Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - CF
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1545733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1549427
224 
669 
671. 
solches auf der Ebene dar. Das N vor dem Namen, wie im Cataloge 
von Dillis N0. 381 und 382 angegeben ist, bedeutet wohl nur, dass der 
Taufname unbekannt ist. Der Verfertiger der Gemälde wird als Schüler 
des D. Teniers bezeichnet, und als um 1651 lebend. Unter diesen Um- 
ständen kann man die Schlaehtbilder dem Abraham Hondius nicht bei- 
legen, da dieser Thierstücke in der Weise des F. Snyders malte, und 
im Jahre 1651 erst 13 Jahre zahlte.   
669. Albert 116111611110, über welchen wir auch unter den Initialen 
A.H. handeln, soll auf solche Weise Müuzstempel und Medaillen 
M bezeichnet haben. Er stand in päpstlichen Diensten und starb um 1675. 
570- Unbekannter Zeichner und Maler. Nach ihm hat Tardieu 
f  fils das Bildniss des Frangois de Bonne duc de Lesdiguieres 
 11199- gestochen. Man ündet es in Odieuvre's Europe illustre. 
Paris 1755. Der Maler A. H. war Zeitgenosse des Verlegers, und hat 
nur ein älteres Bild zum Stiche copirt. F. de Bonne starb 1626 als 
Marschall von Frankreich. Ein zweites Bildniss in derselben Samm- 
lung ist jenes des Ministers Nicolas de Neufville, welcher 1617 starb. 
Pinsio hat es gestochen. 
671. Anton Hertzinger, Maler und Radirer, wurde 1763 zu Fal- 
ß bach in Oesterreich geboren. Er übte seine Kunst 
Jeßßirtfo- in Wien, und verweilte auch mehrere Jahre in Prag, 
wo der Künstler um 1832 starb. 
Hertzinger hatte als Thierzeichner Ruf, und bewahrte denselben 
durch eine bedeutende Anzahl von schön radirten Blättern, deren auch 
einige in Aquatinta gedruckt sind. Sein Vorbild war J. H. Roos, und 
in einigen Blättern kommt er ihm auch sehr nahe. Das seltene Blatt 
des J. H. Roos, welches einen Schäfer am Fnsse der Vase bei der 
Heerde vorstellt, B. N0. 38, hat Hertzinger trefflich und täuschend co- 
pirt, gr. fol. Es kommen auch Abdrücke auf graues Papier mit weisser 
Höhung vor. Zu seinen Hauptblättern nach Roos gehört auch die 
grosse Landschaft bei Abendbeleuchtung mit einer Tempelruine und 
einer Hirtin, welche das Schaf liebkoset 1796. Man findet Abdrücke 
ohne und mit Tondruck in Aquatinta. In gleicher Grösse ist eine 
Landschaft mit Wasserfall nach J. Ruysdael. Ein interessantes Aqua- 
tintablatt nach Ostade stellt rauchende Bauern beim Spiele dar, eben- 
falls im grossen Formate. In Kreidemanier behandelte er eine Gruppe 
von vier Stieren und zwei Ziegen nach W. Romeyn. Eine zum O0- 
loriren bestimmte leichte Radirung nach G. du Jardin stellt eine Gruppe 
verschiedener Thiere mit einem die Hühner fütternden Bauer vor, 
s. gr. roy. fol. 
Nach eigener Composition ätzte der Künstler eine grosse Land- 
schaft mit ruhenden Schafen und Ziegen in Aquatinta. Ein anderes, 
vorzüglich schön radirtes Blatt zeigt einen Hirtenknaben, welcher am 
Hügel bei vier ruhenden Schafen steht, gr. qu. f0l., wie das obige Blatt. 
Bemerkenswerth ist auch die Radirnng mit einem Stier bei der Hütte, 
und mit zwei Schafen im Vorgrunde. Schön und geistreich behandelt 
sind ferner die kleinen Radirungen und Aquatintablatter nach Berghem, 
H. Roos, P. van Bloemen, Casanova duc. Auf einigen derselben, sowie 
auf kleineren Thierstückcn nach eigener Zeichnung ist das Monogramm. 
Auf anderen Blättern stehen die Initialen A. H. in Cursiv, N. 693 
dieses Werkes. Der Künstler wechselt in der Form der Buchstaben, 
so dass man obigen Zeichen noch drei bis vier andere beifügen könnte. 
In diesen ist das Cursiv A ausgeschweift, und der Strich durch beide 
Buchstaben in der Mitte gebogen. Ein Gleiches verhalt slch mit den
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.