Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550340
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AMD 
956 
957. 
ist auch noch durch andere Blätter bekannt, wie durch eine Copie nach 
Albrecht Dürer's Familie des Satyr, B. No. 69. Das Monogramm auf 
diesem Blatte ist aber anders geformt. Das D steht kleiner zwischen 
dem zusammenhängenden MA. Auf einer veränderten Copie von DÜYGIJS 
Apollo und Diana, B. No. 68, steht jenes Zeichen, welches, aus A DM 
bestehend, von Brulliot I. N0. 266 dem Esemius Adami zugeschrieben 
wird. S. hierüber unter ADM. No. 438. 
955. Unbekannter italienischer Meister, welcher im 17. Jahr- 
" hunderte gelebt zu haben scheint. Man findet ein radirtes Blatt 
Aß mit diesem Zeichen, welches eine Marterscene vorstellt, und eben 
so steif gezeichnet, als trocken radirt ist, qu. fol. Uebrigens gehört 
es zu den Seltenheiten. Wir haben durch Herrn Harzen Kunde davon, 
und fanden das Blatt in keinem Oataloge beschrieben. 
957. Anna Maria de Koker ist durch Zeichnungen und radirte 
 Blätter bekannt, übrigens aber weiss man nur, dass sie 
ßüü in Holland gelebt hat. Sie scheint indessen Künstlerin 
von Profession gewesen zu seyn; die radirten Blätter derselben ver- 
rathen nicht so sehr die Hand einer Dilettantin. Uebrigens sind sie 
meistens sehr selten, und werden desswegen von den Kunstsammler-n 
gesucht. Immerzeel hält sie für einen Mann, und bemerkt, dass 1824 
bei der Auktion des Cabinet Fries acht Blätter mit 12 fl. bezahlt wur- 
den. R. Weigel werthet aber einzelne Blätter auf 3 Thlr. A. M. de 
Koker war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. 
Die Ratlirarbeiten dieser Künstlerin dürften sich gegen 20 Blätter 
belaufen. Sie sind in der Weise des Hobbema, Molyn, van Goyen, 
Swanevelt 8m. behandelt. Die meisten sind mit dem Namen A. M. de 
Kokor bezeichnet. Im Künstler-Lexieon VII. S. 129 haben wir nach 
dem Catalog Riga], und nach Brulliot I. No. 29 eilf Blätter verzeichnet, 
welche meistens in kleinem Formate sind. Hier fügen wir folgende in 
nähererBeschreibung bei. Das Zeichen tragen nur die beiden letzten. 
1) Die beiden Nlänner mit dem Hunde. Rechts des Blattes sieht 
man einen Hügel, worauf drei Bäume stehen. Am Hügel ruht ein 
Mann, und vor ihm steht ein anderer Mann in Begleitung des Hundes. 
Im Hintergrunde links zeigt sich ein Kirchthurm. Unten im Rande 
steht: A. M. rle Koker fe. Rund, Durchmesser 4 Z. 9 L. 
2) Die Hütte am Wasser. Man sieht sie unter mehreren kleinen 
und einem grossen Baume, und im Wasser schwimmen zwei Enten. 
Links neben der Hütte ist ein Feld eingezäunt, und weiter zurück 
steht eine zweite Hütte. Unten links im Rande: A. M. de Kalter fecit. 
H.4Z.8L. Br.6L.6L. 
3) Der viereckige Thurm. In Mitte des Blattes erhebt sich ein 
schlanker Baum bis an den oberen Rand, und am Fusse desselben geht 
ein Mann mit dem Stocke nach dem Vorgrunde. Links sieht man 
einen grossen Baum und einige Weiden, und nach rechts im Mittel- 
grnnde stehen fünf andere Bäume am Wasser in der Nähe des Thurmes. 
Im Grunde erhebt sich ein Berg. Unten links im Rande: A. M. D. 
Kuker. H. 4 Z. 11 L. Br. 7 Z. 2 L. 
4) Landschaft mit Reisenden und Eseln. Im Mittelgrunde ist ein 
Wasserfall und ein Holzsteg. In Swanevelfs Manier, aber ohne Namen. 
H3Z.10L. Br.4Z.8L. 
5) Landschaft mit einem Wege zur Rechten und einer Hütte im 
Mittelgrunde links. In H0bbema's Manier. Unten: A. M. D. Koker 
fecit, qu. fol.  
6) Landschaft mit einer Dorfansicht. Im Vorgrunde schlängelt slch 
ein Fluss bin. In J. v. Goyerfs Manier. A. M. D. Koker fecit, qu. fol.
        

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