Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550600
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ANDR. 
1021 
1023. 
1021. Andrea da Jesi gehört zu degjeinägenditalieäiischveläi Malern 
des 16. a r unerts, eren ndenken 
ANDREASägägäS PINXIT die Kunstgeschichte nicht aufbewahrt 
 hat. Man kennt weder seine Familie, 
noch sein Geburts- und Todesjahr. Er wird aber jetzt den Schülern 
RafaePs zugezahlt, weil nämlich in dem einzigen von Andrea bekannten 
Werke die Richtung desselben sich ausspricht. Dieses Gemälde be- 
findet sich in der Kirche der hl. Jungfrau im Castell von San Marcello 
zu Ancona. Es trägt obige Inschrift. Der Marchese Filippo Ratfaelli 
"di Colmullaro wollte diesem Andrea da Jesi in neuester Zeit eine Tafel 
in Santa Sperandia di Cingoli zuschreiben, in welcher aber andere die 
Hand des Innocenzo da Imola zu erkennen glaubten. Der Marchese 
liess darüber eine öffentliche Anfrage ergehen, welche in folgender Piece 
verneint wird: Interne ad una tella di Andrea da Jesi, pittore del XVI 
secolo. Letlera di Angela Angelucci. Ancona 1856, gr. 8. 
1022. Andreas aus Gandia ist einer derjenigen liäaler der noch 
nehme vßßßnßw 11mm äifäilällättäiilliäläit Wläetlottlit 
erhalten hat, vielleicht das einzige dieser Art. Dieses Bild befindet 
sich in der Galerie der Ufüzj zu Florenz, und stellt die Madonna mit 
dem Kinde vor. Auf einer Goldleiste unter der hl. Jungfrau steht in 
rother Schrift: andreas decamiia pinavit. 
Die Lebenszeit dieses Meisters ist nicht bekannt, man dürfte aber 
seine Thätigkeit in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts setzen. Mit 
Andrea Tafi ist er nicht Eine Person, sondern wahrscheinlich ein Zeit- 
genosse des Apollonius, aus dessen Schule der 1294 verstorbene A. Tafi 
hervorging. Die griechischen Maler Apollonius und Theophanes grün- 
deten in der früheren Zeit des 13.Jahrhunderts zu Venedig eine Schule, 
und diesen Meistern wollen wir auch den Andreas de Candia beigesellen. 
1923. Andrea Guacialoti von Prato gehigt zu denjenigen litalieni- 
sc en Miniaturplasti ern des 
ANDREAS GVACIALOTIS- 15. Jahrhunderts, welche erst 
in der neuesten Zeit in ihre 
  vollenReehte eingesetzt wur- 
den. Man unterschied von ihm gewöhnlich einen Andrea da Prato, welcher 
aber auf einem der unten erwähnten Medaillons orvs ANDÖIPRATENS. 
zeichnet, und durch den Buchstaben G selbst auf den Beinamen Gua- 
cialoti leitet. Auch einen Andrea da Cremona wollte man substituiren. 
Ein Künstler dieses Namens herrscht bei Molinet und im Tresor de Numis- 
matique et Glyptique, er hatte aber nie existirt. Dagegen war von je- 
her Andreas Guacialotis, welchen nach dem Vorgange des Venuti alle 
irrig GVACALOTIS nannten, nicht zurück zu weisen, man erkannte ihn 
aber dem angeblichen Andrea da Gremona und dem Andrea da Prato 
gegenüber nicht als Medailleur. Venuti, nach ihm Cicognara, und auch 
die Weimafschen Kunstfreunde (Göthe und Meyer im Programm zur 
Jenaischen Lit. Zeitung 1810, S. VIII.) hielten den Guacialoti nur für 
den Besteller der betreffenden Medaille, es wird aber zu seiner Zeit 
kaum ein solcher auf irgend einer Medaille genannt. Allen Zweifel 
über die Künstlerschaft unseres Andrea Guacialoti hebt ein lateinisches 
Gedicht des Bischofs Campana, welcher am Hofe Pius II. lebte. Es ist 
in dem treffiichen Werke des Dr. G. Vogt: Enea Silvio de Plecolominl. 
Berlin 1856. Vorrede S. XVII. abgedruckt. Auch in der interessanten 
und für Guacialoti entscheidenden Abhandlung des Dr. Julius Friedländer 
in den Beiträgen zur älteren Münzkunde ist dieses Lobgedicht auf Andrea
        

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