Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549502
332 
AHM. 
702. 
ANTHONI HANNAS. H. 13 Z. 3 L. Br. 5 Z. 2 L. Wenn das Blatt 
vollständig ist, so ist links ein Gebet aufgedruckt, und die Schluss- 
schrift enthält die Adresse des Künstlers: "Zu Augspurg, bej Mam- 
Anthoni, Hannns, Formschneidar und Briefmaler, an Barfusser-Kirchcn 
den Laden." Den Namen des Künstlers trägt auch ein grosser Holz- 
schnitt mit der Ausstellung Christi. Rechts unten ist das Monogramm 
und der Name. H. 20 Z. 6 L. Br. 13 Z. 8 L. 
Bartsch P. gr. IX. p. 560 kennt, nur die beiden geziannteil Blätter, 
es finden sich aber noch mehrere andere Holzschnitte des Meisters, so 
wie Radirungen. Im Machwerk sind sie indessen nicht alle gleich gut. 
Hannas scheint Gehülfen gehabt zu haben. Auch die Zeichnungen 
dürften nicht alle gleich vorzüglich gewesen seyn. Ob die Compositionen 
ebenfalls von ihm herrühren, ist zweifelhaft. Es hat sich jedoch sehr 
selten ein fremder Zeichner genannt. Nur auf dem Blatte mit der An- 
sicht des Berges Andex erscheint J. Custodi als Mitarbeiter. Dieser 
nennt sich auch den Zeichner eines Blattes, welches den Hauptplatz in 
München mit der 1630 errichteten Mariensäule vorstellt. 
Supplement zum Peintre-graveur von A. von Bartsch , und zum 
liünstler-Lexicou V. S. 549. 
(Andere Nachträge s. Heller-k Handbuch, 2. Aufl. bei R. Wcigel S. 300.) 
Holzschnitte. 
i) Der Todtentanz in wenigstens 16 Blättern. Diess ist das in- 
teressanteste Werk, welches wir von Hannas haben, und da die Vor- 
stellungen nirgends beschrieben sind, so dürfte cr auch zu den grossen 
Seltenheiten gehören. Jedes der Blätter trägt das Zeichen des Künst- 
lers, und nur zwei derselben sind unter seiner Leitung von einem Un- 
bekannten I S geschnitten worden. Hannas scheint daher Gehülfen ge- 
habt zu haben, was auch Brulliot aus der Ungleicheit der xylographi- 
schen Produkte desselben vermuthet. Ob Hannas der Zeichner der 
Todtentanzbilder gewesen sei, oder ob er sein Monogramm nur beigesetzt 
habe, um sich theils als Formschneider theils als Verleger zu be- 
zeichnen, ist ungewiss. Die Idee zu diesem Werke gab der bekannte 
Ilolbeimsche Todtentanz, doch sind nur ein paar Figuren daraus be- 
nützt. Die Zeichnung ist bald besser, bald geringer, doch erhebt sie 
sich selten über die Mittelmassigkeit. Der Schnitt zeigt aber von Ueb- 
ung, nur von wenig Geschmack. Die Tafeln sind, einschlüssig des die 
Schrift enthaltenden Unterrandes 6 Z.  6 Z. 1 L. hoch, und 4 Z. 
4 L.  4 Z. 5 L. breit. Im Rande sind lateinische Sinnsprüche nebst. 
Angabe der Stände, und die Nummern in den Vorstellungen angebracht. 
Ueber die Existenz dieses Werkes gab uns Hr. J. A. Börner Nachricht, 
er besass aber kein vollständiges Exemplar, so dass hier No. 1-4 
unbeschrieben bleibt. Wir haben nie ein Blatt dieser Art gesehen. 
5. Der Kaiser. Der Tod, mit der Krone auf dem Haupte und dem 
Kaisermantel über der Rüstung, führt ihn nach links hin. Unter 
dem Reichsapfel zu den Füssen des Knochenmannes steht I. S. mit 
dem Messerchen, und rechts auf dem Steine das liegende Zeichen 
des A. Hannas. Im Rande;  
 1 0mm I  
6. Der König. Der Tod mit dem Hackbrette trägt Scepter und Reichs- 
apfel. Auf einem Knochen am Boden steht No. 6 und das lie- 
gende Zeichen. Im Rande: 
Scifäfäeßäiim 1 REX i Ahiigffiv"
        

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