Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549735
776 
779. 
355 
beweisen: "Die maynung diss Büchlein. Die geistlich strass bin ich ge- 
nannt. Jm leyden Christi wol bekannt etc. Gedruckt und volendt in der 
Kayscrlichen Reichstat Nürnberg durch Jobst Gutlrnecht 1521, 4." Dieses 
Buch enthält 17 gute Holzschnitte mit den Leidensstationen in ver- 
zierter Einfassung, und auf Wandsäulen angebracht. Darunter sind 
mit einigen Abweichungen die sieben Stationen, welche A. Krafft in 
Stein ausgeführt hatte. Auch die anderen Bilder tragen das Gepräge 
der Richtung des A. Kraiit, und sie könnten nach Zeichnungen oder 
Skizzen desselben ausgeführt seyn. 
775- Alexander Kierings oder Keirincx, Landschaftsmaler von 
Utrecht, war Schüler des Jan Miel, und um 1630 
bis 1650 thätig. Seine Gemälde sind mit aussor- 
ordentlichcm Floisse vollendet, bis auf die eigen- 
thümlichen Fasern des Holzes und die Auswüchse 
1 der Rinde. Auch ist jedes Blatt getreu nachge- 
bildet. Er suchte indessen nach auffallenden Baumformen mit ver- 
schlungenen Aesten und halb bemoosten Stämmen. Die Staffage soll 
von C. Poelenburg gemalt seyn, wie Descamps behauptet; allein dieser 
Schriftsteller verwechselt den A. Kierings mit Jakob Kicriugs, welcher 
auch Cierinx und Carings genannt wird. In der Galerie zu Schleiss- 
heim ist ein Gemälde mit den gegebenen Buchstaben AK und der Jahr- 
zahl 1631. Ein zweites Bild trägt den Namen des Künstlers: A. Kei- 
rincz 16.35. Es stellt eine Waldgegend mit der Versuchung des Hei- 
landes vor. Auch in der Galerie zu Dresden werden dem A. Kierings 
einige Gemälde zugeschrieben. 
Füssly nennt in den Supplcnienteu ein radirtes Blatt dieses Künst- 
lers, und betitelt es „die zerbrochene Brücke." Es soll: Al. Kierings 
del. et sc., bezeichnet seyn. Wir fanden dieses Blatt ausserdem nicht 
erwähnt, im Catalog van Hultem No. 1861 ist aber ein zweites ange- 
geben, wie folgt: Landschaft mit Ruinen. A. Kising 1655. Kierings del. 
qu. 4, oder qu. fol.  Dieser A. Kising ist unbekannt, wenn nicht 
ein Druckfehler obwaltet.  
 Alois Kreiter, Maler von Weilheini, machte seine Studien zu 
München unter Christoph Schwarz. In der Kirche zu Pol- 
A K, ling sind Altarbilder in der Weise jenes Meisters. Auch in 
Weilheim, sowie in Kirchender umliegenden Dörfer sind Bilder von Krei- 
ter. Die obigen Initialen fanden wir auf Zeichnungen von 1602-1619. 
Der Initialen AK könnte sich aber auch Andreas Khrumer, ein 
anderer Schüler des Christoph Schwarz bedient haben. Wir- haben 
seiner unter dem lllonogramm AK "N0. 768 erwähnt. 
778. Adalbert Kaenler? Der gegebenen Buchstaben bediente sich 
A K aß ß ein Zeichner und Radirer, welcher um 1790-1810 
  thätig war. Wir vermuthen darunter den Maler" 
Adalbert Kaenler, welcher in Prag arbeitete. 
Mit A. K. fec. 1805 bezeichnet ist_ ein radirtes Blatt, welches eine 
Rettungs-Scene aus dem Wasser zum Gegenstandc hat. Dieses Blatt 
ist der Gräfin Stadion dedicirt, qu. fol. Ein anderes Blatt stellt eine 
Entführung vor. Dann haben wir von diesem Künstler auch 26 Blätter 
mit Theatercostümen zu Maria Stuart, 8. 
779- Andreas Kohl, der 1656 in Nürnberg verstorbene Kupfer- 
J stecher, bezeichnete auf solche Weise mehrere Bild- 
 411291- nisse. Ein anderes, nach L. H. (Leonhard Heber- 
A K lein) gestoehenes Blatt stellt die Reichsabgeordneten 
. - 15m5 ' vor, welche 1650 auf der Burg in Nürnberg den
        

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