Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546291
Initialen. 
 Peter Auer, Bildhauer von Ulm, war um 1508-1535 thätig. 
Er fertigte die Holzschnitzwerke an der Orgel im Dome der 
Ä genannten Stadt, und zeichnete dieselben mit dem gegebenen 
-Buchstaben. Vgl. Kunstblatt 1833, S. 413. 
21. Unbekannter Formschneider, warum 1520 thätig, wahrschein- 
lich in Cöln. Merlo hatte indessen keine Kunde von 
Ä  ihm, wir können aber durch gütigeMittheilungdes Hrn. 
, J. A. Börner Werke seiner Hand namhaft machen. 
1) Die Kreuzigung Christi. Das Kreuz erhebt sich in der Mitte, 
und ein Kriegsknecht reicht links dem Heilande den Schwamm hinauf. 
Rechts vom Kreuze ist ebenfalls ein Soldat. Im Vorgrunde von dieser Seite 
her liegt Maria in Ohnmacht auf dem Boden von Johannes und einer 
Frau unterstützt. Gegen den Rand zu würfeln Soldaten um die Kleider 
des Heilandes, und der Schächer hängt am Kreuze. Links sieht man das 
erste Zeichen, und an der Vase neben dem Kreuze Christi stehen die 
Buchstaben MW, als jene des Zeichners. H. 6 Z. 1 L. Br. 13-14 Z. 
2) Die Ansicht von Cöln in grossem Formate, aber verschieden 
von dem Prospecte des Anton Woensam aus Worms, welcher 1531 er- 
schien und eine Länge von 10 F. 9 Z. 11 L. hat. Diese Ansicht von 
Cöln ist mit dem zweiten Zeichen versehen, und das beigefügte Messer- 
chen gibt den Xylographen zu erkennen. Ueber den Zeichner MW. 
werden wir an betreffender Stelle handeln. 
22. Unbekannter Meister aus der zweiten Hälfte des 15. Jahr- 
hunderts. Er scheint nicht zur Zunft der Goldschmiede zu ge- 
khören, sondern ist als origineller Maler zu betrachten, welcher 
seine eigenen Compositionen sehr fein und mit allem Ausdrucke 
auch in Kupfer zu geben wusste. In der Auffassung erinnert er an 
die Schule der van Eyck, und namentlich auch an die Bilder des so- 
genannten Israel van Meckenen in der kgl. Pinakothek zu München, 
welche höchst wahrscheinlich von dem jüngeren Rogier van der Weyden 
herrühren. Brulliot II Nr. 2 macht ebenfalls auf diesen Meister auf- 
merksam, gibt aber das Zeichen in abweichender Form. Nach der An- 
gabe dieses Schriftstellers hinterliess der Meister A eine Folge von 
51 Blättern mit biblischen Vorstellungen. In1 brittischen Museum sind 
deren 49, wir haben aber Kunde von 50 Blättern, von welchen nur 
zwei das obige Zeichen tragen. Ein Blatt ist mit SA bezeichnet, auf 
welches wir zurückkommen. Die 50 erwähnten zart behandelten Blätt- 
chen, von welchen uns aber nur etliche vorlagen, besitzt jetzt Herr 
F. Butsch in Augsburg, dessen Sammlung an alten und seltenen Blättern 
reich ist. Sie befanden sich in einem um 1470 in vlämischer Sprache 
geschriebenen Gebetbuche eingeklebt, und sind theils miniaturartig aus- 
gemalt. Das Manuscript kam 1853 bei J. M. Heberle in Cöln zur Auk- 
tion. Wir geben hier das Verzeichniss der Blätter, so dass es unter 
SA nur des Rückweises bedarf. Eine genaue Beschreibung können wir 
nicht liefern. H. 2 Z. 6-7 L. Br. 1 Z. 9-10. L. 
1) Adam und Eva am Baume der Erkenntniss. 2) Die Vertreibung 
der ersten Menschen aus dem Paradiese. 3) Die kleine Maria im Tempel. 
4) Maria und der verkündende Engel, dessen Gruss auf der Bandrolle 
steht. 5) Die Vermählung der hl. Jungfrau. 6) Der Besuch der Maria 
bei Elisabeth. 7) Die Geburt Christi. 8) Die Beschneidung des Jesus- 
kindes. 9) Die Opferung der hl. drei Könige. 10) Die Flucht der 
hl. Familie in Aegypten. 11) Der Kindermord. 12) Jesus im Tempel 
unter den Schriftlehrern. 13) Die Taufe (Yhristi. 14) Christus in der 
Wüste vom Teufel versucht. 15) Die Hochzeit zu Cana. 16) Christus 
bei der Samariteriu amBrunncn. 17) Magdalena wäscht dem Heilende
        

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