Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550488
430 
AMW  
AMZ. 
988- 
989. 
Bartseh VI. p. 362 ff. beschreibt von Mair von Landshut 12 Kupfer- 
stiche. Im Künstler-Lexicon VIII. S. 204 N0. 14 haben wir ein diesem 
Schriftsteller unbekanntes Blatt beigefügt. Es stellt einen vornehmen 
Herrn vor dem Altarc betend dar. Die Capelle ist reich in byzantini- 
scher Weise verziert. Oben in der Nische sind zwei leere Wappen- 
schilde mit in Schnörkel endenden Löwen zu den Seiten. In der 
Mitte über dem Bogen steht die Jahrzahl 1499, und unten am Rande; 
MAIR. H. 8 Z. 5 L. Br. 5 Z. 8 L. Dieses seltene Blatt stellt wahr- 
scheinlich den Herzog Georg den Reichen von Nieder-Bayern vor. 
Die beiden Löwen als Wappenhaltei- deuten auf Bayern. Der Herzog 
kniet demnach in dem alten Hausoratorium auf tleisTratisnitz, wo er 
1503 starb. 
Nach dem, was wir hier beigebracht haben, ist es uns nicht zweifel- 
haft, dass Mair aus Landshut in Bayern stamme. Man möchte nur ein- 
wenden, dass sein Taufname auf keinem der von Bartsch beschriebenen 
Blätter stehe, und somit unser Nicolatis Alexander Mair auch ein an- 
derer Künstler seyn könne. Die Möglichkeit wollen wir nicht absprechen, 
beide aber müssen zu Landshut in Bayern gelebt haben. E. Hawlik 
(Zur Geschichte der bildenden Künste in Mähren. Brünn 1838, S. 20) 
fand für seinen N. Mair in Olmütz kein nrkundliches Zeugniss. E1- 
lasst ihn nur willkürlich um 1499 in der genannten Stadt sich etabliren. 
Der Buchstabe N bedeutet nur, dass Hawlik den Tfaufnamen seines 
angeblichen OlmützerMair nicht kannte. Das Monogramm ist ebenfalls 
nicht gegen unsere Ansicht. Es scheint aus den Buchstaben AM VL 
zu bestehen, das L in der schiefen Lage zugleich das V andentend. 
Sollte diese Erklärung nicht genügen, so geht vielleicht noch deutlicher 
ANM hervor, d. h. der Name Alexander Nicolaus Mair. Wir wissen 
aber auch noch von einem Gemälde aus einer Kirche in Landshut, mit 
dem Monogramme M VL. Der Buchstabe L geht der Art schief durch 
das M, dass man bei genauer Betrachtung sogleich die Bildung V1, 
erkennt. Man muss also hIair von Landshut lesen. 
 Andreas Matthäus Wolfgang, Kilpferstecher von Augsburg, 
ist durch Bildnisse, und andere Darstellungen 
4M  bekannt. Auf den meisten Blättern steht der 
vijy _ Name des Künstlers. Mit AMW So. bezeichnet, 
ist ein schönes Blättchen mit einer nahenden Frau 
im Zimmer. Die anderen Initialen stehen auf einem Blatte mit einer 
Volksscene aus Algier. 
Im Künstler-Lexicon XXII. S. 60 haben wir mehrere andere Blätter 
dieses Künstlers verzeichnet. Er starb 1736 im 76. Jahre. 
989. Ccnte Antonio Maria Zanetti Giovane, der Neffe des gleich- 
namigen Künstlers, welcher sich durch seine 
Blätter in Helldnilkel ausgezeichnet hatte, 
wurde um 1716 zu Venedig geboren. Schüler 
des N. Bambini widmete er sich in den glück- 
lichsten Verhältnissen der Malerei, hinter- 
NV- liess aber nur wenige Radirnngen, welche 
'  gewöhnlich seinem Onkel beigelegt werden. 
Letzterer bediente sich eines ähnlichen Mo- 
nogramms, setzte aber bei ausgeschriebenem Namen "Hier. F. etc." bei, 
da er sich A. M. Zanetti di Girolamo (Hieronymi) nannte. Der jüngere 
Zanetti di Alessandro steht auch als Schriftsteller in hoher Achtung. 
Ein Quelleuwerk ist dessen „Descrizio-ne delle publiche pitture delta sind 
rli Venczia  1733. 1771 u. 1797. Zu grossem Danke verpflichtete 
er auch die Nachwelt durch die Bekanntmachung verschiedener Ueber-
        

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