Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550662
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ANDR. 
1028- 
1029. 
honorandus, egregius, legt man nur einem Manne der höheren Gesell- 
schaft bei. 
Die Gemälde, welche mit der Inschrift Andreas Mantenea versehen 
sind, können wir nicht namhaft machen. O. Mündler, Essai d'une ana- 
lyse critique de 1a notice des tableaux italiens dce. p. 137, sah ein solches 
bei M. Reiset, auf welchem die Buchstaben des Namens in Gold ge- 
zeichnet sind. ln der k. k. Gallerie des Belvedere zu Wien ist ein 
Bild des hl. Sebastian mit der Schrift in griechischen Majuskeln: T0 
EPFON TOY ANAPEOY M.    Der Rest ist bedeckt. Auf den 
Kupferstichen dieses Meisters kommt weder ein Monogramrn, noch der 
Name vor. Die oben N0. 896, 960.11. 962 gegebenen Zeichen scheinen 
daher von zweiter Hand beigefügt zu seyn. 
A. Mantegua starb zuMantua den 18. September 1506. 1n der 
neuen fiorentiner Ausgabe der Vite des Vasari ist eine von Marquis 
Selvatico verfasste Abhandlung über Mantegna. 
1028. ANDREAS MEDIOLANENSIS. FA. 
Diese Inschrift, mit der Jahr-zahl 1503., steht auf einem Gemälde im 
Museum des Louvre, welches die Kreuzigung Christi auf Holz vorstellt. 
Mr. Villot schreibt es im Cataloge des Museums unbedingt dem Andrea 
Salai oder Salaino zu, O. Mündler (Essai d'une analyse critique de la 
notice des tableuum italions du Musee nationale. Paris 1850, p. 194) 
iindet aber in demselben alle Kennzeichen des Andrea Solario, welcher 
ebenfalls aus Mailand stammt. Der Maler Andrea Milanese hatte aber 
auch den italienischen Schriftstellern zu schaifen gemacht. Lanzi hält 
ihn weder mit Solario, noch mit Salai für Eine Person. Er glaubt, 
dass der Andreas Mediolanensis seine Studien in Venedig gemacht habe, 
weil sich in St. Peter Martyr auf Mnrano ein Altarwerk von ihm findet, 
welches den Namen mit der Jahrzahl 14.95 tragt. Mit Andrea Salai 
wird er bereits in den frühesten Ausgaben der Vite des Vasari ver- 
wechselt; Bottari streitet aber dagegen, indem er darunter den An- 
drea del Gobbo erkennt. Diess ist aber Andrea Solari, dessen Blüthe- 
zeit Vasari irrig um 1530 bestimmt, was fast in alle Schriften über- 
gegangen ist. 
Zani lässt den Andrea Solario del Gobbo (Solari, Andrea del Gobbo, 
Maestro Andrea Milanese) 1458 geboren werden, und er wird hierin 
nicht weit gefehlt haben. Als Todesjahr nimmt er 1508 an, es muss 
aber weiter herabgerüekt werden. Graf Pourtales besitzt ein schönes 
Bild mit dem Namen und 1507, und es ist sicher nicht das letzte. 
Nach L0mazz0's Angabe gilt der Künstler gewöhnlich als Schüler des 
Gaudenzio Ferrari, aber in keinem Werke Solario's ist der Einfluss 
dieses Meisters zu erkennen. Lomazzo brachte durch seine Nachrichten 
über A. Solario, G. Ferrari und B. Luini grosse Verwirrung in die 
Kunstgeschichte. Einmal macht er den Solario zum Schüler des Ber- 
nardo Luini, während letzterer als ein etwas älterer Zeitgenosse zu 
betrachten ist. 
Felibien, Entretiens, Edit. de Trevou IV. p. 404, nennt den A. So- 
lario Andre Solarien, und aus diesem macht Zani einen französischen 
Künstler um 1600. Vgl. oben' ANDREA MEDIOLANSIS 1495. 
S In der k. Gallerie zu Dresden trä t 
1029"  SART ein Gemälde im Charakter der Rafaelg- 
F- sehen Schule diese Inschrift, welche 
sich nur auf Andrea del Sarto beziehen kann. Das Bild stellt die 
hl. Familie dar. hlaria hält das Kind auf dem Schoosse, und ist im 
Begriffe, es in den kleinen Wagen zu setzen, mit welchem sich Joseph
        

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