Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549440
326 
677. 
680. 
einzeln stehende Figuren mit schönen Symbolen und landschaftlichen 
Hintergründen. H. 6 Z. 2 L. Br. 7 Z. 3 L. Die Abdrücke vor den 
landschaftlichen Gründen sind sehr selten. Auf einigen Blättern findet 
man das Monogramm des Künstlers. Es kommt aber auch auf anderen 
allegorischen Darstellungen, so wie auf Portraiten und kleinen histo- 
rischen Bildern vor. Besonders zu erwähnen sind die Büsten des De- 
mokrit und Heraklit, und zwei Blätter mit spielenden Genien und grossen 
Vasen im Hintergrunde. Unter den von Houbracken radirten Bildnissen 
ist jenes des Operateurs Jakob Sasbout Souburg in Dortrecht, nach 
J. de Baan, sehr geistreich behandelt, und selten zu finden. H. 13 Z. 
2L. Br.9Z.2L. 
577- Unbekannter italienischer Meister, welcher um 1550 gelebt 
f KAI zu haben scheint. Das erste Zeichen fand Bartsch P. gr, 
XV. p. 543 auf einem Kupferstiche, welcher in Etwas an 
die Weise des Marc Anton erinnert. Der Goldschmied Andreas Huber, 
welcher ebenfalls seine Stelle findet, kann der Träger dieses Mono- 
gramms-nicht seyn, und auch Abraham Heckius dürfte kaum einen 
Anspruch machen können. Bartsch scheint einen italienischen Künstler 
zu vermuthen, und beschreibt folgendes Blatt: 
Die allegorischen Figuren der Malerei und Architektur. Erstere, 
ein nacktes Weib mit Mantelumwurf, sitzt in der Mitte, und zeichnet 
mit der Linken auf das Blatt, welches die Rechte hält. Neben dieser 
Frau, rechts vorn, sitzt ein anderes Weib mit einem Maasstab in der 
rechten Hand, während es mit der anderen den Mantel anzieht. Links 
ist ein Genius mit Palme und Lorbeer, und unten steht das Zeichen_ 
H.3Z. Br.4Z.8L. 
Das zweite Zeichen soll sich auf einem Titelblatte mit allegdrischen 
Figuren finden. Wir haben nur eine oberflächliche Nachricht von die- 
sem Blatte, es wurde uns aber als Werk des von Bartsch erwähnten 
Monogrammisten bezeichnet. 
678- Adolph Hoefiler, Landschaftsmaler von Nymphenburg, machte 
seine Studien an der Akademie in München, undwahlte 
dann die Natur zur Lehrmeisterin. Im Jahre 1854 sahen 
wir auf dem Münchener Kunstvereine ein Gemälde, welches 
eine tropische Landschaft auf Ouba vorstellt. Es führt uns vor eine 
Pfianzerwohnung unter Bäumen. Höffler unternahm Reisen, und be- 
suchte auch Cuba, so dass seine tropischen Landschaften nicht aus der 
Phantasie geschöpft sind. Gegenwärtig befindet er sich in München. 
679. Andreas Huber, Goldschmied, war um 1560-1600 in Lands- 
hut thatig. Er hatte den Ruf eines tüchtigen Meisters, wir 
.141 wissen aber überdiess nur, dass er eine Folge von sechs Blät- 
tcrn mit Goldschmieds-Verzierungen in qn. 8. gestochen habe. Sie 
zeigen im Laubwerk vierfüssige Thiere und Vögel, welche aber besser 
gezeichnet, als gestochen sind. Diese Blätter tragen obiges Monogramm, 
welches aber von jenem des Abraham Heckius unterschieden werden 
muss. Letzterer arbeitete mit grosser Sicherheit, und gehört zu den 
vorzüglichsten Künstlern seines Faches. 
680. Unbekannter Maler, Welcher um 1623 in Deutschland thätig 
war. Wir sahen Zeichnungen von seiner Hand, wovon 
M I6 Z3 eine das Monogramm und die Jahrzahl 1623 trägt. Diese 
Zeichnungen sind historischen Inhalts, mit der Feder umrissen und 
leicht ausgetuseht. Unser Monogrammist scheint Glasmaler gewesen zu 
seyn, und stammt wohl aus der Familie der Hebenstreit in München.
        

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