Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550502
432 
AMZI- 
 AMZP. 
991. 
ein P. als Hinweisung auf Pennigianino. Diese Zeichen geben wir der 
Ordnung wegen in folgendem Artikel. 
Graf Zanetti starb zu Venedig 1757. Vgl. Künstler-Lexicon an 
angezeigter Stelle. 
991- 511101110 Maria 0011126 Zanetti, Radirer und Formschneider, 
n fand unter der vorhergehenden Num- 
f) mer eine ausführliche Stelle, und da- 
 her ist dieser Artikel nur als Supple- 
ment zu betrachten. Die gegebenen 
Zeichen findet man auf Holzschnitten 
m1. des Meisters, welche nach den bei- 
x 1 gefügten Daten ans den Jahren 1723, 
1725 und 1727 stammen. Das erste Monogramm steht auf einem Blatte 
in Helldunkel von drei Platten, welches den Mutius Scävola vorstellt, 
wie er in Gegenwart von fünf Kriegern die Hand. in das Feuer halt. 
Links oben ist das Zeichen mit I. f. 1727. H. SZ. 7L. Br. 6Z.7L. 
Dieselbe Darstellung, aber etwas kleiner, kommt auch in ZanettPs Rac- 
colta di varie stampe a chiaroscuro etc. vor. Die Zeichnung ist von F. Par. 
megianino, und daher kann der Buchstabe I. nicht lnvenit bedeuten, 
wie man geglaubt hat. Es ist Junior zu lesen, wie diess aus einem 
zweiten Helldunkel von vier Platten nach Rafael hervorgeht. Dieses 
Blatt zeigt eine sitzende weibliche Figur, welche den linken Arm an 
die Brüstung des Fensters lehnt. Links oben, wo ein Engel mit dem 
Kreuze erscheint, steht RV., rechts das Zeichen ZanettPs mit dem Bei- 
satze Iun. Dieses Blatt beschreibt Bartsch N0. 3, und er bemerkt 
Bd. XIII. p. 191, dass im Gabinet Fries ein Abdruck ohne dasselbe sei. 
Dafür aber steht links unten das Monograinm des Andrea Andreani 
mit der Beischrift: in manloua 1.602. Zanetti wollte damit den J. Ma- 
riette täuschen, welchem er einen Abdruck auf altes, zerrissenes Papier 
übersehickte, um ihn glauben zu machen, dass diess ein unbekanntes 
Blatt des A. Andreani sei. ltilariette erkannte aber den Scherz, und 
schrieb den Hergang auf die Rückseite des Abdruckes. Dieses Exem- 
plar befand sich bis 1837 im Cabinet Oicognara, und A. Zanetti (Ca- 
binet Cicognara. p. 66) gibt Mariettels Aufschrift. Die Abdrücke mit 
AudreauPs Mouogrannn 1602 sind ausserst selten, da es Graf Zanetti 
wieder wegnahm, und sein eigenes Monogramm auf die Heizplatte setzte. 
Das Exemplar aus der Sammlung des Grafen Fries besass ebenfalls 
Graf Cicognara. Dieses Blatt hat ein vollkommen altes Ansehen. 
H. 6 Z. 7 L. B124 Z. 2 L. 
Die Zeichen mit dem Buchstaben P. findet man auf einigen Holz- 
schnitten nach Zeichnungen des Parmigianine, und sie kommen in der 
erwähnten Raccelta vor. Ueber dieses berühmte Werk haben wir im 
Künstler-Lexicon XXII. S. 215 Aufschluss gegeben. Es erschien 1749 
in Venedig in 72 Blättern in Helldunkel, gr. fol. Die Blätter datiren 
aber von 1721 an, und sind in ersten, sehr seltenen Abdrücken meistens 
ohne Schrift und Jahrzahl. Mehrere versah er dann mit Dedication an 
Freunde, und auch diese Blätter gehören zu den alten Abdrücken, da 
er sie nach der Vollendung denselben übermacht hatte. Auch diese 
Exemplare sind jetzt sehr selten, so wie die Gesammtausgabe von 1749. 
Conte Zanetti sagt in der Vorrede, dass er nach Herstellung von 
30 completen Exemplaren die Platten vernichtet habe. Bartsch XII. 
p. 162 ff. beschreibt 71 Blätter in Helldunkel, und (larunter sind 63 
nach Zeichnungen von Parmegianino. Letztere sollen diejenigen seyn, 
welche Antonio da Trcnto dem Künstler geraubt hatte. Das Werk be- 
steht inclusive zweier Titel aus 72 Blättern.
        

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