Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1550075
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W899. 
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Schönheit in Form und Farbe, dass die religiöse Kunst an Mayer einen 
würdigen Vertreter gefunden hat. Es stellt die Geburt Christi vor. 
Die heilige Mutter zieht einen leichten Schleier von dem Kinde, und 
drei knieende Engel beten es an. Joseph lehnt hinter der hl. Jung- 
frau an einer Säule des Gebäudes in tieier Betrachtung, und links 
öifnet sich die Aussicht auf Landschaft, in welcher Engel den Hirten 
die Geburt des Erlösers verkünden. Dieser Theil ist meisterhaft in 
Helldunkel gehalten. 
398. Unbekannter Kupferstecher, welcher mit keinem der unter 
ähnlichen Zeichen eingeführten Meistern in Berührung kommt. 
M Brnlliot I. N0. 590 schreibt ihm ein mittehnässiges Blatt zu, 
welches die Chalritas mit fünf Kindern vorstellt. Ueber die Zeit 
der Entstehung bemerkt der erwähnte Schriftsteller nichts. Das Blatt 
stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. 
899- Giovanni Andrea Maglioli, auch Magiolli, Majolus und Ma- 
liolus genannt, war um 1580-1610 in Rom als Kupfer- 
 M_ stecher thätig. Wir haben von ihm eine Folge von 
' Blättern mit Seegottheiten, welche eben so meisterhaft 
gezeichnet, als gestochen sind. Zanetti (Cabinet Cicognara II. p. 166 
No. 1290 -1299) beschreibt 10 Blätter, wovon das erste einen leeren 
Cartouche mit zwei in Laiibwerk ausgehenden Genien enthält. Eines 
der folgenden Blätter stellt einen Flussgott vor, und fünf andere Stiche 
Amoretten, theils auf Hörner gestützt, tlieils auf Delphinen und See- 
pferden sitzend. Das siebende Blatt zeigt einen Triton, welcher ein 
Seepferd an der Mähne zurückhält. Auf der anderen Seite sieht man 
eine Nymphe. Das neunte Blatt stellt einen alten Triton vor, wie er 
mit seinem Ruder nach zwei Ungeheuern schlägt. Sechs dieser Blätter 
haben als Bezeichnung leere Täfelchen, auf dem Ruder des alten Triton 
steht aber im _Täfelchen das zweite Zeichen, welches Christ und Malpe 
dem Goldschmiede Joseph Metzger von Görlitz beilegen, welchem aber 
der Kupferstich nicht angehöret. Das Blatt mit den beiden nach rechts 
gcwendeten Seegöttern hat rechts unten im Täfelchen ein ähnliches A, 
und davon getrennt Mm, wie N0. 918 {unter den Initialen gegeben ist. 
Auf zwei weiteren Blättern stehen die Initialen AM, auf welche wir 
ebenfalls zurückkommen. Zanetti gibt folgendes Maass der 10 Blätter 
an: H. 4 Z. 2 L. B1". 5 Z.10 L. 
Damit ist aber das Verzeichniss der Werke dieses seltenen und 
trefßichen Künstlers noch nicht geschlossen. Wir kennen noch ein an- 
deres Blatt, welches eine Sirene vorstellt, wie sie, nach rechts hin vom 
Rücken gesehen, ein Seepferd am Horne und an der Mähne fasst. 
Rechts oben ist das erste Monogramm. H. des Bildes 3 Z. 6 L. Br. 
5 Z. 1 L., der Platte 5 Z. 2 L. Dieses Blatt stimmt in der Grösse 
nicht mit den obigen, und gehört daher wohl zu einer anderen Folge, 
ivieiän es nifllg einzeln efSßälllBlhtElll; äweitesälatt, wlelches den Joseph 
e zger vo ommen aussc iess , s e ein eeunwe euer vor, wie es 
nach links hin sich erhebend ein Wasserhuhn frisst. Links unten bei 
den Füssen des Thieres steht: Joannes Andreas Ma: in: fa. H. 3 Z. 
Br. 4 Z. 115i  Dieses Blatt kann der Grösse wegen ebenfalls nicht 
zu obiger o ge ge ören. 
Zu der von Zanetti angezeigten Folge scheinen aber zwei andere 
Blätter zu gehören. Das eine stellt den jungen Bacchus. auf dem See- 
pferde dar, wie er die Mähne des ThierßS effßäst Q115- ellle Schale mit 
Trauben emporhält. Unten rechts im Wasser ist ein leeres Täfelchen 
am Blumentopf. H. 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 8 L. Das andere, unbezeich- 
Monogrammisten.  30
        

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