Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549761
358 
AKT  
WAL. 
791 
 793. 
Weise des Bartolomäus van der Helst gemalt seien. Dieser Künstler 
wurde aber erst längere Zeit nach dem Tode des A. T. Keij geboren. 
Letzterer verfolgte als Schüler des W. Keij die Richtung des F. Floris, 
steht aber in der Uehergangsperiode von den älteren niederländischen 
Portraitmalern zu der neueren Epoche der Blüthezeit der niederländi- 
schen Kunst. Im Museum zu Antwerpen sind zwei Gemälde von ihm, 
wovon das eine dieinännlichen, das andere die weiblichen Bildnisse 
der Familie Franco  y  Fee  de  Briez darstellt. Diese Bilder sind 
nach Brulliot mit obigen Zeichen versehen, im Catalogue du Musee 
d'Anvers (par G. Wappers 1855) ist aber jenes mit 1575 aus Doppel- 
linien gebildet. In der Galerie des k. Museums zu Berlin sind zwei 
Flügelbilder eines Altarwerkes, welche knieende Portraitfiguren mit 
ihren Schutzheiligen enthalten, eine Darstellung voll schönen und 
schlichten Lebens. Während nun die Bildnisse des Künstlers von cha- 
raktischer Wahrheit und kräftiger Färbung sind, so ist er in histori- 
schen Darstellungen frostig und steif. Er verläugnet darin die nationale 
Eigenthümliehkeit. Die schlichte Weise der älteren einheimischen Kunst 
ist verschwunden.  Die Lebensgränzen dieses Meisters sind nicht 
genau bestimmt. Man kann sie nur 'um 1544 bis 1590 ziehen. Im 
Register der St. "Lucasgilde zu Antwerpen kommt er 1558 unter dem 
Namen Adriaen Keijns als Schüler des Jan Hack vor. Im Jahre 1568 
wurde Adriaen Thomas scildere freier Meister, und 1588 wird Adam van 
Puttens sein Schüler genannt. 
791. A. Kittendorß Formschneider, ein Däne von Geburt, machte 
 seine Studien in Berlin und Leipzig, und erlangte 
grosse Vollkommenheit in seiner Kunst. Das ge- 
. S C  gebene Zeichen {indet man auf einem Holzschnitte 
in Helldunkel, welcher das geharnischte Brustbild des Königs Christian IV. 
vorstellt. Das Vorbild ist eine colossale Büste des Königs im k. Mu- 
seum zu Copenhagen, ein sehr gerühmtes Werk, dessen Urheber aber 
nicht bekannt ist. Der Maler Johann Kirehhoif fertigte die Zeichnung 
zum Schnitte, und daher ist über KittendoriPs Monogramm jenes des 
Zeichners angebracht. Es ist aus den Buchstaben ATK. zusammengesetzt. 
Der Schnitt in Clairobscur ist von 1844. H. des Bildes 14 Z. 3 L., 
der Platte 17 Z. 3 L. Br. 12 Z. 2 L. 
792- Abraham Wolfgang Küfner, Maler und Kupferstecher, wurde 
1760 zu Grafenberg bei Nürnberg geboren, und widmete sich 
 als Student in Altdorf ohne Anweisung der Kunst. Küffnei- 
hatte aber entschiedenes Talent, besonders zur Nachahmung 
K älterer Meister. Dann malte er auch Bildnisse in Oel und 
Miniatur, sowie kleine historische Darstellungen. Gemälde 
dieser Art sind mit dem Zeichen versehen. Später übte er aber 
ausschliesslich die Kupferstecherkunst, und bezeichnete seine Blätter 
mit dem Namen. Im Künstler-Lexicon VII. S. 193 haben wir eine 
Anzahl derselben verzeichnet, und weitere Nachrichten über den Künstler 
gegeben. Der Schauplatz seiner Thätigkeit war Nürnberg, der Tod 
ereilte ihn aber 1817 zu Ingolstadt. 
793. Julius Ludwig Ascher, Maler von Hamburg, wurde 1804 ge- 
boren, und machte seine Studien in Dresden. Später ging er 
zu gleichem Zweck nach München, und dann nach Düsseldorf, 
wo der Künstler seinen Ruf gründete. Auf seinen früheren 
Bildern, welche in Landschaften und architektonischen An- 
sichten bestehen, brachte er öfter das Monogramm an. Auch historische 
Darstellungen und Genrebilder sind mit demselben versehen.
        

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