Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1546235
Initialen. 
vlämischcn Schule, der Catalog der Iiyvershergischen Sammlung Nr. 29-32 
will sie aber der Cölncr Schule vindicircn, womit auch Merlo (Nach- 
richten von dem Leben und den Werken cölnischer Künstler S. 544) 
übereinstimmen möchte. 
Den Charakter der alterthüinliclien Schule hat Passavant sicher 
erkannt, es kann aber auch ein Künstler aus Cöln in der alten vlänii- 
scheu Schule seine Bildung erlangt haben. Merlo hat keinen Namen 
für denselben, wir machen aber auf Peter Aldc _v0n Ahrweiler auf- 
merksam, dessen Merlo (die Meister der altcölnischen Malerschule. 
Cöln 1852 S. 146) in Urkunden von 1484-1512) erwähnt fand. Dieser 
Meister muss von Bedeutung gewesen seyn, da er schon 1.484 so viel 
erworben hatte, um ein Haus zu kaufen. Er starb 1504. Die erwähnten 
Gemälde stammen aus der Zeit Alde's. 
8. Unbekannt. Brulliot App. II. 2. erhielt die Mittheilung, dass 
mit diesem Buchstaben Statuen nach den Modellen des Albert 
Altdorfer bezeichnet seien, wir wissen aber nicht, wo sich 
Werke dieser Art befinden. Es ist uns indessen bekannt, 
dass sich kleine Reliefs in Holz und in Blei erhalten haben, 
welchen Vorbilder von Altdorfer zu Grunde liegen, wenn sie nicht von 
ihm selbst herrühren. Die alten Maler waren gewöhnlich auch im Mo- 
delliren geübt, und somit mag dicss von Altdorfer nicht gelaugnet 
werden. Auch mit Altdorferls Monogramm kommen Reliefs vor, und 
somit wird sich auch der Buchstabe A auf ihn beziehen. Die erwähn- 
tenäatuen sind von einem unbekannten Bildhauer NS ausgeführt. 
 Unbekannt. Der Maler, welcher unter diesem Zeichen seinen 
Namen der Nachwelt verborgen hat, war zwischen 1470 
E2, und 1490 in Westphalen thatig. Vielleicht ist cr jener tra- 
ditionelle Albert von Westphalen, von welchem die Kunst- 
geschichte weiss, und der lange Zeit mit Hcinr. Aldegrever verwechselt 
wurde. G. Becker (Kunstblatt 1843 Nr. 90) halt ihn für einen Schüler 
des sogenannten Liesborner Meisters vom Jahre 1465, da seine Werke 
mit jenen desselben Aeliiilichkeit haben. Den Vergleich gestattet die 
Sammlung des Geh. Ober-Regierungsrathes Krüger in Minden, welcher 
Gemälde aus der ehemaligen Abtei Liesborn besitzt. Sie wurden bei 
der Aufhebung des Klosters als werthlose Waare um Spottpreise ver- 
kauft, von späteren Besitzern auch noch verstümmelt, und zum Tlieil 
gänzlich zerstört. Becker beschreibt diese Ucberreste, es geht aber 
auch Passavaut in seiner Kunstreise S. 401 auf dieselben ein. Das 
Ilätllplgßlllttltlt) stellte (Jhristus am Kreuze vor, dessen Blut von Engeln 
in Kelche aufgefangen wird, zu beiden Seiten waren je drei beinahe 
lebensgrossc Heilige, von welchen nur die Brustbilder übrig sind. Auch 
noch andere Bilder aus der Abtei Liesborn besitzt Herr Krüger, sowie 
solche einer verwandten Richtung, wozu jene unsers Monogrammisten 
gehören. Sie waren bis 1835 in der evangelischen Kirche zu Lünne 
an der Lippe, und bildeten einen Altar, welcher aus Unverstand zer- 
stört wurde. Er bestand aus zwei grosseii Tafeln mit der Kreuzigung 
und KrcuxalnieliniiiugChristi. Jeder der Flügel hatte vier Abtheilungen, 
in welchen links die Verkündigung, die Geburt Christi, die Anbetung 
der Hirten und die Darstellung im Tempel, rechts die Auferstehung, 
die Himmelfahrt, die Erscheinung des heil. Geistes und das jüngste 
(iericht vorgestellt waren. An den äusseren Seiten sah man in halb- 
lebensgrosscn Figuren die Heiligen Johannes, Maria, Georg und Agnes. 
Die inneren Bilder sind alle auf Goldgrund gemalt, sowie die Veronica 
mit dem Schweisstuchc im oberen Aufsatze. Dieser Altar ist nach Becker 
das Werk eines ausgezeichnetenKünstlers, wenn er auch im Ausdrucke 
Mouogrammistcn. 5
        

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