone, und darunter vier Apostel, welche nach 
der Vermuthung des genannten Schriftstellers Theile "einer Folge von 
12 Blättern" seyn dürften. Diese Folge _existirt wirklich. Wir sahen 
sie in 6 Blattern,  zwei Figuren auf einem. H. 411„ Z. Br. 711a Z. 
Folgende Blatter sind mit der Abbreviatur des Namens versehen: 
1) Apollo auf dem Parnass sitzend, wie er mit der Linken eine 
Maske verhält. Neben ihm frisst Pegasus Blätter von den rechts steh- 
enden Lorbeerbäumen. Links unten: Ang.  H.8Z.2L. Br. l1Z.4L. 
 Im sehr seltenen ersten Drucke hat dieses Blatt die Abbreviatiir 
nicht. Bartsch (N0. 20) kennt nur die zweiten Abdrücke. 
2) Der Kampf von mehreren nackten Männern zu Fiiss und zu 
Pferd. In der Mitte sucht ein Mann seinen Gegner mit der Lanze zu 
gurchlloäreäiln gervlllittg unten steht: Ang. falco 1019. H. 9Z. 8 L. 
1'.    l O.  
3) Sirenen, Najaden und Tritone. In der Mitte vorn liegt Amor 
auf dem Rücken eines Delphiiis. Unten links steht: Angl" falco, aber 
sehr schwach geritzt. H._8 Z. 2 L. Br. 11  _5 L. B. N0. 17.  
Diesein Blatte soll eine Zeichnung von Parmegianino zu Grunde liegen, 
es fragt sich aber, ob es von dem Neapolitaner A. Falcone radirt ist. 
Es lebteauch ein GiovanniAngelo Falcone oder Falco, welcher Maler 
und Radirer war. Die Abbreviatur des Namens wurdeerst bei der Re- 
touche der Platte auigesetzt. Die früheren Abdrücke sind unbezeichnet. 
 4) Das reich verzierte Grabmal eines Gelehrten. Er sitzt mit auf 
die Rechte gestutztem Kopfe, und oben im Ovale ist das Bild der 
hl. Jungfrau. In der Mitte unten: Angl" Falco. H. 11 Z. 3 L. B11 
8 Z. 2 L.  N0. 1B.  Die Zeichnung zu diesem Denkinale legt man 
  Barde 
   , a ischeinlich die 
Cgmpolsitäon  Dies Altibrewiiatäii: (clles Namens steht nur auf den 
re ouc ir en rüc cn. pa er wur e er i aine aiisradirt, und Ras- 
ciottils Adresse eingestochen. Der Verfertiger ist daher wahrscheinlich 
der oben erwähnte Giovanni Angele Falco. 
1034. Maria Augelica Kauffmann, die berühmte im Jahre 1807 zu 
x Rom verstorbene Malerin, hat auf solche 
- Weise einige ihrer radirteii Blätter be-V 
ß.  zeichnet. Auf andere Radirungen haben 
ß? WM  o J wir unter den Iäitialen A. K. N0. 784 auf- 
 merksam gemac t.   
h 1b 1) gohann XVinckelmann, Archäolog und Schriftsteller, sitzend in 
a er igur. n  f. ec.. 4. 
2) Die halbe Fgigur etines jungen Mädchens vor einem grossen Buche, 
auf welches es den Ellbogen stützt. Ang. K. fec., 8.'
        

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