Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549671
AIV  
755 
758. 
349 
ku-nstreichen Joss Ammrm von Zitrych etc. Gedruckt zu Frankfurt am Mayn 
MDLXXIII. qn. 4. Diese Ausgabe, welche Bartsch nicht kennt, enthält 
108 Blätter mit eben so vielen Holzschnitten, wovon aber eine Anzahl 
mehrmals abgedruckt ist. Brulliet I. N0. 526 sagt, sie enthalte um 
23 Holzschnitte mehr, als die lateinische Ausgabe von 1572, C. Becker, 
Jost Amman etc. Leipzig 11'254, S. 61 fand aber diese Angabe nicht 
bestätigst. Die Zahl der Holzschnitte scheint in beiden Ausgaben die- 
selbe zu seyn. Die späteste Ausgabe ist von 1631. Sie erschien bei 
Caspar Ditzel in Frankfurt mit 111 Holzschnitten. 
Bezüglich des Zeichens bemerken wir, dass Jost Anmian Tigurinus 
zu lesen sei. Unter LA. kommen wir ausführlicher auf diesen Meister 
zurück. N0. 79, 628, 629, 630, 635 und 650 ist er ebenfalls eingeführt. 
755. Unbekannter Zeichner. Direktor Frenzel in Dresden be- 
AI V schreibt im Catalogc der Sammlung des Baron von Rumohr, 
  Lübeck 1846, N0.3378 eine Federzeichnung, welche eine Alle- 
gorie auf die römische Kirche enthält. Auf einem reichverzierten Throne 
sitzt ein Engel mit den Schlüsseln des hl. Petrus, umgeben von Män- 
nern und Jungfrauen mit Symbolen. Im Vorgrunde eilt ein König 
nach jenem Throne, und Männer und Frauen weisen darauf hin. Im 
Hintergrunde rechs sieht man das Colesseum und Schiffe. Oben rechts 
steht nach Frenzel A. 1. V., welches aber in keinem Facsimile gegeben 
ist. Aus der Bemerkung des genannten Schriftstellers, dass die Zeich- 
nnng in einigen Theilen an _W. van Assen oder Ossaucn erinnere, und 
dass das Monogramm vielleicht diesen Meister andeuten könne, geht aber 
hervor, dass dasselbe jenem aus IM VA bestehenden Zeichen ähnlich sei, 
welches jetzt dem Jakob Oornelisz. van Oostsanen zugeschrieben wird. 
Die genannte Zeichnung ist sehr merkwürdig. Eine ähnliche Alle- 
gorie, und fast in gleicher Grösse ist auch im k. Handzeichnungs-Ca- 
binet zu Dresden. 
756. Jost Amman von Zürich kommt bereits an mehreren Stellen 
meäql i vor, welche wir oben N0. 754 angedeutet haben. _Das 
gegebene Monogrannn findet man auf grossen radirteu 
Blättern mit See- und Landschlachten, wir werden aber erst unter 
IA VZ darauf eingehen, so dass hier nur ein Rückweis gegeben wird. 
757. August Klotz, Maler, geb. zu Augsburg 1808, gest. zu Mün- 
chen 1853. Schüler des Direktors Et v. Langer an der Aka- 
demie in München, widmete er sich der Historienmalerei und 
wählte meistens Stoffe aus der heiligen Geschichte. Uebeidiess 
malte Klotz auch einige Genrebildei" und Portraite in Miniatur. 
In der letzten Zeit bekleidete er die Stelle eines Conservators der ver- 
einigten k. Sammlungen in München. Er bezeichnete einige seiner 
historischen Darstellungen mit dem ltionogramme. 
758- August Küntzel, Maler und Lithograph von Breslah, machte 
m sich durch seine Foderzeichnungen in Stichmanier Ruf; Diese 
K Arbeiten führten ihn auf die Lithographie, welche er in Berlin 
mit Beithll übte. Er copirte A. Dürelds Triumphwagen des Kaisers 
Maximilian I. mit der Feder auf Stein. Andere Copien nach Holz- 
schnitten dieses Meisters erschienen unter folgendem Titel: Sechs der 
schönsten und seltensten Holzschnitte vo-n A. Ijürw in originalseitigen treuen 
Copien mit der Feder auf Stein gezeichnet von August Küntzel. Berlin 1832, 
gr. fol. Die Originalblätter iend der Künstler in der Sammlung des 
k. preussischen Ministers von Nagler vor. Auf einigen Copien findet 
man obiges Zeichen.
        

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