Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549567
338" 
AHUA 
 AHV. 
714  716. 
A lasst auch ein umgekehrtes Vvermnthen, und was in der Mitte steht, 
kann für Th genommen werden. Der Zeichner und KupferstecherDirck 
van Star oder Staren bediente sich auf seinen Blättern der Initialen 
1) e V, er könnte aber die Glasgemälde auch mit dem ltlonogramm 
Th V bezeichnet haben, da Dirck mit Theodor gleichbedeutend ist. Es 
fehlt aber der Stern im Zeichen, welcher auf Blättern zwischen den 
Buchstaben U V steht, und den das Kreuz nicht vollkommene ersetzt. 
Die alten holländischen Meister schrieben jedoch auch Vanstar und Ver- 
star. Auch Verster ist zulässig, da Star und Ster die Bedeutung des 
Wortes Stern (Etoile) hat. Die Lesart „Dirick Stas" bei Guicciardini 
und Vasari scheint wenig Gewicht zu haben, oder gar auf einem Druck- 
fehler zu beruhen. Der Meister heisst van Star oder Verstar. Wenn 
G. van Mander ihn eben so wenig kennt, als den Jan Ack, so be- 
weiset dieses nur, dass der Vater der niederländischen Kunstgeschichte 
nicht Alles erforscht hat. Uebrigens möge man auch meine Deutung 
als unmassgeblich hinnehmen. Es sei nur noch bemerkt, dass das 
Zeichen auf den Malereien um die Hälfte grösser erscheint. 
 714. Adrian Huberti. Kunsthändler in Amsterdam, bezeichnete auf 
solche Weise Nierlagsartikel. Es sind diess Kupferstiche 
 ßw 999- von Jan Collaert, C. van der Broeck u. A.  
715- A. Henry Valentin, Maler und Zeichner, wurde 1820 zu Al- 
ßy larmont in den Vogesen geboren, und gehört zu denjenigen 
 französischen Künstlern, welche am Ende der wissenschaftlichen 
Laufbahn auf den Staatsdienst verzichteten, um der angebornen Neigung 
zur Kunst leben zu können. Er machte ernste Studien, erkannte aber 
in der eigentlichen Ilistoriennialerei nicht das Feld, welches er zu be- 
bauen hatte. Doch malte Valentin einige Genrebilder, zu welchen er 
den Stoff aus der Geschichte des französischen Mittelalters wählte. 
Auch sehr schöne Zeichnungen in Aquarell findet man von ihm. Als 
feiner Beobachter der Zustände des Volkes bewiess sich aber Wlalentin 
durch die vielen Zeichnungen zur Illustration, welche durch den Holz- 
schnitt bekannt sind. Bliitter dieser Art findet man im Almanac du 
Magazin pittoresque. Paris 1853  55, und besonders in der Pariser 
illustrirten Zeitung. tDie letzten Jahrgänge sind voll von Scenen nach 
Valentinls Zeichnungen. Diese Blätter sind theils mit dem Namen, 
theils mit dem Monogramme versehen. An letzteres schliesst sich zu- 
weilen die Sylbe al.  
Hr. Valentin starb 1855. In Ulllustrationfnloumal universal 1 Sep- 
Hembre 1855, ist ein Necrolog dieses geistreichen und fruchtbaren 
Meisters. Auch das Bildniss desselben ist beigefügt. 
716. Abraham Verboom, Landschaftsmaler von Harlem, kam mit 
A H V Lingelbach und Ph. WVouverman in Berührung, da einige 
' '  seiner Bilder von diesen Meistern mit Figuren und Thieren 
staffirt sind. Er war um 1654 thatig. Wenigstens hat eine Landschaft 
aus der Sammlung des Grafen Truehsess in Wien diese Jahrzahl. Man 
dehnt aber die Lebenszeit des Meisters bis 1690 aus. 
Auf Zeichnungen des A. Verboom steht bald A. v. Boom, bald 
A. H. Verboom. Die obigen Initialen findet man auf einem Bilde in 
der Gallerie zu Schleissheim, einer Landschaft mit hohen Bitumen, 
und einem mit Ochsen bespaunten Wagen. 
Die Bilder dieses Meisters sind in der Weise des J. Both gemalt, 
man hat sie aber oft mit jenen des Cornelis Vroom verwechselt, dessen 
Gemälde im Style des J. Ruysdael und M. Hobbema behandelt sind.
        

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