Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550240
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Künstler die Platten abschleifen liess, um darauf zu malen. Seine klei- 
neren Bilder sind nämlich meistens auf Kupfer ausgeführt. Er liebte 
 reiche Compositionen, in einem halb italienischen, und phantastischen Style. 
937. Anton Mirou, Maler, blühte um um  1653 in Flandern. 
ß  Er malte Landschaften mit biblischen Scenen in einer 
der BreughePschen Schule verwandten Weise. Dann findet 
man auch Jagdstücke von ihm, wobei die Jäger theils zu Pferd er- 
scheinen. Mirou war ein guter Zeichner, und eben so tüchtig in Füh- 
rung des Pinsels. M. Marian stach viele Landschaften nach seinen 
Zeichnungen. Auf einigen Blättern nennt sich der Künstler Mirulaeus. 
Die Buchstaben AM findet man auf leicht behandelten Oelbildern, welche 
mehr als Skizzen zu nehmen sind. 
938. Adalbert Müller, Zeichner und Maler zu Berlin, machte seine 
Studien an der Akademie daselbst, und entwickelte 
A. PTLYI M ein glückliches Talent, welches sich in seinen Com- 
RM _NL positionen aus der früheren Geschichte Preussens 
In kund gibt. Müller gehört aber noch zu den jüngeren 
Künstlern, und ist im weiteren Kreise zunächst durch Holzschnitte be. 
kannt. Er lieferte Zeichnungen zur Illustration verschiedener Werke, 
meistens Bildnisse. Von A. Vogel geschnitten sind die Bildnisse des 
grossen Churfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, und der K13. 
nige Friedrich II. und Friedrich Wilhelm III. von Preussen. Sie finden 
sich im Volks-Calender von W. Alexis für 1854. In diesem Calender 
sind auch die Bildnisse von Ludwig Tieck und Leopold von Buch, letz_ 
terer nach einem auf Befehl des Königs Friedrich Wilhelm IV. gemalten 
Portraite, da sich L. v. Buch nicht malen lassen wollte. Auf den ge- 
nannten Blättern findet man obige Initialen. Der Formschneider zeich- 
nete H. S. In der grossen Prachtausgabe des neuen Testaments von 
Rudolph Decker in Berlin, welche 185i vollendet wurde, zeichnete er 
die Initialen. Ob llrlüller selbst in Holz geschnitten habe, können wir 
nicht bestimmen. Die Vignetten, und die vier Evangelisten, womit das 
neue Testament geziert ist, sind von Unzelmann und den beiden Vogel 
geschnitten. L. Burger zeichnete sie auf Holz, und somit bleiben für 
A. Müller die schönen Initialen wenigstens der Zeichnung nach. 
August Müller, Formschneider in Berlin, Zögling der F. W. Gubitz'- 
schen Schule, ist ebenfalls durch zahlreiche Holzschnitte bekannt, welche 
zuweilen mit den modernen Cursivbuchstaben A. M. bezeichnet sind. 
Er arbeitete für das Jahrbuch des Nützlichen und Unterhaltenden, 
herausgegeben von F. W. Gubitz. Dieses holzschnittreiche Werk zählt 
viele Jahrgänge. Andere Blätter sind in den deutschen Volksbüchern, 
in der Volksansgabe des Nibelungen-Liedes, und im Eulenspiegel, alle 
diese Bücher aus dem Verlage des F. W. Gubitz. Unter GB werden 
wir die Werke dieser Art näher bezeichnen. 
 Adolph Menzel, Maler und Zeichner, wurde 1815 zu Breslau 
geboren, und von seinem Vater zum Gelehrten be. 
 ä Qf] stimmt. Zeichnungsübungen sollte er nur nach sorg- 
H) m ' ' fältig vollendeten Schularbeiten vornehmen, allein der 
 "AJVX ' Schulgelehrte musste dem Künstler weichen, und Menzel 
wurde als solcher aus eigenem Antriebe auch ein Gelehrter in seiner 
Sphäre. Im fünfzehnten Jahre kam er nach Berlin, wo sich bei ihm 
Talent und F leiss zum Studium auf eigene Hand paarten. Die erste 
überraschende Frucht des Autodidakten war eine Folge von sechs Blät- 
tern, welche er 1833 selbst lithographirte, und unter dem Titel: Kilmt- 
en Erdenwallen, herausgab, qu. fol. Es wird darin geschildert, wie ein
        

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