Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550671
ANDS. 
1030 
1031. 
449 
nähert. Zur Seite sitzt Elisabeth, neben welcher man ein Hündchen 
sieht, und auf dem Boden laufen drei Vögel. Durch das Fenster blickt 
man auf Landschaft mit einer Burg. 
A. Reumont (Andrea del Sarto, S. 205) ist nicht geneigt, dieses 
Bild dem A. del Sarto zuzuschreiben, da es von dem Charakter seiner 
übrigen Gemälde bedeutend abweicht. P. E. Moitte hat das Bild für 
das Dresdener Galleriewerk gestochen. 
1030. Andrea del Sarto, nach seinem anygeblichen lflanfiilignnamen 
    annuec 1, an III neu- 
 SAR.  FAB.  ester Zeit an Alfred Reu- 
    mont einen Bio ra hen 
    dessen Werk 1835 ieildiAi 
Brockhaus in Leipzig erschien. Wir haben es bei der Bearbeitung des 
Artikels über A. del Sarto im Künstler-Lexicon XIX. S. 389 H". zu Grunde 
gelegt, und somit bleibt hier nur übrig, über die Abbreviatur zu spre- 
chen, welche nach Reumont nur auf zwei Gemälden vorzukommen scheint. 
Das eine derselben ist zugleich das berühmteste Werk des Künstlers, 
bekannt unter dem Namen der Madonna dl San Francesco, oder auch 
unter jenem der Madonna delle Arpie. Maria steht aufrecht auf einer 
Basis, und das Kind umklammert ihren Nacken. Rechts steht St. Fran- 
ciscus, und links der Evangelist Johannes, welcher in das an sein ge- 
bogenes linkes Knie gelehnte Buch schreibt. Am Fhissgestelle der Ma- 
donna sind Harpyexi angebracht, und an der achtseitigen Basis liest 
man r AiTl. SFr. Fld. FÄJ Ad summa; regina tronE-defertur in allumJ MDXVII, 
Dieses Gemälde befindet sich jetzt in der Tribune der florentinischen 
Gallerie. Der Stich des Pater Lorenzini ist sehr nachlässig behandelt. 
Jakob Felsing hat aber in neuerer Zeit den Charakter des Urbildes 
genau gegeben. Ueber letzteres vgl. Reumont, Andrea del Sarto, S. 94. 
Das zweite Gemälde ist eine Pieta von 1519. Der Leichnam des 
Heilandes liegt auf einem hingebreiteten Tuche, und ein Engel unter- 
stützt ihm knieend das Haupt, während ein zweiter den Schwamm hält. 
Hinter der Gruppe kniet die Mutter in Thriinen und mit gefalteten 
Händen. Auf diesem Bilde liest man: 417,2. SH, FTO, F112, Man findet es 
in der k. k. Gallerie zu Wien, und ein Stich von B. Höfel macht die 
Composition im weiten Kreise bekannt. Vgl. darüber Reumont l. c. S. 117, 
Weiteres über A. del Sarto's Familiennamen s. unter dem Mono. 
gramme AV. 
1031. Andrea del Sarto, der im vorhergehenden Artikel erwähnte 
Meistenbediente sich gewöhnlich eines 
aus den Buchstaben AV. bestehenden 
CA f W   Mouogrammes, und zuweilen kürzte 
S  er auf Gemälden den Namen ab. Hier 
VmQDRJ AKT" INVE handelt es SlCh nur um Kupferstiche 
nach seinen Gemälden oder Zeichnungen. Johannes Maria Berellius 
stach nach ihm eine hl. Familie, und deutete den Erfinder durch die 
erste Abbroviatur an. Dieses Blatt ist selten, und in Quartformat. 
Cäsar Robertus stach nach del Sarto das Gleichniss der Arbeiter im 
Weinberge. Fünf Winzer sind um die Kelter beschäftiget. alle in Knie- 
stück. Auf diesem seltenen Blatte liest man: Andr. Sart. 1mm, Cesar 
Roberlivs Incid., qu. fol. Andrea malte die Parabel vom Weinberge im 
Garten des Servitenklosters zu Florenz grau in Grau an der Mauer, 
man sieht aber nur noch Reste von diesen Fresken. Er behandelte 
diese Parabel in zwei Bildern, welche beide von C. Robertus mittel- 
massig gestochen sind,
        

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