Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550383
420 
AMF. 
962 
963. 
2) Stephan Schwarz der Rechten Doctor dzc. Halbe Figur mit den 
Handschuhen in der Linken, fast von vorn gesehen. Rechts oben ist 
das Wappen, und links unten das erste Monogramm. H. 9 Z. 4 L. 
Br. 6 Z. 8 L. 
3) Die hl. Jungfrau mit dem Jesuskinde auf dem linken Arme, 
welchem sie einen Apfel und einen Vogel reicht. Das vierte Zeichen 
ist rechts oben im Täfelchen. H. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 9 L. 
4) Die hl. Barbara mit Buch und Kelch. Sie steht, und ist von 
vorn gesehen. Im Grunde zeigt sich eine Kirche, und das vierte Zeichen 
ist rechts oben. H. 2 Z. 9 L. Br. 1 Z. 10 L. 
5) Die hl. Dreieinigkeit. Mit dem zweiten Zeichen. H. 3 Z. 9L. 
Br. 2 Z. 8 L. 
962. Andrea Mantegna soll sich dieses Monogramms bedient haben. 
welches aber eben so wenig durch ihn selbst auf Blätter 
"S, Q oder Gemälde gesetzt wurde, als das N0. 960 gegebene Zei- 
Q1439 ehen. Man findet es nur auf einem Kupferstiche, welcher 
v? dem Andrea Mantegna unterschoben wurde, Bartsch P. gr. 
dys XIII. p. 24a No. 2. Das Blatt stellt Christus mit der 
Siegesfahne dar, wie er durch die Pforte der Vorhölle 
schreitet. Rechts am Eingangs steht ein Greis, links 
sieht man zwei Männer und zwei Frauen, und gegen den Heiland heran 
kommt ein Patriarch, welcher aber nur in halber Figur sichtbar ist. 
Rechts unten in der Ecke ist das Tafelchen. H. 8 Z. 2L. Br. 10 Z, 
Dieses Blatt ist von einem neueren Meister gestochen, aber nicht 
nach Mantegnzüs Blatt, B. N0. 5, sondern nach einem Gemälde im Pa- 
lazzo Durazzo zu Genua, welches dem A. Mantegna zugeschrieben wurde. 
Dieselbe Darstellung ist auch von einem anonymen Meister sehr gut 
gestochen. Er gehört ebenfalls der neueren Zeit an, und vielleicht ist 
das eine oder das andere Blatt Copie. Ueber die Copisten nach Stichen 
und Zeichnungen des Mantegna werden wir unter dem Monogramm MF. 
handeln. Kein Blatt mit einem Monogramme scheint acht zu seyn, da, 
Mantegna sich keines Zeichens bediente. Bartsch gab (lesswegen die 
beiden erwähnten Blätter im Anhange N0. 1 und 2. Das anonyme ist 
9 Z. 2 L. hoch, und 9 Z. 4 L. breit. 
963. Marc Antonio Raimondi soll sich nach Brulliot I. N0. 354 
des ersten dieser Zeichen bedient haben, was wir für 
M M die frühere Zeit des Meisters gelten lassen, da ihm auch 
, das N0. 960 gegebene abweichende Monogramm unzweifel- 
haft angehört. Das gewöhnlich aus MA und M AF gebildete Hand- 
zeichen des Marc Anton, unter welchem wir ausführlich auf ihn zurück- 
kommen, iindet man daher nur auf Stichen seiner zweiten Periode. Wir 
kennen indessen kein Blatt mit dem ersten Zeichen, und es wäre wohl 
möglich, dass es aus dem zweiten hervorgegangen sei. Letzteres findet 
man auf einem Blatte mit RafacPs Kindermord, einer Copie des alten 
Stiches, welchen Bartsch N0. 19 Le Masssacre au rhicot, den Kinder- 
mord mit dem Taxbäulnchen xiennt. Die Copie ist von der Seite des 
Originals,-.lirid hat am Piedestale folgende Schrift: ROME [ AD. S. M., 
an welche sich das Monogramm schliesst. H. 10 Z. 3L. Br. 15 Z. 10 L. 
Die gegebene Adresse stimmt nicht für Marc Anton, und da es sich 
nur um eine Copie handelt, so hat dieser Meister auch das Monogramm 
anfgestochen. Das Original tragt kein Zeichen dieser Art, und so- 
mit könnte das Monogramm auch einen anderen Künstler andeuten, 
wenn nicht vielmehr die Copie dem Marc Anton unterschoben wurde. 
Sie ist alt, und so-selten, dass sie Zani für fast nnaufiindbar erklärt. 
Andere wollten dagegen den Copisten um 1630 setzen, denen wohl nicht
        

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