Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550236
933 
936. 
405 
933- Unbekannter Knpferstecher. welcher für die unter dem Titel 
A I" Saul "Europe illustre" im Jahre 1755 erschienene Portrait- 
'  'P' Sammlung arbeitete. Die Buchstaben A. M. stehen auf 
dem Bildnisse des Charles Patin, üls de Guy, nach Le Febvre, 4. 
934- August Mathieu, Landschafts- und Architekturmaler, wurde 
4.14 1809 zu Dijon geboren, und in Paris zum Künstler herangebildet. 
Er bereiste Deutschland, Böhmen, Italien (im, um Stoff zu Ge- 
mälden zu sammeln. Sie bestehen meistens in Ansichten von Kirchen, 
Domen und anderen ödentlichen Gebäuden. Diese Bilder fanden unge- 
theilten Beifall, so wie die Aquarellen, welche ähnlichen Inhalts sind. 
Auf mehreren findet man die Initialen seines Namens. Wie oben ge- 
geben, stehen sie auf einem schön lithographirten Blatte in Chapuy's 
Uzlllemagne monumentale e: pittoresque. Dieses Blatt gibt die Ansicht 
des Rathhauses in Prag mit dem grossen Platze. Die reiche Staffage 
ist von Bayot gezeichnet. 
935- Unbekannter Formschneider oder Maler, welcher um 1525 
in Lyon lebte Er arbeitete für die Druckerei des Jakob Mare- 
 schal, und wahrscheinlich auch für jene des Jakob Myt, wel- 
cher als MarcschaPs älterer Zeitgenosse zu betrachten ist, Der 
Meister AM illustrirte eine Bibel mit einer Menge von kleinen Holz- 
schnitten und Initialen. Sie erschien unter folgendem Titel: TEXTVS 
BIBLIAE. M. D. XXVI. l Biblia Cum Concordanlüs Veteris Et Novi Te- 
smmenti Et Sacrorunt Canonum etc. Venundatur Lugdun in aedibus Ja- 
cobi Mareschal Prope Nostre Dame de Oonfort, fol. Die Holzschnitte, 
welche das alte Testament zieren, kommen in Randleisten vor, und sind 
daher grösser, als jene des neuen Testamentes. Letztere sind ohne 
Einfassung, und besser gezeichnet, doch ergibt sich beim Vergleiche 
des Bilderschmuckes, dass der eine und derselbe Meister die Illustration 
des Werkes unternommen hatte. Mit obigem Zeichen versehen ist nur 
eine Vignette, nämlich jene mit dem jugendlichen Johannes, welcher 
kniecnd sein Evangelium schreibt. Sie kommt an der Spitze desselben 
vor, und wiederholt sich am Anfange der Apokalypse. Der Holzschnitt 
mit St. Johannes gehört zu den schönsten des ganzen Werkes, und da- 
her mag sich der Künstler veranlasst gefunden haben, denselben mit 
seinem Namenszeichen zu versehen. Man bemerkt es an dem Zipfel 
des Mantels des Heiligen, welcher am Schenkel übergeschlagen ist. 
II. 1 Z. 10 L. Br. 1 Z. 4 L. 
Dass der Meister AM auch für die Offizin des Jakob Myt in Lyon 
gearbeitet habe. schliessen wir aus den kleineren Initialen. welche in 
Druckwerken Myfs vorkommen. Sie haben Aenlichkeit mit jenen der 
Bibel. Der Zeichner oder Formsehneider könnte daher aus der Fa- 
milie des J. Marcschal, oder des J. Myt stammen. 
QÜÜ. Anton Franz Manlbertsch, Maler und Radirer, geb. zu Langen- 
argen am Bodensee 1724, gest. zu Wien 1796. Dieser 
Ä Künstler hatte durch zahlreiche Werke in Fresco seinen 
Namen geehrt. Doch findet man in österreichischen 
Kirchen auch Altarbilder in Oel, sowie Staifeleigemälde 
{Ä A4 auf Kupfer in Sammlungen. Die gegebenen Buchstaben 
'7"  AM. findet man nur auf Zeichnungen und Skizzen, so 
wie auf wenigen Exemplaren seiner radirten Blätter in ersten Abdrücken. 
Im Künstler-Lexicon VIII. S. 467 haben wir 9 radirte Blätter ver- 
zeichnet, und diesen fügen wir zwei grosse Blätter bei, wovon das eine 
den Alexander vor der Familie des-Darins, das andere den Coriolan 
vor Rom vorstellt. Es wurden nur vier Abdrücke gemacht, da der 
Murmgramlnisten. 31
        

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