Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549494
AHI  
AHM. 
699 
702. 
331 
seines Faches. In Hannover sind Gebäude nach seinen Plänen er- 
richtet. Dann fertigte Andreä auch viele architektonische Zeichnungen, 
welche sehr malerisch behandelt sind. Ferner malte er Bilder in Oel, 
und auch radirte und lithographirtc Blätter ünden sich von seiner Hand. 
Für den ersten Band deutscher Dichtungen mit Randzeichnungen, Düssel- 
dorf 1843, illustrirte er H. Heine's Lied „die Wallfahrt nach Kevlaar", 
gr. 4. Auch in der Sculptur marhte der Künstler Versuche. Das Mo- 
nogramm findet man auf verschiedenen Werken.  
699. John Hollins, Assosizit der k. Akademie in London, soll der 
RTräger dieses Zeichens seyn. Man findet es auf Holzschnitten 
H im Art Journal 1845, welche nach seinen Zeichnungen ausgeführt 
sind. Hollins malte Portraite und Genrebildei- in Oel und Aquarell. 
700- Adrian Hannemanß Dieses Zeichen findet man nach Brulliot I. 
N0. 471 auf Portraiten, welche in der zweiten Hälfte des 17.Jahr- 
ß hundcrts zu London gestochen wurden. Brulliot hatte für das 
Monogramm keine Deutung, wir möchten aber darunter den 
Maler Adrian Hanneman erkennen, welcher 1610 im Haag geboren 
wurde. Er malte allegorische Darstellungen und Bildnisse im Style 
des A. van Dyck, und hielt sich mehrere Jahre in London auf. Hier 
malte er den König Carl 1., und viele andere Notabilitäten des Landes. 
Das Monogramm auf den gestochenen Bildnissen bedeutet daher wahr- 
scheinlich: A. Ha-nneman Pinxit Londini. Zur Zeit dieses Meisters 
lebte auch A. Hertochs oder Hertocks, ein niederländischer Kupfer- 
stecher, in London. Er stach das Bildniss von Sir Edwartl Nicholas 
nach Hanneman, und wahrscheinlich auch das äusserst seltene und 
schöne Blatt: Thc true und libcti portraicturc of that lcarncd and valiant 
Sir France's Wortley  1652. Oval fol. Dieses Blatt wurde bei der 
Auktion der Sammlung Sykes mit 42 Pf. St. bezahlt.  Nach 16 Ja.hren 
kehrte Hanneman aus England in das Vaterland zurück, und wurde 
1665 Direktor der Akademie im Haag. Im Jahre 1680 starb er. 
TÜI. Arnold lloubracken, Maler, Radirer und Schriftsteller von 
f Dortrecht, fand unter dem Monogramm A H. No. 676 bereits 
Jflx  eine ausführliche Stelle, wir müssen aber hier auf ihn zurück- 
kommen, da das gegebene Zeichen aus AHL zu bestehen scheint. Man 
findet es auf Bildnissen, emblematischen Darstellungen, und kleinen 
Blättern mit ländlichen Scenen. Das Zeichen bedeutet wohl: A. Hau- 
brackcn Londini Fccit. Der Künstler begab sich um 1713 auf Veranlas- 
sung eines Engländers nach London, um Bildnisse von Staatsmännern 
aus der Zeit des Königs Carl I. zu zeichnen,.zu welchem Zwecke Ori- 
ginalgemälde von A. van Dyck dienen mussten. Der uns unbekannte 
Engländer beabsichtigte die Herausgabe eines Werkes über die Re- 
gierungszeit Carl 1., das Unternehmen kam aber nicht zu Stande. P. 
van Gunst hatte bereits eine Folge von Bildnissen nach A. van Dyck 
und Houbrackenls Zeichnungen gestochen. Die von ihm selbst radirten 
Blätter mit obigem Zeichen dürften theils in London gezeichnet, theils 
daselbst in Kupfer gebracht worden seyn. 
 Marx Anton Hannes, Formschneider, Radirer und Briefmaler, 
war um 1595-1638 in Augsburg thätig. Er lieferte 
schätzbare Blätter, welche meistens mit seinem Zeichen 
versehen sind. Den vollen Namen findet man neben 
1 1 andern auf einem sehr schönen Holzschnitte, welcher 
den Heiland, in einem Bassin stehend, vorstellt, wie 
ä R2 das Blut aus seinen fünf Wunden fliesst. Links unten 
1 ist das zweite Monogramm, und rechts der Name: MARX
        

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