Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550087
390 
900- 
902. 
nete Blatt zeigt zwei Tritone, wovon der eine ein Kind liebkoset, der 
andere mit der Linken eine Trompete emporhält. H. 4Z. 3 L. Br. 6 Z. 
Die kleine Folge in qu. 12. scheint bei L. Vaccario in Rom er- 
schienen zu seyn. Ottley macht nämlich auf ein Blatt mit folgender 
handschriftlicher Bemerkung aufmerksam: Jo. Andr. Maliolus 1608. 
Laur. Vaccarius formis Romae. Von einem Abdrucke mit den einge- 
stoehenen Namen und der Adresse haben wir aber keine Kunde. 
Im Artikel des angeblichen Adam Fuchs N0. 520 haben wir auf 
ähnliche Blätter mit Seegottheiten aufmerksam gemacht, welche im Style 
so sehr mit jenen des G. A. blaglioli übereinkommen, dass man sie 
für Arbeiten des letzteren halten möchte. An der betreifenden Stelle 
haben wir unsere Vermuthuxig geäussert. 
900. Abraham Mattys und Anton Vermondre dürften auf diese 
M M Monogrammen Anspruch haben. Das erste dieser Zeichen 
, findet man auf einem mittelmassigen Kupferstiche, welcher 
die Madonna mit dem Kinde auf dem Halbmonde stehend zeigt. Die 
Köpfe umgeben runde Aureolen, und um die ganze Figur geht eine 
strahlende Glorie mit Sternen. Links oben ist das Zeichen. H. 2 Z. 11 L. 
Br. 2 Z. 3 L. In dieser Darstellung erkennen wir einen niederländi- 
schen Meister, welcher einigermassen noch an der alten Kunstweise 
hing. Diess ist mit Abraham Mattys der Fall, welcher um 1570 zu 
Antwerpen geboren wurde. Man findet Landschaften und historische 
Darstellungen von ihm. 
In Christ's Cabinet de Mr. "Hi (Valois) wird das zweite Monogramm 
einem Antoine Vermandre beigelegt. Hierin liegt ein orthographiseher 
Irrthum. Es handelt sich um den holländischen Maler Anthony Ver- 
mondre, welcher um 1640 thatig war. Er malte Stillleben. In der 
Sammlung des Dekan Jaumann zu Rottenbilrg ist auch ein Gemälde 
mit seinem Namen, welches einen Hühnermarkt mit Figuren vorstellt. 
901. A. Müller, Formschneider in Leipzig, arbeitet für die xylo- 
m graphische Anstalt von E. Kretzschmar, und ist durch eine be- 
deutende Anzahl von Blättern bekannt. Solche sind in E. Dul- 
ler's Geschichte des deutschen Volkes. Mit 100 Holzschnittcn nach 
Zeichnungen von L. Richter und J.Kirchho1i". Leipzig 1839 E. Obiges 
Zeichen findet man auf dem Blatte mit Kaiser Heinrich IV. in Canossa. 
Die meisten Blätter tragen den Namen des Künstlers.  
902. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1562 in Deutsch- 
land arbeitete. Bartsch, P. gr. IX. p. 496, beschreibt 
  vier Blätter von seiner Hand. Sie scheinen selten zu 
M M seyn, da wir sie ausserdem nur im Frauenholischeu 
 ' Cataloge angezeigt finden. 
1) Jahel und Sisera. Letzterer liegt auf dem Bauche ausgestreckt, 
und Jahel ist im Begriffe, ihm den Nagel durch den Kopf zu schlagen. 
Rechts im Grunde sieht man drei Zelte, und links ist eine Ruine. 
Unten steht das Zeichen. Diese Vorstellung ist in einer Einfassung von 
Festons mit Früchten. H. 6 Z. 4 L." Br. 5 Z. 
2) Lukretia. Sie steht in Mitte des Blattes, und durchbohrt mit 
dem Dolche in der Rechten die_ Brust. Mit der anderen Hand fasst sie 
den von der Schulter herabfallenden Mantel. Rechts im Grunde be- 
merkt man ein Thor, und links steht eine Säule. Links oben steht 
das Zeichen. H. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 5 L. 
3) Eine Gesellschaft von (lrei Herren mit ihren Damen, in halben 
Figuren. Links umarmt einer die Geliebte, und der zweite scheint der 
seinigen durch eine Geste mit der linken Hand zu antworten, während 
er die Rechte auf ihren Nacken legt. Der dritte Mann hat den Wein-
        

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